Willst du gesund werden?

 

Hallo du,
wenn lese, dass Jesus
einen Menschen fragt:
„Willst du gesund werden?“


dann frage ich mich

„Bin ich denn krank?“

und ich muss zugestehen,

dass ich es bin

und dass es kaum einen Menschen gibt,

der nicht ‚krank’ ist.

 

Meist beziehen wir Krankheit nur

auf unseren Körper und wenn der
nichts Auffälliges zeigt,

halten wir uns für gesund.

 

Viele Menschen sind auch seelisch krank.
Nicht immer ist alles gut gelaufen!

Unser empfindsames Wesen wurde verletzt.

Wir litten vielleicht unter Zurücksetzung,
unter Bevormundung oder Einengung,
unter
Druck oder Zwang oder ungerechter
Verleumdung oder Beschuldigung,

Gleichgültigkeit oder Missachtung,
Abwertung und Misstrauen, Mobbing.

Verletzungen jeder Art belasten
unsere Seele und hinterlassen
bleibende Narben,
die uns durchs Leben

begleiten und es vielleicht mitbestimmen.

 

Und es gibt auch eine geistliche Krankheit,

nämlich die,
auf sich allein gestellt zu sein,

sich als Maßstab der Dinge zu sehen,

sich für alles verantwortlich zu halten,

sich stark genug zu fühlen, um das Leben
aus eigener Kraft zu schultern,

sich zu überbewerten oder unterbewerten.


Solche Menschen überheben sich.

Sie kennen ihre Grenzen noch nicht
und sie wissen auch noch nicht,
dass sie
langfristig ohne Gottes Unterstützung
ohnmächtig sind.

Sie haben falsche Einstellungen,
Vorstellungen, Erwartungen und Ziele.

Sie leben in geistlicher Armut,

sie kennen denn Sinn ihres Lebens nicht,

sie kennen sich selbst nicht
und sie kennen Gott nicht.

Sie leben in Trennung von ihm,

weil sie ihn nicht bemerken,
zulassen oder ablehnen.

 

Also, Hand aufs Herz:
Bist du wirklich gesund?

Es ist keine Schande, vor sich zuzugeben,

dass uns etwas innerlich bedrückt,

dass wir an oder unter etwas leiden,

dass wir keinen inneren Frieden haben.

 

Willst du gesund werden?

Möchtest du wieder oder endlich
Heil und Heilung an Körper,
Seele oder Geist haben?

 

Der erste Schritt zur Gesundung ist:
sich Verletzung, Entzweiung oder
Schwäche e
inzugestehen,

denn man muss sich nicht mehr Verstellen,

nicht mehr so zu tun, als wäre alles

in bester Ordnung.

Man muss sich selbst und anderen
nichts mehr vormachen.

Man verzichtet auf Schönfärberei,
auf Selbstlügen und wird ehrlich und echt.

Ein gewolltes Image aufrechtzuerhalten,
kostet viel Zeit und Kraft.

Die wird jetzt frei für Besseres
und kann positiv eingesetzt werden.

 

Der zweite Schritt ist:

bereit zu werden, Hilfe anzunehmen,

anzuerkennen, dass es jemanden gibt,
der
mehr kann als ich.
Der mir daei helfen kann,

meine Schwächen zu überwinden,
fremde Hilfe zuzulassen,

Fremden zu vertrauen,

darauf zu vertrauen,

dass sie wirklich helfen können.

 

Der dritte Schritt ist:

sich zu fragen, weshalb ich so bin,
wie ich bin,

zu erkunden,
wie mein Wesen ist und sein könnte,

zu hinterfragen,
wer oder was mich erschaffen hat.


Meinen Lebensweg und meine
Lebensziele zu überprüfen,

mein enges Ich zu überwinden,

mich für das Übernatürliche zu öffnen,

Gott zu suchen, zu finden
und auch auf ihn zu hören,

von Jesus zu lernen
und seine Vorbild zu folgen,

mein Leben an ihm neu auszurichten

und Gottes Weg für mich
mutig und in seinem Geist zu gehen.

 

Willst du gesund werden
oder willst du noch weitere Jahre

in deinem einengenden und
hoffnungslosen Siechtum verbringen.

Komme mir nicht mit der Ausrede,
du hättest keinen, der dir hilft.

Verlasse deine Lethargie!
Nehme die Hilfe an, die sich dir bietet.

Entscheide dich jetzt und tue etwas.

 

Jesus sagt auch uns:       

Steh auf und werde wieder aktiv!

Verlasse deine unbequeme Liege/Lage!

Verlasse dein lähmendes Selbstmitleid
und nehme dein Leben in beide Hände!

Gehe umher!
Du kannst mehr, als du denkst.

Ich, Jesus, gebe dir die Kraft dazu.

Und indem er das tat, wurde er gesund.

 

Übrigens, die Ärzte haben jetzt entdeckt,   

dass „körperliche Aktivität den Patienten

die Möglichkeit gibt, selbst etwas gegen

ihre Erkrankung und für ihre Genesung

zu tun“.

 

Machen wir uns vielleicht selbst krank,

weil wir unsere Krankheit akzeptieren,

weil wir krank sein wollen,

weil wir uns in ihr ausruhen,

weil wir mit Mitleid suchen

und dann auch bekommen?

 

Vielleicht sollten auch wir auf Jesus hören,

endlich aufstehen,

über unser Leid hinauswachsen,

umhergehen und anderen erzählen,

wer uns in ein neues Leben

zurückgeführt hat.

Einer von den Menschen, die dort lagen,

war schon seit 38 Jahren krank.
Als Jesus ihn sah und erfuhr, dass er schon

so lange an seiner Krankheit litt, fragte er ihn:

»Willst du gesund werden?« (Joh 5,5-6)

 

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