Was ‚kostet‘ die Nachfolge Jesu und ‚lohnt‘ sie sich?
Hallo Du,
es sei mir gestattet, zur Verdeutlichung der Vorteile des Christseins, in diesem Beitrag einmal eine sehr menschliche ‚Kosten-Nutzen-Betrachtung‘ für die Nachfolge Jesu anzustellen.
Immerhin ist es nicht leicht, das gewohnte weltliche Leben für ein geistliches Glaubensleben aufzugeben, dessen Nach- und Vorteile wir noch nicht kennen. Für Unerfahrene ist es schließlich eine ziemliche Herausforderung, ein nahezu unkalkulierbares Risiko, auf die eigene Sicherheit und Kontrolle zu verzichten und allein auf die Weisheit und Allmacht Gottes zu bauen sowie auf die Liebe, Treue, Güte, Gnade, Barmherzigkeit und Zuverlässigkeit von Jesus.
Für einen solchen Systemwechsel brauchen Menschen gute Gründe. Häufig sind es ‚Schicksalsschläge‘ wie Verlust, Krankheit, Aussichtslosigkeit oder Zusammenbruch, manchmal auch erlebte Sinnlosigkeit, Überlastung und Ohnmacht oder Halt- und Hilfsbedürftigkeit.
Auf der Suche nach Veränderung, Verbesserung und innerem Frieden kommen wir letztlich nicht an der Frage nach Gott und seine Hilfe und Unterstützung vorbei.
Wer mit den weltlichen Zielen, Werten, Einstellungen und Erwartungen nicht mehr klarkommt und sie infrage stellt, beginnt an sich, an seiner Existenz und seinem Lebenszweck zu zweifeln. Das ist fatal, denn es geht ums Sein und Überleben. Es geht ums ‚Wie weiterleben?‘. In solchen Situationen hat man den Mut, Alternativen zu suchen, Altes loszulassen und Neues zu wagen, Halt und Führung bei Gott zu suchen, zu finden und Jesus Christus nachzufolgen. Erst versuchsweise, später überzeugt.
Viele Menschen sind diesen Weg schon gegangen und haben es nicht bereut. Sie haben Antworten und Erkenntnisse gewonnen, die ihnen bislang im alten Denken verwehrt waren. Sie haben einen ‚Lohn‘, eine Fülle von Belohnungen gefunden und erhalten, nicht zuletzt Freude, Gelassenheit, Zufriedenheit, neuen Lebenssinn, tiefen inneren Frieden und ungeahnte Inspiration. Sie haben ein neues, beglückendes geistiges und geistliches Zuhause in der Familie Gottes gefunden.
Jesus ruft alle zu sich
In Mt 11,28-30; NGÜ ruft Jesus allen überlasteten und verzweifelten Menschen (und nicht nur denen) zu:
„Kommt zu mir, ihr alle, die ihr euch plagt und von eurer Last fast erdrückt werdet; ich werde sie euch abnehmen. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir, denn ich bin gütig und von Herzen demütig. So werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. Denn das Joch, das ich auferlege, drückt nicht, und die Last, die ich zu tragen gebe, ist leicht.«
Im übertragenen Sinn steht das Joch, das Lastentragegestell auf der Schulter, für das, was unser Leben lenkt, prägt und einengt – also für das, woran wir gebunden sind, beispielsweise an Regeln, Pflichten, Verträge, Vorschriften oder Gesetze aber auch Gottes Gebote.
Die Last meint alles, was wir im Leben tragen, beispielsweise Sorgen, Nöte, Schuld, Ansprüche, Erwartungen und Anforderungen in Gruppen oder im Beruf, aber auch die Aufgaben, die Gott uns gibt.
Im Grunde dienen alle Gebote und Aufgaben Gottes dem sozialen Miteinander, dem gegenseitigen Respekt, der Akzeptanz, der Toleranz untereinander sowie dem gelingenden mitmenschlichen Zusammensein und Zusammenwirken.
