Am Rockzipfel von Jesus
Hallo Du,
immer wieder suche ich Geborgenheit, Halt und Heilung bei Jesus,
weil von ihm eine Kraft ausgeht, von der ich nicht genug bekommen kann.
Für Außenstehende mag das so aussehen, als würde ich mich an seinem
Rockzipfel festhalten, um mit ihm verbunden zu bleiben oder
um an dem Heil und Segen teilzuhaben, die von ihm ausgehen.
Das habe ich als kleines Kind manchmal bei meiner Mutter gemacht,
wenn ich krank oder traurig war. War sie aber in Eile, fand sie das lästig.
Jesus dagegen, hat sich bei mir noch nie darüber beschwert.
Ihm gefällt das sogar, weil es ihm zeigt, dass ich an ihn Glaube und
auf seine Kraft hoffe. Meine Anhänglichkeit zeigt ihm mein Vertrauen.
Bei ihm brauche ich Zurückweisung nicht zu befürchten.
Ein Mama-Kind war ich nie. Ein Jesus-Kind bin ich aber gerne, weil
mein Glaube an ihn mich immer wieder aus Nöten rettet
und weil seine Kraft gerade in den Schwachen, Hilflosen, Trauernden und
Verzweifelten mächtig ist.
Unterwegs drängte sich eine Frau, die seit zwölf Jahren an schweren
Blutungen litt, von hinten an Jesus heran und berührte den Saum
seines Gewandes, denn sie sagte sich: »Wenn ich auch nur sein Gewand
berühre, werde ich gesund.«
Jesus wandte sich um; er sah die Frau an und sagte zu ihr:
»Du brauchst dich nicht zu fürchten, meine Tochter! Dein Glaube
hat dich gerettet.« Von dem Augenblick an war die Frau gesund.
(Mt 9, 20 – 22; NGÜ)
