Werdet nicht müde, Gutes zu tun
Hallo Du,
das ist leicht gesagt!
Immer und immer wieder Gutes tun ist,
das ist ein Kraftaufwand,
das ist, wie etwas
einen hohen Berg hinauf zu schleppen,
das ist ätzend,
weil es letztendlich niemand dankt!?
Was ist überhaupt ‚Gutes’?
Weshalb ermüdet es, Gutes zu tun?
Gut ist, was gut für viele ist
und was Gottes Willen entspricht;
z.B. freundlich, geduldig, besonnen,
gütig und liebevoll mit anderen umzugehen,
ihnen in Not beizustehen,
sie zu ermutigen und ihnen weiterhelfen,
sie zu achten und sie anzunehmen,
wie sie gerade sind,
das Gute und Liebeswürdige in ihnen
zu sehen und sie dazu zu befähigen,
ihnen Abwege einfühlsam zu verdeutlichen
und Alternativen aufzuzeigen,
ihnen ein gutes Vorbild zu sein.
Gutes zu tun ermüdet immer,
wenn ich mich beim Tun anstrenge,
dann bin ich noch nicht so weit,
dann habe ich noch
die falsche Einstellung zum Tun,
dann verpflichte oder zwinge ich mich
zu etwas, was mir schwer fällt.
Wenn ich jedoch ohne Eigennutz denke,
fühle und handle,
wenn ich also
voller überfließender Liebe bin,
dann kann ich gar nicht mehr anders,
als gut zu sein und gut zu handeln.
Ich tue es, weil es mir Freude bereitet
und weil es nichts Schöneres gibt,
als andere zu beschenken.
Ich tue es, weil es für mich normal ist,
weil es in mir steckt
und weil ich nicht anders kann.
Ich tue es, ohne darüber nachzudenken.
Auch wenn ich Gutes
ohne Absicht und Eigennutz tue,
dann bekomme ich doch etwas dafür.
Es ist völlig erstaunlich, ja schon paradox.
Je mehr Gutes ich tue,
desto mehr Freude, Kraft und Liebe
sind in mir, um es weiterhin zu tun.
Sie sind meine Belohnung.
Das ist die Voraussetzung für
weiteres, unermüdliches Gutes tun.
Müsste ich mich anstrengen,
würde ich kläglich scheitern.
Ich würde mich bald ausgenutzt fühlen.
So aber, durchdrungen von Liebe,
gebe ich, was auch ich brauche
und erhalte verstärkt, was ich gebe.
Probiere es an einem Menschen aus,
den du magst und liebst.
Lerne viele andere zu lieben.
Lerne dich selbst kennen
und nehme dich an.
Liebe die geheimnisvolle Ausprägung
deines göttlichen Wesens.
Entdecke diese überfließende Liebe in dir,
die bereit ist,
sich hinzugeben, sich zu vergeben,
sich zu vergessen und darin zu lieben.
Entdecke das Geheimnis
der gebenden Vermehrung,
das dich großzügig und stark macht,
das dir zeigt, was du zu geben hast,
das dir zeigt, wie Gott durch dich wirkt.
Und wenn du unter hunderten
nur einen erreichst, der dankbar ist,
so wird auch er deinem Vorbild folgen
und Gutes tun.
Schlechtes verängstigt,
verunsichert und lähmt.
Gutes öffnet, ermöglicht,
bestärkt und heilt.
Auch dich selbst.
Ihr aber, liebe Geschwister:
Werdet nicht müde, das zu tun,
was gut und richtig ist!
(2.Thess 3,13; NGÜ)