Das Besondere am Joch Jesu und seiner Last ist: Jesus trägt mit. Er lädt uns ein, unser Leben mit ihm zu teilen. Er nimmt uns nicht alle Belastungen ab, (das würde uns unselbständig machen), aber er trägt sie mit uns bis eine Lösung gefunden ist.
Mehr noch, die Last, die er uns überträgt, ist individuell passend auf uns zugeschnitten. Sie überfordert uns nicht. Sie könnte bspw. aus Vertrauen, Treue oder Gehorsam bestehen, aus Liebe, Liebe, Freude und Frieden; Geduld, Freundlichkeit und Güte; Treue, Nachsicht oder Selbstbeherrschung.
Im Gegensatz zu beruflichem oder gesellschaftlichem Druck, übt Jesus keinen Zwang aus. Er kennt unsere Grenzen und weiß um unsere inneren Hemmungen und Hürden. Wo wir selbst etwas noch nicht schaffen, unterstützt er uns. Wogegen wir uns noch versperren, schenkt er Erbarmen und Kraft zur Überwindung. Seine Ruhe, Güte und Gnade überragen alles. Wir selbst entscheiden frei über unsere jeweiligen Glaubensschritte und geistliche Lernfortschritte.
Jesus nachfolgen
In Matthäus 16,24; L) sagt Jesus zu seinen Jüngern: „Will jemand mir nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“
„Sich selbst verleugnen“. – Was bedeutet das?
Das klingt erst einmal ziemlich hart. Gemeint ist: Stelle nicht mehr dich und deine Begierden, Lüste, Wünsche und Vorstellungen ins Zentrum, sondern nun Jesus. Setze Gott als Autorität, Bezugsperson und oberste, maßgebende Instanz an die erste Stelle in deinem Leben.
Manchmal bedeutet ‚Sich selbst zu verleugnen‘ auch, eigene Rechte zurückzustellen und auf die Dinge zu verzichten, die uns wichtig sind, die aber mit Gottes Willen kollidieren.
Sich selbst verleugnen heißt auch, das „alte Leben“ mit den liebgewonnenen Gewohnheiten und evtl. bewussten oder unbewussten Sünden hinter sich zu lassen und sich von Jesus zum Besseren verändern zu lassen.
Es heißt auch, die Kontrolle abzugeben und darauf zu vertrauen, dass Gottes Wege immer besser sind als die Eigenen – auch wenn wir sie nicht immer verstehen.
Praktisch könnte das sein, Anderen zu vergeben, auch wenn es schwerfällt. Oder: Zeit, Geld oder Komfort für andere oder für Gottes Sache einzusetzen. Oder: Eigene Pläne zurückstellen, wenn Gott uns anders führt.
„Nehme dein Kreuz auf dich“. – Was bedeutet das?
Das Kreuz war damals ein Symbol für Leid, Schande und Tod. Jesus ruft uns auf, auch Schwierigkeiten, Ablehnung oder Nachteile zu tragen, die auftreten, weil wir zu ihm gehören. Andere verstehen unseren Glauben, unser Denken, Reden, Verhalten und Handeln nicht, was uns in ihren Augen zu Spinnern und Außenseitern macht, was sie uns ausgrenzen lässt. Unsere Überzeugung ist uns wichtiger, als deren Meinung.
Es bedeutet auch dann treu zu Jesus zu stehen, wenn es unbequem, unpopulär oder sogar gefährlich wird, wenn Widerstände und Bedrohungen aufkommen.
Das Kreuz auf sich nehmen heißt auch, Jesus kompromisslos nachzufolgen – auch wenn es Opfer oder gar das Leben kostet.
Das Kreuz auf sich zu nehmen ist keine einmalige Sache, sondern eine tägliche Entscheidung. Es bedeutet, Jesus über alles zu stellen.
Praktisch kann das bedeuten, für den Glauben belächelt zu werden oder auf Karrierechancen zu verzichten. Auch, ehrlich zu bleiben, wenn es Nachteile bringt, oder schwierige Beziehungen nicht allzu schnell aufzugeben.
„Folge mir nach“. – Was bedeutet das?
