Ans Kreuz genagelt
Hallo Du,
es war einmal ein Mann, der war von Gott berufen, Sein Wort
zu beleben und damit zu zeigen wer und wie Er wirklich ist.
Denn viele kannten ihn nicht, fürchteten sich vor ihm oder
lehnten ihn gar ab. Sie wussten nicht, um seine Liebe, Allmacht
und Güte, die er in allem Geschehen und Sein zeigt, die wir
jedoch nur selten erkennen.
Nun, dieser Mann bekam dafür von Gott eine große Gabe,
die ihm ermöglichte das zu tun, was er tun sollte, und dazu
Menschen, bei denen er sie einsetzten sollte.
Das war für den Berufenen und für die in seine Nähe
Berufenen nicht immer leicht, denn so manche
unangenehme Wahrheit über jede und jeden einzelnen
wurden mit Hilfe von Gottes Geist aufgedeckt.
Doch in Treue und gegenseitiger Achtung wuchs
die Gruppe zu einer engen Gemeinschaft zusammen
und die Berufenen fanden in ihr geistliche Heimat
und Wachstum. Sie fühlten sich wohl und geborgen
und erkannt und sie lobten und dankten Gott für seine
Liebe, Gegenwart und Offenbarung. Ihr Hunger
wurde gestillt.
Und obwohl jeder immer wieder mit persönlicher Belastung
und Last in den Kreis des Friedens eintrat, gelang es immer
wieder, das aufregende und zutiefst Menschliche hinter
sich zu lassen und das Größere zu erkennen. Nicht mehr
die Nase, oder Frisur oder die unangenehmen Eigenarten
des Anderen waren wichtig und auch nicht mehr eigene
Unvollkommenheiten und auch nicht mehr der Streit
zwischen außen und innen.
Im Ringen um die Wahrheit Gottes und im Erkennen
wurden Vorbehalte und Ängste überwunden. Auf der
Suche nach Gott stand nur noch Er im Zentrum und
durch sein Wort und sein Wirken erkannten sie das
Göttliche in anderem, in anderen und in sich selbst.
Das Wort Gottes fiel auf fruchtbaren Boden.
Doch dann kamen Stürme auf und die Berufenen fürchteten
sich. Schließlich donnerte und blitzte es im Leben ihres
Leiters, den sie bis dahin anerkannt und geachtet hatten.
Sie zweifelten. Sie fielen zurück in ihr altes Leben, Handeln
und Beurteilen. Sie machten sich wieder selbst zum Maß
und dachten und sagten: Das geht doch nicht! Das darf
nicht sein! Der muss doch…! Mit dem möchte ich nichts
mehr zu tun haben! Da möchte ich nicht reingezogen
werden! – Aus den Augen, aus dem Sinn. Und es wurde
dunkel in ihnen. Und Seine Worte erfroren auf kaltem Stein.
Jeder eigene Anspruch, jede innere Erwartung, jeder
geäußerte Standpunkt, jeder Zweifel waren Anklage und
Verurteilung, waren Nägel, mit denen sie ihn ans Kreuz
nagelten; zunächst innerlich, dann wirklich! Es darf nicht
sein, was mir nicht gefällt!!! Vater vergib ihnen, sie wissen
nicht, was sie tun.
Sie haben nicht die Not im Mitmenschen erkannt, nicht
seinen Schmerz und auch nicht seine Ohnmacht und seine
Hilfsbedürftigkeit. Sie haben nur sich gesehen, ihre Angst,
ihre Enttäuschung, ihre Unsicherheit. Sie wendeten sich ab
und versteckten sich. Sie fanden viele Ausreden. Und die
Gruppe der Berufenen löste sich auf, zum Nachteil aller.
Ist das das Ende?
Hoffentlich nicht. Gottes Weisheit ist weiter und höher
und tiefer als alle menschlichen Horizonte. Wir glauben
zu wissen, was richtig ist und doch wissen wir oft nicht,
wie uns geschieht. Unsere Übersicht ist zu begrenzt und
im eigenen Chaos erkennen wir das Wesentliche nicht.
In der Not, in der eigenen und in der von anderen, werden
wir hilflos; es fehlen uns die Worte. Und gerade dann gilt
es zu lieben. Gott hat mit jedem einen Plan. Halten wir
uns an ihn, dann wird jede Niederlage zum Sieg,
dank Jesus.
Danke Jesus!

