Pfingsten Teil 2 – Vom Heiligen Geist erfüllt

 

Hallo Du,

im Text ‚Pfingsten Teil 1 ist der letzte Satz:

Christus wird für die Welt sichtbar durch Menschen, in denen sein Geist lebt.

Nun geht es darum, sich vom Geist Gottes, dem ‚Heiligen Geist‘ erfüllen zu lassen. Wer das nicht will, wird es nicht. Doch wer es möchte, der darf auch darum bitten. Er baut dabei auf die feste Zusage Jesu, auf seine Verheißung, auf seine feierliche Ankündigung und sein verbindliches Versprechen:

„Ich will den Vater bitten, dass er euch an meiner Stelle einen anderen Helfer gibt, der für immer bei euch bleibt. (…) Der Helfer ist der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird. Er wird euch alles erklären und euch an das erinnern, was ich gesagt habe.“ (Joh 14,16.26; HfA)

Pfingsten kann das Feuer Gottes, seinen Heiligen Geist, in den Menschen entzünden, der sie mit ihm verbindet, der sie verändert, lehrt, leitet und zur Weitergabe befähigt –jeweils auf ihre Weise – damit die Welt erkennt und versteht, wer Christus ist.

 

Wichtig zu wissen ist:

Den Heiligen Geist hat man nicht, sondern man bekommt ihn. Entweder nach und nach durch Bibellese, Predigt, Gebet, Auseinandersetzung mit Glaubensfragen, oder durch Gebet und Bitten bzw. durch Segnung.

Wir können unsere geistliche Reife beispielsweise am persönlichen Ausprägungsgrad der Früchte des Heiligen Geistes erkennen.

Die Frucht hingegen, die der Geist Gottes hervorbringt, besteht in Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treu], Rücksichtnahme und Selbstbeherrschung.   (Gal 5,22-23a: NGÜ)

Der Heilige Geist hat aber noch viele weitere Auswirkungen, auf die ich im Folgenden eingehe. Meine These ist, dass dabei individuelle Merkmale wie Begabung und Berufung sowie altersbezogene Unterschiede eine Rolle spielen, weil Menschen in verschiedenen Lebensphasen andere Bedürfnisse, Möglichkeiten und Herausforderungen haben.

Diese These baut auf dem verinnerlichten Wissen, dass Gott und Jesus uns durch und durch kennen – viel besser, als wir uns selbst. Und auch darauf, dass sie sich in ihrem Geben nicht irren können, weil sie Allwissend sind.

 

1. Allgemeine Wirkungen des Heiligen Geistes (für alle Christen) sind u.a.:

Innere Erneuerung — neues Denken, neues Wollen, neues Herz; Orientierung an Christus.

Früchte des Geistes — Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.

Glaubensgewissheit — „Der Geist selbst bezeugt unserem Geist…“ (Röm 8,16).

Gebetskraft — der Geist hilft, wenn Worte fehlen (Röm 8,26).

Erkenntnis und Einsicht — Verstehen der Schrift, Unterscheidung der Geister.

Heiligung — Wachstum in Reife, Charakter, Christusähnlichkeit.

Gemeinschaft — Verbindung unter Christen, Einheit trotz Unterschiedlichkeit.

Trost und Stärkung — Paraklet: Beistand, Ermutiger, Tröster.

 

2. Spezielle Wirkungen des Heiligen Geistes (Gaben, Berufungen, Sendung)

Geistesgaben — prophetisch, lehrend, heilend, helfend, leitend, ermutigend, musisch, diakonisch.

Berufung — innere Führung zu Aufgaben, Diensten, Lebenswegen.

Sendung — Mut zum Zeugnis, Evangelisation, missionarische Klarheit.

Vom Heiligen Geist geschenkte Fähigkeiten, diese Fähigkeiten wird Christen nicht für sich selbst, sondern zum Dienst an anderen gegeben. Beispielsweise für die Gemeinde — für Aufbau, Ermutigung, Korrektur oder Leitung.

Kreative Inspiration — Musik, Gebet, Worte, Bilder, Ideen.

Kraftwirkungen — Heilung, Befreiung, besondere Stärkung in Krisen.

 

3. Altersspezifische Wirkungen des Heiligen Geistes

A. Kinder

Vertrauen — ein natürliches, unverbautes Gottvertrauen.

Staunen und Offenheit — intuitive Wahrnehmung Gottes.

Geborgenheit — Gefühl: „Ich bin geleibt und gehalten.“

Frühe Sensibilität — einfache, klare Gotteserfahrungen.

Lernfähigkeit — Bibelgeschichten prägen tief.

B. Jugendliche

Identitätsbildung — der Geist hilft, sich selbst zu finden.

Gewissensschärfung — Unterscheidung zwischen Echtem und Falschem.

Mut und Orientierung — Entscheidungen, Werte, Grenzen.

Begabungsentdeckung — erste geistliche Aufgaben werden sichtbar.

Innere Stabilisierung — Trost in Krisen, Selbstannahme.