In 1.Petrus 2,21 heißt es: „Denn dazu seid ihr berufen; denn auch Christus hat für euch gelitten und euch ein Beispiel hinterlassen, damit ihr seinen Fußspuren nachfolgt.“
Jesus nachzufolgen bedeutet, sich an seinem Leben, seinen Worten und seinem Charakter zu orientieren und sich ihn zum Vorbild zu nehmen.
Nachfolge bedeutet auch, auf Jesus zu hören, ihm zu vertrauen und seinen Willen über den eigenen zu stellen – auch wenn es herausfordernd ist.
Jesus nachzufolgen bedeutet ebenfalls, eine enge persönliche Beziehung herzustellen, bspw. im Gebet, im Bibellesen und/oder im Alltag.
Es heißt auch, sich von ihm senden zu lassen, anderen von ihm zu erzählen und seine Liebe praktisch weiterzugeben (Matthäus 28,19-20).
Jesus nachzufolgen beinhaltet, im Umgang mit anderen barmherzig zu sein, ehrlich zu leben, zu vergeben oder mutig für seinen Glauben einzustehen. Nachfolge bedeutet, bereit zu sein, auch Schwierigkeiten, Leid oder Verzicht um Jesu willen zu tragen.
„Wer sein Kreuz nicht trägt“ – Was alles könnte dieses Kreuz sein?
Jesus sagt in Lukas 14,27: „Wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt, der kann nicht mein Jünger sein.“
Beim ‚Kreuztragen‘ geht es nicht um kleine Alltagsprobleme, sondern um die völlige Hingabe, um die Bereitschaft, alles Alte für Jesus aufzugeben, für ein neues Leben mit ihm.
Das ‚Kreuz‘ ist auch kein selbstauferlegtes Leiden, sondern das, was uns in der Nachfolge Jesu willen an Schwierigkeiten begegnet. Wir ertragen die als Ausdruck unserer Hingabe und Treue.
Was könnte dieses ‚Kreuz‘ heute konkret bedeuten?
Beispielsweise:
Ablehnung oder Spott wegen deines Glaubens:
Vielleicht wirst du in der Schule, am Arbeitsplatz oder sogar in der Familie ausgelacht oder nicht ernst genommen.
Verzicht auf Ansehen oder Karriere:
Du entscheidest dich, ehrlich zu bleiben, auch wenn es Nachteile bringt.
Leiden für den Glauben:
In manchen Ländern bedeutet Nachfolge echte Verfolgung, Gefängnis oder Schlimmeres.
Eigene Wünsche zurückstellen:
Du gibst Dinge auf, die dir lieb sind, weil Jesus dich anders führt.
Konflikte mit alten Gewohnheiten:
Das „Kreuz“ kann auch bedeuten, gegen eigene Schwächen und Versuchungen zu kämpfen.
Dienen, wo es schwerfällt:
Menschen lieben und vergeben, die dich verletzt haben.
Unpopuläre Entscheidungen treffen:
Du stehst für biblische Werte ein, auch wenn du damit gegen den Strom schwimmst.
Verlust von Freundschaften:
Manche Beziehungen verändern sich oder zerbrechen, weil du Jesus nachfolgst.
Verzicht auf Vergeltung:
Du vergibst, obwohl du verletzt wurdest, und verzichtest auf Rache.
Geduldig bleiben in schwierigen Lebensphasen:
Krankheit, Arbeitslosigkeit oder familiäre Probleme im Vertrauen auf Gott durchstehen.
Sich für Gerechtigkeit einsetzen, auch wenn es unbequem ist:
Du stehst auf für Schwache, auch wenn es dich selbst etwas kostet.
Eigene Pläne loslassen:
Du gibst deine Lebensplanung in Gottes Hand, auch wenn das Unsicherheit bedeutet.
Sich für andere einsetzen, ohne Anerkennung zu bekommen:
Du dienst im Verborgenen, ohne Lob oder Dank zu erwarten.
Standhaft bleiben bei Versuchungen:
Du sagst „Nein“ zu Dingen, die dich von Jesus wegführen würden.
