Seid in allem dankbar

 

 

Hallo Du,

hattest du heute auch

einen schlechten Tag?

 

Wer oder was ist dir quer gekommen?

Wer hat dich heute übergangen

oder ungerecht behandelt?

Was hat nicht geklappt?

Über wen hast du heute gemurrt,

geschimpft oder gewettert?

Wen hast du dir zum Gegner

oder gar Feind erklärt?

An wem lässt du kein gutes Haar mehr?

Wo bist du unzufrieden? Weshalb?

Was ist heute nicht so gelaufen,

wie es laufen sollte?

Woher weißt du,

wie es hätte laufen sollen?

Wie ist deine Sichtweise?

Bist du wirklich das Maß für

richtig oder falsch,

für gut oder schlecht?

Bist du unfehlbar?

 

Ein Pfarrer hat einmal gesagt:

Wer über andere murrt und schimpft

ist eine Niete, denn sonst würde

der stattdessen seine Situation ändern.

 

Was kann ich ändern,

wenn ich benachteiligt,

arm oder unzufrieden bin?

 

Ich kann meine Einstellungen,

Vorstellungen und Erwartungen prüfen.

Vielleicht sind meine Ziele zu hoch,

vielleicht bin ich zu kleinkariert,

vielleicht bin ich zu festgelegt,

vielleicht bin ich zu anmaßend,

vielleicht ist meine Sichtweise

zu eng und stark eingeschränkt?

 

Das Leben ist ein auf und ab.

Es hat Höhen und Tiefen.

Ein Leben ohne Veränderung

wäre langweilig.

Wir hätten keine Entwicklungsreize.

Wir wären stur und unbeweglich.

Dazulernen und anpassen war schon

immer die Stärke der Menschen,

um in schweren Zeiten zu bestehen.

 

Ist es nicht genug,

dass ich lebe, genug zu essen

und ein schützendes Heim habe?

 

Ist es nicht genug,

dass ich gesund bin,

dass ich Freunde habe,

dass ich Gott kenne?

 

Ist es nicht genug,

so viel zu haben, dass ich davon

gut etwas abgeben kann?

 

Ist es nicht genug,

dass es viele kleine Dinge

und Geschehnisse gibt,

die mich erfreuen können?

Zum Beispiel die Blumen,

der Regen, ein Lächeln,

der Schatten eines Baumes,

das Vertrauen eines Kindes,

die Umgangsweise von Liebenden?

 

Wir erwarten oft große Dinge

als Zeichen dafür,

dass wir nicht zu kurz kommen

und übersehen dabei,

dass es gerade die kleinen Dinge sind,

die unser Leben stark beeinflussen.

 

In unserem Streben und Vergleichen

übersehen wir, dass anderen kein

Maßstab für uns sein können und dürfen,

entweder werden wir hochmütig

oder wir zweifeln an uns selbst.

 

Wir sind unser eigener Maßstab.

Wir orientieren uns an eigenen

Fähigkeiten und Begabungen

und messen uns daran, inwieweit

wir sie eingesetzt und entwickelt haben.

 

Es ist noch kein Meister

vom Himmel gefallen

und laufen mussten wir

auch erst lernen,

durch ständiges Üben.

 

Seid dankbar, dass ihr laufen könnt.

Seid dankbar, dass ihr lernen könnt.

Seid dankbar dafür, dass ihr in

Lebensumständen groß geworden seid,

in denen ihr euch gut ausgekannt habt

und die ihr deshalb auch gestalten konntet.

 

Seid dankbar für den Horizont,

der euch gegeben ist;

wenn ihr wollt,

könnt ihr eure Sicht erweitern,

wenn ihr nicht wollt,

habt ihr weniger Stress.

Aber beschwert euch nicht und schiebt

vor allem nicht anderen

die Schuld für eure Lage zu.

Vor wem wollt ihr euch damit

rechtfertigen oder besser darstellen?

Im Grunde doch nur vor euch selbst.

 

Um euch Lebensglück, Zufriedenheit

und Gelassenheit zu schenken,

rate ich euch:

 

Seid in allem dankbar,

denn das ist der Wille Gottes in Christus

Jesus für euch. Vergesst nicht, Gott für

alles zu danken, denn das erwartet er

von seinen Kindern. (1.Thess 5, 18)

 

 

Und noch etwas:

 

Was ich dir jetzt rate, ist wichtiger als

alles andere: Achte auf deine Gedanken

und Gefühle, denn sie beeinflussen

dein ganzes Leben.  (Spr.4,39)

 

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