Werden wie Jesus
„Lehre mich Schritt für Schritt, nach deiner Wahrheit zu leben. Du bist der Gott, bei dem ich Rettung finde, zu jeder Zeit setze ich meine Hoffnung auf dich.“ (Psalm 25,5; HfA)
Hallo Du,
lebensbegleitend begegnet mir in Vielem immer wieder die Bibelstelle Galater 5,22-23. Sie ist mir zum Leitfaden und Maßstab geworden und ein wunderschönes Beispiel für Gottes Gnade und Wirken. „Der Geist Gottes bringt in unserem Leben nur Gutes hervor: Liebe, Freude und Frieden; Geduld, Freundlichkeit und Güte; Treue, Nachsicht und Selbstbeherrschung. Ist das bei euch so?“
Im neuen Leben durch und mit Jesus Christus werden wir nach und nach dem Bild und Wesen Jesu durch diesen Geist ähnlicher gemacht. Unser Charakter wird verändert. Unsere Ziele, Werte, Denkweisen und Verhaltensweisen werden geändert, unsere Eigenschaften werden weiter ausgeformt und die innere Haltung wird reifer.
Der Begriff „Haltung“ bezieht sich hier auf die innere Einstellung bzw. die geistige Ausrichtung, aus der ein Mensch seinem Glauben lebt. Es geht darum, inwieweit wir unser Herz und unseren Geist von Gott ausrichten lassen. In Philipper 2,5, (HfA) heißt es schlicht: „Nehmt euch Jesus Christus zum Vorbild.“
Eine christliche Haltung erfordert die Bereitschaft, Gottes Willen über den Eigenen zu stellen, in Liebe und Mitgefühl zu handeln und in schwierigen Zeiten auf Gott zu vertrauen. Unsere Haltung beeinflusst unser Verhalten, unsere Entscheidungen und unsere Beziehungen zu anderen Menschen und die zu Gott.
Der Heilige Geist hilft uns, die latent vorhandene Eigenschaften und Tugenden zu entwickeln und auszuformen. Oft ist uns nicht bewusst, wie stark sie unseren Lebensweg mitbestimmen, wir sehr sie brauchen, wie häufig wir sie einsetzen und wie leicht sie uns durch Besinnung und durch Gebet zuteilwerden.
Christliche Werte, Eigenschaften, Weisheiten, Ermutigungen, Verheißungen, Ermahnungen und Gebote (Übersetzung Hoffnung für Alle)
Die im Folgenden genannten Eigenschaften wollen dazu anregen, über das Maß ihrer Verwurzelung in uns nachzudenken und ihre Bedeutung zu erspüren, denn sie sind auch ein Ausdruck davon, inwieweit wir und von Gottes Geist leiten und formen lassen. Diese Eigenschaften sind universelle Werte, denn sie beeinflussen alle Menschen, wie sie mit sich selbst und anderen umgehen und wie sie Herausforderungen begegnen. Stimmen sie mit Gottes Willen übereinstimmen, sind wir ausgeglichen und friedfertig, gütig, verständnisvoll und von selbstloser Liebe durchdrungen:
Achtsamkeit: „Achtet also genau darauf, wie ihr lebt: nicht wie unwissende, sondern wie weise Menschen.“ (Epheser 5,15-16)
Ausdauer: „Doch nicht nur dafür sind wir dankbar. Wir danken Gott auch für die Leiden, die wir wegen unseres Glaubens auf uns nehmen müssen. Denn Leid macht geduldig, Geduld aber vertieft und festigt unseren Glauben, und das wiederum stärkt unsere Hoffnung.“ (Römer 5,3-4)
Barmherzigkeit: „Seid barmherzig, wie euer Vater im Himmel barmherzig ist!“ (Lukas 6,36)
Dankbarkeit: „Dankt Gott, ganz gleich wie eure Lebensumstände auch sein mögen. All das erwartet Gott von euch, und weil ihr mit Jesus Christus verbunden seid, wird es euch auch möglich sein.“ (1. Thessalonicher 5,18)