Einsamkeit aushalten:
Weil du mit deinen Überzeugungen manchmal allein dastehst.
Unverständnis oder Kritik von der eigenen Familie:
Wenn Angehörige deinen Glauben nicht teilen oder ablehnen.
Berufliche Nachteile in Kauf nehmen:
Du verzichtest auf bestimmte Jobs oder Aufstiegsmöglichkeiten, weil sie mit deinem Glauben nicht vereinbar sind.
Finanzielle Opfer bringen:
Du gibst großzügig für Gemeinde, Mission oder Bedürftige, auch wenn es dich einschränkt.
Zeit und Kraft investieren:
Du engagierst dich für andere, obwohl du selbst erschöpft bist.
Eigene Fehler eingestehen und um Vergebung bitten:
Demut zeigen, auch wenn es Überwindung kostet.
Standhaft bleiben in Glaubenszweifeln:
Du hältst an Jesus fest, auch wenn du gerade wenig spürst oder verstehst.
Sich für Wahrheit einsetzen:
Du sprichst die Wahrheit aus, auch wenn es unbequem ist oder Gegenwind bringt.
Unser Kreuz zu tragen, erfordert Liebe, Sanftmut, Langmut und Kraft. Ebenso im Inneren Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Nachsicht, Bescheidenheit, Rücksichtnahme und Selbstbeherrschung, die wir nicht aus eigenem Wollen aufbringen können. Deshalb werden sie in uns durch den Geist Gottes immer stärker bewirkt.
Was ‚kostet‘ uns die Nachfolge Jesu?
In einer sehr menschlichen Kosten-Nutzen-Betrachtung seien einmal die Nachteile und Vorteile der Nachfolge Jesu benannt. Die Nachfolge kostet bspw.:
Hingabe an Jesus als Herrn
Jesus steht an erster Stelle, vor allem anderen (Lukas 14,26).
Bereitschaft zum Verzicht
Aufgeben von Besitz, Sicherheit, Komfort (Lukas 18,28-30).
Tragen des eigenen Kreuzes
Leiden, Ablehnung, Spott oder Verfolgung ertragen (Lukas 9,23).
Loslassen alter Bindungen
Familie, Freunde oder Gewohnheiten können in den Hintergrund treten (Matthäus 10,37).
Lebensstil nach Gottes Willen
Entscheidungen, Werte und Prioritäten ändern sich (Römer 12,2).
Dienen und Demut
Nicht mehr das eigene Wohl, sondern Gottes Reich und andere Menschen stehen im Mittelpunkt (Markus 10,43-45).
Tägliche Selbstverleugnung:
Jesus sagt: „Wer mir nachfolgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach.“ (Lukas 9,23) Das bedeutet, eigene Wünsche und Vorstellungen immer wieder zurückzustellen.
Vergebung üben:
Nachfolger Jesu sind aufgerufen, anderen zu vergeben, auch wenn es schwerfällt (Matthäus 18,21-22).
Großzügigkeit leben:
Teilen mit Bedürftigen, auch wenn es Opfer kostet (2. Korinther 9,7).
Zeit investieren:
Zeit für Gebet, Bibellesen, Gemeinschaft und Dienst an anderen (Apostelgeschichte 2,42).
Bereitschaft, sich verändern zu lassen:
Jesus formt unseren Charakter, was manchmal schmerzhaft sein kann (Römer 8,29).
Zeugnis geben:
Den Glauben offen bekennen, auch wenn es Ablehnung bringt (Apostelgeschichte 1,8).
Geduld und Ausdauer:
Dranbleiben, auch wenn es schwierig wird (Jakobus 1,12).
Geistliche Disziplinen pflegen:
Regelmäßiges Gebet, Bibellesen und Fasten stärken die Beziehung zu Jesus (Matthäus 6,6; Psalm 1,2).
Sich in der Gemeinde engagieren:
Mitarbeit und Gemeinschaft mit anderen Christen (Hebräer 10,24-25).
Sich unter Gottes Wort stellen:
Korrektur und Ermahnung annehmen, auch wenn es unbequem ist (2. Timotheus 3,16).
