Das Wort Gottes ist lebendig und kräftig
Hallo Du,
Worte können beleidigen, verärgern,
verletzen, verleumden und Rufmorden,
sie können aber auch beistehen, trösten,
ermutigen, kräftigen und heilen.
Weil sie etwas bewirken,
weil sie in uns wirken und uns verändern,
sind sie lebendig.
Sie haben Kraft und Einfluss auf uns.
Sie gelangen durch die Ohren
in unsere Schaltzentrale, in unseren Kopf,
verbinden sich dort mit unserem Verstand
und unseren Gefühlen und beeinflussen
unser Denken, Wesen und Verhalten.
Sie treffen uns mitten ins Herz
und machen Betroffen.
Worte beeinflussen uns umso stärker,
je mehr Vertrauen wir zu dem Menschen haben,
der sie sagt oder, der sie uns persönlich sagt.
Wir reagieren umso stärker auf sie,
je mehr sie unserem Seelenzustand entsprechen,
je mehr sie uns treffen, unser Ich betreffen,
je besser sie auf uns zutreffen,
je stärker sie in uns auf etwas treffen, was empfindsam ist,
was sich verstecken möchte, was unerkannt sein möchte.
Gegen verbale „Angriffe“ schützen wir uns,
indem wir die Sager entwerten
und ihnen unser Vertrauen entziehen,
sie nicht mehr ernst nehmen,
uns von ihnen zurückziehen.
Wir fühlen uns verletzt.
Wir wurden in unserer „Unantastbarkeit“
und „Selbstbestimmung“ angegriffen.
Einige unserer Persönlichkeits- und Charakterzüge
werden in Frage gestellt.
Unser Selbstbild, unsere Ehre und Eitelkeit,
unsere Werte und Einstellungen,
auch unser Stolz und unsere Selbstbehauptung
werden hinterfragt.
Und Kritik mögen wir nicht, auch nicht,
wenn sie uns helfen könnte.
Der Ton macht die Musik;
und den richtigen Ton findet nur der,
der sensibel auf den Anderen
und seine Sorgen, Nöte eingeht,
der sich nicht aufdrängt,
der nicht bewertet, der nicht verurteilt,
der warten kann und Zeit lässt,
der versteht und beisteht.
Man lässt nur zu, wem man vertraut
und von dem man hofft und glaubt,
dass er helfen kann und wird.
Meist ist das jemand, von dem man
noch nicht verletzt wurde,
der keine eigenen Interessen hat
und der das Wissen um unsere Schwäche
nicht missbraucht.
Es ist gut, einen Menschen zu haben,
dem man vertraut,
der in der Not da ist, zuhört und filtert hilft,
der mit klarer Sicht berät, ermutigt und durchträgt,
aber, alle Menschen sind fehlbar.
Da gibt es aber jemanden,
der uns sehr gut kennt, nämlich unser Schöpfer.
Er hat uns erschaffen, damit wir leben.
Er hat kein Interesse daran,
dass wir verletzt werden oder uns selbst verletzen.
Er möchte nicht,
dass wir gequält werden oder uns quälen.
Er möchte, dass wir sorglos leben,
lebensfroh und ihm dankbar sind.
Er würde uns nie verletzen,
beleidigen oder schädigen.
Alles was er für uns tut, ist gut, weitsichtig und weise.
Ihm können wir ohne Vorbehalte vertrauen.
Ihm können wir unser Herz ausschütten.
Ihm können wir unsere Geheimnisse anvertrauen.
Vor ihm brauchen wir uns nicht zu verstellen oder
zu verschließen und ihm können wir nichts verheimlichen,
denn er kennt uns durch und durch und er weiß,
was uns bedrückt und bedrängt
und er weiß auch,
wie wir da wieder heraus kommen.
Sein Wort ist die Medizin, die wir brauchen.
Er ist der Arzt, den wir ungeliebte Wahrheiten sagen lassen,
damit uns geholfen wird,
damit wir (uns) überwinden,
damit wir wieder ins Gleichgewicht kommen.
Seine Worte lassen wir zu.
Sie dürfen uns treffen und sie verletzen trotzdem nicht,
weil sie nicht erzwingend sind, weil sie aus Liebe sind,
weil sie Liebe sind,
weil er für mich ist, weil er das Beste für mich möchte.
„Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig
und schärfer als jedes zweischneidige Schwert
und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist,
auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken
und Sinne des Herzens. Und kein Geschöpf ist vor ihm
verborgen, sondern es ist alles bloß und aufgedeckt
vor den Augen Gottes, dem wir Rechenschaft geben
müssen.“ (Hebr 4,12-13)
Gottes Wort wird in uns wirksam.
Es wird in uns lebendig und befähigt uns zur Veränderung.
Es trennt die Dinge in uns, die nicht zusammen gehören
und es trennt von uns, was uns belastet und schädigt.
Es zeigt uns unser wahres Gesicht,
wer und was wir wirklich sind und was nicht.
Es macht das Gute und Böse in uns sichtbar,
trennt es voneinander und ermöglicht,
uns neu zu orientieren, unser Leben neu zu gestalten.
Es gibt uns Erkenntnis über uns selbst
und neue Orientierung, eine Wegweisung
in ein anderes, schöneres und besseres Leben.
Es zeigt uns, wer Gott für uns ist und sein möchte.
Es zeigt uns, was Jesus für uns getan hat
und worunter wir leiden.
Es zeigt uns den Weg der Genesung,
den Weg zu unserem wahren Wesen,
den Weg zu Gott.
Es ist gut, wenn die Wahrheit an den Tag kommt,
wenn das Gift von Selbstlüge, Stolz, Hochmut,
Eitelkeit, Selbstgerechtigkeit oder Minderwertigkeit
aufgedeckt wird und wenn der Eiter der Verletzung,
der Wut, der Aggression und des ablehnenden
Hasses abfließen kann.
Es ist gut, wenn wir unsere Fehleinstellungen
erkennen und korrigieren können.
Es ist gut, von alten Lasten, Hindernissen
und Geschwüren befreit zu werden.
Es ist gut, die Gedanken und die Gesinnung zu prüfen,
Klarheit über sich selbst zu bekommen
und innerlich gereinigt zu werden,
damit das Gute in uns wachsen und wirksam werden kann.
Es ist gut, endlich mit Gott und aus Gott zu leben,
weil das unsere Bestimmung ist,
weil das unserem Leben Sinn gibt,
weil uns das freundlich, glücklich,
ausgeglichen und zufrieden macht.