C. Erwachsene

Verantwortungskraft — Familie, Beruf, Gemeinde tragen.

Tiefe Weisheit — reife Entscheidungen, geistliche Klarheit.

Charakterbildung — Früchte des Geistes werden sichtbar.

Berufung leben — Dienste, Leitungsaufgaben, Sendung.

Durchhaltevermögen — Kraft in Belastungen.

D. Alte Menschen

Gelassenheit — Frieden, innere Ruhe, Loslassen.

Dankbarkeit — Rückblick im Licht Gottes.

Segensfunktion — Fürbitte, Weisheit, geistliche Autorität.

Trost in Endlichkeit — Hoffnung, Ewigkeitsperspektive.

Weitergabe des Glaubens — Ermutigung für Jüngere.

 

Der Heilige Geist wirkt immer gleich in seinem Wesen, aber immer anders in seiner Form, weil er sich dem Menschen anpasst:

Kindern schenkt er Vertrauen. Jugendlichen Orientierung. Erwachsenen Verantwortungskraft. Alten Menschen Frieden und Hoffnung.

 

 

Christus wird für die Welt sichtbar durch Menschen, in denen sein Geist lebt.

Was sehen weltlich gesinnte Menschen in lebendigen Christen?

Menschen, in denen Gottes Geist lebt, wirken auf andere ungewöhnlich echt, friedlich, liebevoll und innerlich frei. Das macht sie bemerkenswert, anziehend und überzeugend, weil sie Jesus, ihr Vorbild, noch nicht kennen.

 

Was solche Christen ausstrahlen:

Tiefe Ruhe — nicht Gleichgültigkeit, sondern ein Frieden, der nicht von Umständen abhängt.

Authentische Liebe — sie sehen Menschen, nicht Funktionen oder Fehler.

Freundliche Stärke — Klarheit ohne Härte, Mut ohne Aggression.

Hoffnung — eine Zuversicht, die nicht naiv wirkt, sondern tief verwurzelt.

Würde — sie behandeln jeden Menschen als wertvoll.

Diese Ausstrahlung ist nicht „selbstgemacht“, sondern eine gereifte Frucht.

 

Was Christen bemerkenswert macht:

Gelassenheit in Krisen — sie brechen nicht zusammen, sondern bleiben innerlich gesammelt.

Vergebungskraft — sie tragen nicht nach, sondern lösen Konflikte.

Großzügigkeit — sie geben Zeit, Aufmerksamkeit, Trost, ohne Berechnung.

Integrität — sie tun das Richtige, auch wenn niemand zuschaut.

Sanftmut — eine Kraft, die nicht laut werden muss.

Weltliche Menschen spüren: Da ist etwas anders. Dieses Andere beeindruckt mich!

 

Was andere in Christen erkennen – ohne Jesus zu kennen:

„Der Mensch hat etwas, das ich nicht habe.“

„Der ist nicht so getrieben wie wir anderen.“

„Sie reagiert anders, als man erwarten würde.“

„Er hat eine Wärme, die nicht gespielt ist.“

„Sie ist ehrlich, aber nicht verletzend.“

Sie erkennen Auswirkungen, bevor sie deren Ursache kennen.

 

Was weltliche Menschen anzieht:

Echtheit — keine religiöse Fassade, sondern ein verwandeltes Herz.

Liebe ohne Bedingungen — etwas, wonach jeder Mensch sich sehnt.

Frieden, der trägt — ein innerer Ort, den viele nicht kennen.

Hoffnung, die real wirkt — nicht Optimismus, sondern Gewissheit.

Sie werden von dem angezogen, was sie selbst nicht haben und auch erzeugen können.

 

Was sie neugierig macht:

Warum ist dieser Mensch so anders?

Woher nimmt er diese Ruhe?

Wie kann sie so vergeben?

Warum strahlt er so viel Frieden aus?

Was gibt ihr diese Hoffnung?

Neugier entsteht, wenn etwas übernatürlich Menschliches sichtbar wird.

 

Was sie überzeugt:

Nicht Argumente. Nicht Dogmen. Nicht Druck. Aber Leben.

Ein Leben, das zeigt:

Liebe ist möglich.  Veränderung ist möglich. 

Heilung ist möglich. Freiheit ist möglich.

 

Und irgendwann fragen sie:

„Was ist die Quelle davon?“

„Wie kann ich daran teilhaben?“

 

 

Die ersten Schritte im Glaubensleben sind (immer und immer wieder):

Vertrauen und sich darauf einlassen.

Glauben ins Unsichtbare wagen.

Gott auszuprobieren, Jesus zu erleben.

Nach und nach von der Realität des Heiligen Geistes überzeugt werden.

Du schließlich auch dazuzugehören!

 

 

An eurer Liebe zueinander wird jeder erkennen, dass ihr meine Jünger seid. Johannes 13,35; HfA)

 

 

 

 

(Dieser Beitrag wurde in Zusammenwirken mit dem Copiloten von Microsoft erstellt.)

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