Versöhnung suchen:
Aktiv Frieden stiften und Konflikte klären (Matthäus 5,9; Römer 12,18).
Sich für Gerechtigkeit einsetzen:
Für Schwache und Benachteiligte eintreten (Sprüche 31,8-9; Micha 6,8).
Sich nicht von der Welt bestimmen lassen:
Werte und Maßstäbe der Bibel über gesellschaftliche Trends stellen (Römer 12,2).
Sich auf Gottes Führung verlassen:
Auch in Unsicherheit und Ungewissheit vertrauen (Sprüche 3,5-6).
Sich selbst und andere lieben:
Das Doppelgebot der Liebe leben (Matthäus 22,37-39).
Dankbarkeit bewahren:
Auch in schwierigen Situationen dankbar bleiben (1. Thessalonicher 5,18).
Sich von Gottes Geist leiten lassen:
Auf die Führung und Impulse des Heiligen Geistes achten (Galater 5,25).
Sich für Schwache einsetzen:
Kranke besuchen, Bedürftigen helfen, Einsame begleiten (Matthäus 25,35-36).
Verantwortung übernehmen:
Im Alltag und Beruf integer und zuverlässig handeln (Kolosser 3,23).
Sich selbst prüfen:
Das eigene Leben immer wieder im Licht von Gottes Wort reflektieren (2. Korinther 13,5).
Mit Freude dienen:
Die Aufgaben, die Gott gibt, mit Freude und nicht aus Pflichtgefühl tun (Psalm 100,2).
Sich von Gottes Liebe erfüllen lassen:
Die Identität als geliebtes Kind Gottes annehmen und daraus leben (1. Johannes 3,1).
Glauben weitergeben:
Den eigenen Glauben an die nächste Generation oder an Freunde weitergeben (2. Timotheus 2,2).
Und was ist der Lohn (der Nutzen) für die Nachfolge?
In Markus 10, 29-30 (NGÜ) sagt Jesus: »Ich sage euch: Jeder, der um meinetwillen und um des Evangeliums willen Haus, Brüder, Schwestern, Mutter, Vater, Kinder oder Äcker zurücklässt, bekommt alles hundertfach wieder: jetzt, in dieser Zeit, Häuser, Brüder, Schwestern, Mütter, Kinder und Äcker – wenn auch unter Verfolgungen – und in der kommenden Welt das ewige Leben.
Jesus verspricht seinen Nachfolgern vielfältigen Lohn auch schon im irdischen Leben: Wer um Jesu willen etwas aufgibt, wird vielfach beschenkt. Nicht unbedingt mit materiellem Reichtum, sondern oft mit neuen Beziehungen in geistlichen Gemeinschaften, mit Freude und einem tieferen Lebenssinn, mit innerem Frieden und Geborgenheit in Gott sowie mit der elementaren Erfahrung von Gottes Fürsorge, Führung und Versorgung.
Das größte Geschenk aber ist das ewige Leben bei Gott – eine Hoffnung, die alles übertrifft, was wir bereits im Diesseits erleben.
Jesus verspricht keinen Wohlstand und kein sorgenfreies Leben, sondern echte und bleibende Erfüllung. Auch wenn die Nachfolge etwas kostet: Gott gibt immer mehr zurück, als wir geben können.
Jesus spricht in Matthäus 19,27-30 ganz direkt über den „Lohn“ der Nachfolge.
Petrus sagte zu Jesus: »Du weißt, wir haben alles zurückgelassen und sind dir nachgefolgt. Was werden wir dafür bekommen?«
Jesus erwiderte, zu allen Jüngern gewandt: »Ich sage euch: Wenn der Menschensohn in der zukünftigen Welt in königlichem Glanz auf seinem Thron sitzt, werdet auch ihr, die ihr mir nachgefolgt seid, auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten.
Und jeder, der um meines Namens willen Häuser, Brüder, Schwestern, Vater, Mutter, Kinder oder Äcker zurücklässt, wird alles hundertfach wiederbekommen und wird das ewige Leben erhalten].