Demut: „Weder Eigennutz noch Streben nach Ehre sollen euer Handeln bestimmen. Im Gegenteil: Seid bescheiden und achtet den anderen mehr als euch selbst. Denkt nicht an euren eigenen Vorteil. Jeder von euch soll das Wohl des anderen im Auge haben.“ (Philipper 2,3-4)
Ehrfurcht: „Alle Weisheit beginnt damit, dass man Ehrfurcht vor dem HERRN hat. Den heiligen Gott kennen, das ist Einsicht!“ (Sprüche 9,10)
Ehrlichkeit: „Lügner sind dem HERRN zuwider, aber er freut sich über ehrliche Menschen.“ (Sprüche 12,22)
Einfühlungsvermögen: „Freut euch mit den Fröhlichen! Weint aber auch mit den Trauernden!“ (Römer 12,15)
Erbarmen: „Ihr seid von Gott auserwählt und seine geliebten Kinder, die zu ihm gehören. Darum soll jetzt herzliches Mitgefühl euer Leben bestimmen, ebenso wie Güte, Bescheidenheit, Nachsicht und Geduld.“ (Kolosser 3,12)
Fleiß: „Der Faulpelz will zwar viel, erreicht aber nichts; der Fleißige bekommt, was er sich wünscht, im Überfluss.“ (Sprüche 13,4)
Frieden: „Auch wenn ich nicht mehr da bin, wird doch der Friede bei euch bleiben. Ja, meinen Frieden gebe ich euch – einen Frieden, den euch niemand sonst auf der Welt geben kann. Deshalb seid nicht bestürzt und habt keine Angst!“ (Johannes 14,27)
Friedfertigkeit: „Glücklich sind, die Frieden stiften, denn Gott wird sie seine Kinder nennen.“ (Matthäus 5,9)
Freude: „Freut euch zu jeder Zeit, dass ihr zum Herrn gehört. Und noch einmal will ich es sagen: Freut euch!“ (Philipper 4,4)
Geduld: „Diese Standhaftigkeit soll in eurem ganzen Leben ihre Wirkung entfalten, damit ihr in jeder Beziehung zu reifen und tadellosen Christen werdet, denen es an nichts mehr fehlt.“ (Jakobus 1,4)
Gehorsam: „Doch Samuel erwiderte: »Was denkst du, worüber freut sich der HERR mehr: über viele Brand- und Schlachtopfer oder über Gehorsam gegenüber seinen Weisungen? Ich sage dir eines: Gehorsam ist wichtiger als das Schlachten von Opfertieren. Es ist besser, auf den HERRN zu hören, als ihm das beste Opfer zu bringen.“ (1. Samuel 15,22)
Gerechtigkeit: „Glücklich sind alle, die sich an seine Ordnungen halten und immer das tun, was in Gottes Augen recht ist!“ (Psalm 106,3)
Glaube: „Der Glaube ist der tragende Grund für das, was man hofft: Im Vertrauen zeigt sich jetzt schon, was man noch nicht sieht.“ (Hebräer 11,1)
Güte: „Nein! Der HERR hat euch doch längst gesagt, was gut ist! Er fordert von euch Menschen nur eines: Haltet euch an das Recht, begegnet anderen mit Güte, und lebt in Ehrfurcht vor eurem Gott!“ (Micha 6,8)
Hingabe: „Weil ihr Gottes reiche Barmherzigkeit erfahren habt, fordere ich euch auf, liebe Brüder und Schwestern, euch mit eurem ganzen Leben Gott zur Verfügung zu stellen. Seid ein lebendiges Opfer, das Gott dargebracht wird und ihm gefällt. Ihm auf diese Weise zu dienen ist der wahre Gottesdienst und die angemessene Antwort auf seine Liebe.“ (Römer 12,1)
Hoffnung: „Deshalb wünsche ich für euch alle, dass Gott, der diese Hoffnung schenkt, euch in eurem Glauben mit großer Freude und vollkommenem Frieden erfüllt, damit eure Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes wachse.“ (Römer 15,13)
