Der Mensch wird allein durch Glauben gerechtfertigt
Hallo Du,
da wird einem doch immer wieder gesagt:
Das ist richtig und jenes ist falsch;
mach dies und mach das,
dann wirst du eine große Nummer,
dann erreichst du das Höchste,
dann wirst du keine Probleme (mehr) haben,
dann wirst du gesund.
Und in Christenkreisen wird man gefragt:
Kennst du Gott?
Weißt du, was Jesus für dich getan hat?
Hörst du (auf) den Heiligen Geist?
Welchen Dienst tust du für den Herrn.
Viele denken, dass wir etwas machen müssen,
um etwas zu bekommen. Das ist völlig falsch.
Wer für Lohn etwas tut, macht sich vom Lohn abhängig.
Wer für seinen Freund oder seine Freundin etwas tut,
macht sich von dessen oder deren Gunst abhängig.
Wer aufgrund seiner Anstrengungen und Leistungen
etwas erwartet, wird es nicht bekommen; es sei denn,
er leistet es für jemanden, der ihm wenig gibt,
um dann von ihm mehr und immer mehr zu bekommen.
Dann arbeitet er für jemanden, der ihn ausnutzt
und letztlich ist er der Dumme.
In der Welt kommt es auf eine klare Geschäftsgrundlage an:
Für eine definierte Arbeit in einer vorgegebenen Zeit
erhalten wir den dazugehörigen Lohn.
Der steht uns zu. Den haben wir uns verdient,
den dürfen wir beanspruchen.
Bei Gott aber ist das anders.
Die Forderungen des Gesetzes und das Einhalten von
Vorschriften lassen uns lediglich unsere Begrenztheit
und Sündhaftigkeit erkennen.
Wir können uns anstrengen wie wir wollen,
wir können sie nicht alle halten und
schon gar nicht dauerhaft.
Doch wie kommen wir zu dem von uns so ersehnten
Gotteslohn von Liebe, Vergebung und Frieden?
Jesus zeigt uns den Weg:
Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht umkehrt und
werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich
kommen. (Mt 18,2-3)
Was meint er damit?
Kinder können noch nichts leisten.
Was sie aber haben ist Vertrauen, das ist ihre große Stärke.
Und dieses Vertrauen ehrt den, dem es entgegengebracht wird.
Sie sind sich ganz gewiss, dass Mama oder Papa für sie da sind.
Sie sind auf die Eltern und deren Fürsorge angewiesen.
Sie leisten nichts, doch sie vertrauen.
Dieses natürliche Vertrauen, dieser ungezwungene Glaube
an die Güte der Eltern, ehrt sie und ermöglicht deren Liebe und Hilfe.
Gott ist unser himmlischer Vater.
Wer ihm vertraut, wer an seine Güte glaubt, die uns in Jesus Christus
begegnet, ehrt ihn und ermöglicht seine Liebe und Hilfe.
Durch unsere bittende Hilfsbedürftigkeit und unser Vertrauen
in seine gütige Hilfe kommen wir mit ihm ins Reine.
Allein durch unser Gottvertrauen werden wir entlastet
und in Schutz genommen. Nur durch unseren Glauben werden wir
von ihm entschuldigt und rehabilitiert. Allein der Glaube öffnet ihm
die Tür zu dir, und für dich, zu ihm.
Hören wir doch auf, anderen zu sagen, was (unserer Meinung nach)
richtig oder falsch ist oder was sie zu tun und zu lassen haben, um
in Gottes Gnade und das neue Leben zu kommen oder gar, was die
rechte Lehre ist.
Wecken wir besser ihren Glauben.
Zeigen wir ihnen unseren Glauben
und was er in uns und an uns bewirkt.
Unser großer, biblischer Ahnherr Abraham wurde nicht
aufgrund eigener Leistungen von Gott auserwählt.
Über ihn steht geschrieben (1.Mo 15,6):
Abraham glaubte Gott!
Der Glaube wird dann von selbst zum Tun,
denn schon der Glaube verändert.
Wenn ihr etwas (geworden) seid, dann seid ihr es nur
aus der Kraft und Gemeinschaft mit Jesus Christus.
Er allein ist uns nach Gottes Willen alles geworden:
Weisheit, Gerechtigkeit, Heiligung und Erlösung.
(1.Kor 1,30)