Aber viele, die jetzt die Ersten sind, werden dann die Letzten sein, und viele, die jetzt die Letzten sind, werden dann die Ersten sein.« (NGÜ)
Die Bibel zeigt uns verschiedene Aspekte von Lohn. Hier einige davon:
1. Ewiges Leben: Das größte Geschenk ist das ewige Leben bei Gott: „…der wird das ewige Leben erben.“ (Matthäus 19,29). Das bedeutet: Gemeinschaft mit Gott, ohne Trennung, Schuld oder Tod – das Ziel, für das wir geschaffen sind.
2. Gemeinschaft mit Jesus: Nachfolge bedeutet, mit Jesus zu leben, ihn immer besser kennenzulernen und seine Liebe zu erfahren (Johannes 17,3).
3. Himmlische Belohnung und Anerkennung: Jesus verspricht seinen Jüngern besondere Aufgaben und Ehre im kommenden Reich: „…werdet auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten.“ (Matthäus 19,28). Auch wir dürfen auf Anerkennung und Aufgaben im Himmel hoffen (2. Timotheus 4,8).
4. Hundertfache Vergeltung schon jetzt: Jesus sagt, dass alles, was wir für ihn aufgeben, vielfach zurückkommt – oft in Form von neuer Gemeinschaft, Sinn und Freude: „…der wird es hundertfältig empfangen…“ (Matthäus 19,29)
5. Neue Identität und Sinn: Wir bekommen eine neue Identität als Gottes Kinder (Römer 8,16-17) und einen Sinn, der über alles Irdische hinausgeht.
6. Friede Gottes: Jesus schenkt einen tiefen, übernatürlichen Frieden, der unabhängig von äußeren Umständen ist: „Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch.“ (Johannes 14,27)
7. Freude trotz Schwierigkeiten: Nachfolge bringt eine Freude, die nicht von äußeren Dingen abhängt: „Dies habe ich zu euch geredet, damit meine Freude in euch sei und eure Freude vollkommen werde.“ (Johannes 15,11)
8. Hilfe und Führung durch den Heiligen Geist: Der Heilige Geist wohnt in uns, tröstet, leitet und befähigt uns: „Der Beistand aber, der Heilige Geist, … der wird euch alles lehren.“ (Johannes 14,26)
9. Zugang zu Gottes Vaterherz: Wir dürfen Gott als unseren liebenden Vater ansprechen: „Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen … sondern den Geist der Kindschaft, durch den wir rufen: Abba, Vater!“ (Römer 8,15)
10. Teil einer weltweiten Familie: Wir gehören zur Gemeinschaft aller Gläubigen, weltweit und durch alle Zeiten: „Denn wie wir an einem Leib viele Glieder haben … so sind wir viele ein Leib in Christus.“ (Römer 12,4-5)
11. Sinnvolle Aufgaben und Berufung: Gott schenkt jedem Nachfolger Gaben und Aufgaben, die Sinn und Erfüllung bringen (1. Korinther 12,4-7).