Langmut: „Verkünde den Menschen Gottes Botschaft. Setz dich dafür ein, ob es den Leuten passt oder nicht! Rede ihnen ins Gewissen, weise sie zurecht, aber ermutige sie auch. Tu all das geduldig und so, wie es der Lehre unseres Glaubens entspricht.“ (2. Timotheus 4,2)
Liebe: „Liebe ist geduldig und freundlich. Sie ist nicht verbissen, sie prahlt nicht und schaut nicht auf andere herab. 5 Liebe verletzt nicht den Anstand und sucht nicht den eigenen Vorteil, sie lässt sich nicht reizen und ist nicht nachtragend. Sie freut sich nicht am Unrecht, sondern freut sich, wenn die Wahrheit siegt. Liebe nimmt alles auf sich, sie verliert nie den Glauben oder die Hoffnung und hält durch bis zum Ende.“ (1. Korinther 13,4-7)
Milde: „Kein Christ darf gehässig über andere reden oder gar Streit suchen. Er soll vielmehr jedem freundlich und liebevoll begegnen.“ (Titus 3,2)
Mut: „Ja, ich sage es noch einmal: Sei mutig und entschlossen! Lass dich nicht einschüchtern und hab keine Angst! Denn ich, der HERR, dein Gott, stehe dir bei, wohin du auch gehst.“ (Josua 1,9)
Rechtschaffenheit: „Ehrlichkeit leitet den Aufrichtigen auf seinem Weg; ein Unehrlicher zerstört sich selbst durch seine Falschheit.“ (Sprüche 11,3)
Reinheit: „Glücklich sind, die ein reines Herz haben, denn sie werden Gott sehen.“ (Matthäus 5,8)
Sanftmut: „Hält sich jemand von euch für klug und weise? Dann soll das an seinem ganzen Leben abzulesen sein, an seiner Freundlichkeit und Güte. Sie sind Kennzeichen der wahren Weisheit.“ (Jakobus 3,13)
Selbstbeherrschung: „Denn der Geist, den Gott uns gegeben hat, macht uns nicht zaghaft, sondern er erfüllt uns mit Kraft, Liebe und Besonnenheit.“ (2. Timotheus 1,7)
Selbstlosigkeit: „Niemand liebt mehr als einer, der sein Leben für die Freunde hingibt.“ (Johannes 15,13)
Treue: „Fürchte dich nicht vor dem, was dir noch bevorsteht. Der Teufel wird einige von euch ins Gefängnis bringen, um euch auf die Probe zu stellen. Zehn Tage lang werdet ihr leiden müssen. Bleib mir treu, auch wenn es dich das Leben kostet. Dann werde ich dir als Siegespreis das ewige Leben geben.“ (Offenbarung 2,10)
Vergebungsbereitschaft: „Euer Vater im Himmel wird euch vergeben, wenn ihr den Menschen vergebt, die euch Unrecht getan haben. Wenn ihr ihnen aber nicht vergebt, dann wird Gott auch eure Schuld nicht vergeben.“ (Matthäus 6,14-15)
Vertrauen: „Verlass dich nicht auf deinen eigenen Verstand, sondern vertraue voll und ganz dem HERRN!“ (Sprüche 3,5)
Weisheit: „Wenn es jemandem von euch an Weisheit mangelt zu entscheiden, was in einer bestimmten Angelegenheit zu tun ist, soll er Gott darum bitten, und Gott wird sie ihm geben. Ihr wisst doch, dass er niemandem sein Unvermögen vorwirft und dass er jeden reich beschenkt.“ (Jakobus 1,5)
Zufriedenheit: „Es stimmt ja: Als Christ zu leben bringt großen Gewinn. Allerdings nur dann, wenn man mit dem zufrieden ist, was man hat. Denn wir sind ohne Besitz auf diese Welt gekommen, und genauso werden wir sie auch wieder verlassen. Wenn wir zu essen haben und uns kleiden können, sollen wir zufrieden sein.“ (1. Timotheus 6,6-8)
Zuverlässigkeit: „Viele Menschen betonen, wie freundlich und zuverlässig sie sind; aber wo findet man einen, auf den man sich wirklich verlassen kann?“ (Sprüche 20,6)

