Gott schenkt Freiheit, damit wir das Leben entdecken – und darin ihn
Hallo Du,
es ist für mich immer wieder erstaunlich, dass Tiere und Menschen ihren Käfig, ihre gewohnte aber eingeengte und vielleicht auch schlechte Umgebung, ihre alte Lebensweise oder ihre schlechten und einengenden Bindungen nur ungern verlassen, obwohl sie ihnen mehr schaden als nutzen.
Was hält sie darin fest? Vielleicht Furcht, Angst, Unsicherheit, Bequemlichkeit oder Mutlosigkeit? Vielleicht fehlende Offenheit, Beweglichkeit oder Neugier? Vielleicht Zweifel, vermeintliche Minderwertigkeit, Perspektivlosigkeit oder fehlendes Vertrauen in sich, in andere, in Gottes Liebe und Führung?
Ich weiß aus eigener Erfahrung: Alte Lebensweisen sind für uns normal. Sie machen träge und auch blind für Neues. Sie haben unseren Horizont eingeschränkt und auch unsere Denkweise. Wir begrenzen uns selbst, weil das bisherige alte Leben zwar unangenehm; aber irgendwie doch nur ertragbar ist. Wir haben uns an den Käfig und unsere geistige, körperliche und seelische Unbeweglichkeit gewöhnt – und verkümmern allmählich darin.
In Gottes Augen sind wir dafür zu wertvoll. Unsere Begabungen und Fähigkeiten werden nicht mehr eingesetzt und bleiben wirkungslos. Gott möchte, dass wir leben, dass wir fröhlich und dankbar sind – wie glückliche Kinder.
Kinder vertrauen, freuen sich schnell und nehmen Liebe einfach an. Genau so lädt Gott uns alle ein, seine Befreiung und Rettung für uns anzunehmen und uns von ihm halten und führen zu lassen. Daraus entstehen echte Freude und Dankbarkeit, enge und tiefe Vertrauensbindung, auch neuer Lebensmut und eine aktive und verantwortliche Lebensgestaltung.
Die Bibel nennt das: Neues Leben. Gott schenkt seinen Kindern Freiheit, damit sie das Leben entdecken – und darin ihn. Seine Freiheit führt hinein ins bunte Leben und Erleben, ins Dazulernen und Geweitet werden, in Liebe, Freude und Frieden; Geduld, Freundlichkeit und Güte; Treue, Nachsicht und Selbstbeherrschung.
Gottes Freiheit ist ein Geschenk
Gott schenkt Freiheit als Lebensraum. Als einen Raum, in dem wir frei atmen können. Einen Raum, in dem wir wachsen dürfen. Einen Raum, in dem wir uns nicht verstellen müssen, sondern sein dürfen, wie wir gerade sind – aber doch nicht bleiben müssen. Diese Freiheit ist seine liebevolle Art uns zu sagen: „Ich traue dir das Leben zu – und – ich gehe mit.“
Gottes Freiheit öffnet die Augen
Wenn Gott befreit, dann wird das Leben plötzlich wieder sichtbar. Die Farben werden klarer, die Beziehungen echter, die Entscheidungen mutiger und die Wege weiter. Freiheit ist ein Blickwechsel. Wir sehen das Leben nicht mehr ängstlich, sondern vertrauensvoll.
Gottes Freiheit führt zu ihm
Göttliche Freiheit macht uns nicht unabhängig von ihm, sondern frei für ihn. Denn wer frei wird, beginnt auch zu fragen: Weshalb bin ich wie ich bin? Wozu lebe ich? Wer trägt mich? Wer ruft mich? Wer führt mich? Wem verdanke ich mein Wesen?
Die Freiheit, die Gott schenkt, lässt uns nicht nur das Leben, sondern auch uns selbst, unsere Mitmenschen und unseren liebevollen Schöpfer erkennen.
Unsere Freiheit wächst im Gottvertrauen
Freiheit, das ist kein Zustand oder einmaliger Moment, sondern ein Weg, der sich mit jedem vertrauensvollen Schritt weitet und vertieft. Die Freiheit wächst, wenn wir loslassen, was uns klein macht – und annehmen, was Gott uns anbietet. Manchmal ist es ein Wort. Manchmal Mut. Manchmal Trost. Manchmal eine Gebetserhörung. Manchmal ein neuer Anfang.
Ich bin davon überzeugt, dass Gott Freiheit schenkt, damit wir das Leben finden – und im Leben auch ihn. Das wünsche ich allen.
Der Herr , nämlich Jesus Christus, wirkt durch seinen Geist. Und wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit. (2.Korinther 3,17; GNB)
