Was sollen wir tun?
Hallo du,
wie geht es dir, wenn du erkennst,
dass du eine leichtfertige und
folgenschwere Dummheit mit Folgen
für dich und andere begangen hast?
Mit der Wahrheit konfrontiert,
den eigenen Fehler,
die eigene Schuld erkennend,
reagieren wir tief betroffen.
Das trifft uns mitten ins Herz.
Wir erkennen schlagartig unser Versagen
und auch die Ohnmacht, den Fehler nicht
wieder gut machen zu können.
In diesen Situationen können wir
nur noch fragen:
Was sollen wir tun?
Was können wir jetzt noch tun?
Was uns passiert ist,
hat sich doch schon ausgewirkt.
Es ist unwiderruflich geschehen.
Ja, es ist geschehen,
aber es ist nicht unwiderruflich.
Fehler sind menschlich,
sie können vorkommen.
Sie können verziehen
und vergeben werden.
Aber Fehler zu wiederholen ist töricht.
Es ist nicht nur dumm,
es grenzt fast schon an Absicht.
Dauerhaft jemanden zu verletzen
ist vorsätzliche Verletzung.
Dauerhaft sich selbst zu verletzen,
ist krankhaft.
Jeder kann seine Dummheiten widerrufen,
seine Fehler einsehen und nicht wieder tun
und seine Schuld vergeben bekommen.
Wie das geschehen kann?
Durch Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit
gegenüber sich selbst und anderen,
durch Umkehr vom falschen Lebensweg,
durch Abkehr von falschen Einstellungen,
Erwartungen und Verhaltensweisen,
durch erhöhte Aufmerksamkeit für
und Achtung vor anderen,
durch Entschuldigung bei den Betroffenen
und durch Wiedergutmachung, soweit sie
möglich ist.
Was großzügige Vergebung ermöglicht, ist:
die Anerkennung eigenen Versagens,
das ‚erneut die Gemeinschaft suchen’,
das ‚Sich dazu bekennen’,
das ‚Verantwortung dafür übernehmen’,
das ‚Sich bessern wollen’,
denn niemand ist fehlerfrei und jeder ist
irgendwann auf die gleiche Vergebung
angewiesen.
Wie ist es aber, wenn wir uns
gegen Gott versündigen,
seine Gebote und Regeln nicht beachten
oder gar ablehnen?
Wenn wir ihn ablehnen
oder uns von ihm abwenden?
Wenn wir ihn bewusst oder unbewusst
beschimpfen, verleumden oder ablehnen?
Gott ist da sehr souverän.
Es lässt uns tun, was wir für richtig halten.
Er lässt uns in die Irre laufen, weil er weiß,
dass wir dauerhaft unter der
Trennung leiden,
dass wir ohne ihn und seine Liebe
und Führung nicht auskommen,
dass wir täglich seine Gnade
und Vergebung brauchen,
dass wir inneren Frieden
und Ausgeglichenheit brauchen,
um echte Freude zu empfinden,
um uns wohl zu fühlen
und um glücklich zu sein.
Er hofft und weiß,
dass wir ihn irgendwann einsichtiger
und reumütig suchen,
ihn um Vergebung und Zuwendung bitten
und zu ihm zurückkommen wollen.
Er hat zugesagt, sich finden zu lassen,
uns beizustehen, uns neu auszurichten,
wenn wir uns ändern wollen,
wenn wir dauerhaft mit ihm verbunden
sein wollen,
wenn wir eine feste, vertrauensvolle
Beziehung mit ihm eingehen wollen.
Er hat zugesagt, uns zu vergeben,
wenn wir uns zu ihm bekennen,
wenn wir uns taufen lassen,
d.h. uns von ihm reinigen,
unsere Sünde von ihm abwaschen,
wegnehmen und beseitigen lassen
und wenn wir
unser Wollen ihm unterstellen,
dann gibt er uns die Gabe,
in seinem liebenden Geist zu denken
und zu handeln und er gibt Gelegenheiten
und Aufgaben, uns darin zu bewähren.
Wir werden durch jedes Wort,
das uns ins Herz trifft
oder das uns etwas über uns
oder ihn offenbart, weiter zu ihm gezogen.
Wir werden neu ausgerichtet,
durch jede geistliche Erkenntnis,
die uns in der Beschäftigung
mit ihm und Jesus klar werden.
Wir werden verwandelt bei jedem Schritt,
den wir aktiv in die neue Richtung gehen,
den wir in der Nachfolge mit ihm gehen.
Wir werden gekräftigt, befähigt
und gesegnet bei jedem Tun,
das wir ganz selbstverständlich
liebevoll und selbstlos ausführen,
im Vertrauen auf Gott
und seine Unterstützung und Führung.
„Tief betroffen wollten die Zuhörer von
Petrus und den anderen Aposteln wissen:
«Brüder, was sollen wir tun?» –
„Kehrt jetzt um und lasst euch taufen
auf Jesus Christus; lasst seinen Namen
über euch ausrufen und bekennt euch
zu ihm – jeder und jede im Volk!
Dann wird Gott euch eure Schuld vergeben
und euch seinen Heiligen Geist schenken.
Denn was Gott versprochen hat, ist für
euch und eure Kinder bestimmt und für alle,
die jetzt noch fern sind und die der Herr,
unser Gott, hinzurufen wird“.
(Offb 2,37 – 39)