12. Vergebung aller Schuld: Durch Jesus sind wir vollkommen vergeben: „In ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Sünden, nach dem Reichtum seiner Gnade.“ (Epheser 1,7)
13. Freiheit von Angst und Verdammnis: Wer zu Jesus gehört, muss keine Angst mehr vor Gottes Gericht haben: „So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind.“ (Römer 8,1)
14. Kraft zum Überwinden: Gott gibt uns die Kraft, Versuchungen und Schwierigkeiten zu überwinden: „Aber in dem allen überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat.“ (Römer 8,37)
15. Hoffnung, die über das Leben hinausgeht: Wir haben eine lebendige Hoffnung, die über den Tod hinausreicht: „Gelobt sei Gott … der uns … eine lebendige Hoffnung gegeben hat.“ (1. Petrus 1,3)
16. Wachstum im Glauben und Charakter: Durch Nachfolge werden wir Jesus immer ähnlicher: „Wir alle aber … werden verwandelt in sein Bild von einer Herrlichkeit zur andern.“ (2. Korinther 3,18)
17. Gebetserhörung: Gott hört und beantwortet die Gebete seiner Kinder: „Und alles, was ihr bittet im Gebet, wenn ihr glaubt, werdet ihr empfangen.“ (Matthäus 21,22)
18. Trost in Leid und Schwachheit: Gott tröstet uns in schwierigen Zeiten: „Gelobt sei Gott … der Vater des Trostes, der uns tröstet in all unserer Bedrängnis.“ (2. Korinther 1,3-4)
19. Geistliche Früchte im Leben: Der Heilige Geist bewirkt in uns gute Eigenschaften: „Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.“ (Galater 5,22-23)
20. Schutz und Bewahrung: Gott verspricht, bei uns zu sein und uns zu bewahren: „Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit.“ (Matthäus 28,20)
21. Sinn in Leid und Herausforderungen: Selbst schwere Zeiten bekommen einen Sinn: „Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen.“ (Römer 8,28)
22. Anteil an Gottes Herrlichkeit: Wir werden an Gottes Herrlichkeit teilhaben: „Wenn aber Christus, unser Leben, offenbar wird, dann werdet auch ihr offenbar werden mit ihm in Herrlichkeit.“ (Kolosser 3,4)
23. Unvergänglicher Lohn im Himmel: Unsere Treue bleibt nicht unbeachtet: „Und wenn der oberste Hirte erscheint, werdet ihr die unverwelkliche Krone der Herrlichkeit empfangen.“ (1. Petrus 5,4)
24. Zugang zu Gottes Weisheit: Gott schenkt uns Einsicht und Orientierung: „Wenn aber jemand von euch Weisheit mangelt, so bitte er Gott, der allen gern und ohne Vorwurf gibt, so wird sie ihm gegeben werden.“ (Jakobus 1,5):
25. Freude an Gottes Wort: Gottes Wort wird zur Quelle von Freude und Kraft: „Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg.“ (Psalm 119,105)
26. Befreiung von alten Bindungen: Jesus befreit uns von dem, was uns gefangen hält: „Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei.“ (Johannes 8,36)
27. Erfüllung tiefer Sehnsüchte: Jesus stillt unseren innersten Lebensdurst: „Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, den wird in Ewigkeit nicht dürsten.“ (Johannes 4,14)
28. Beständigkeit und Halt im Wandel: Mit Jesus haben wir einen festen Anker: „Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und in Ewigkeit.“ (Hebräer 13,8)
29. Geborgenheit in Gottes Hand: Niemand kann uns von Gott trennen: „Niemand wird sie aus meiner Hand reißen.“ (Johannes 10,28)
30. Freude am Dienen: Im Dienst für Jesus erleben wir Erfüllung: „Wer mir dienen will, der folge mir nach … und wo ich bin, da soll auch mein Diener sein.“ (Johannes 12,26)
Schlusswort
Die Nachfolge Jesu ist kein leichter Weg, aber sie ist reich an Segen und Lohn – schon jetzt und erst recht in Ewigkeit. Die Bibel macht deutlich: Wer Jesus nachfolgt, gewinnt unendlich mehr, als er aufgibt. Gott schenkt uns nicht nur das ewige Leben, sondern auch Frieden, Freude, Trost, Freiheit, Sinn, eine neue Identität und tiefe Gemeinschaft – mit ihm und untereinander. Er gibt uns Kraft für Herausforderungen, Weisheit für Entscheidungen sowie Geborgenheit und Führung in allen Lebenslagen.
All diese Zusagen sind Ausdruck von Gottes Liebe und Treue. Sie laden uns ein, unser Vertrauen immer wieder ganz auf Jesus zu setzen und mutig Schritte im Glauben zu gehen. Dazu gehört auch: Mutig zu bitten und seiner Güte und Gnade grenzenlos zu vertrauen. Kleine und große Zeichen und Wunder sind seine Antworten auf unsere Bitten.
(Dieser Beitrag wurde erstellt im Zusammenwirken mit dem Chatbot des ERF-Bibleserver.)
