Probleme?!

 

Hallo Du,

hast immer mal wieder Probleme?

Nun, das ist normal. Wer hat die nicht?

Aber wie gehen wir damit um?

Wahrscheinlich unterschiedlich.

Den Einen zum Leidwesen und Anderen

zur Stärkung und Erbauung.

 

Es gibt es Menschen, die meiden Probleme.

Sie machen sich klein und versuchen,

sich vor ihnen zu verstecken.

Doch, wie wir bald merken, das nicht.

Je länger wir sie meiden, desto größer

und quälender werden sie.

Andere ignorieren sie einfach!

Zumindest versuchen sie es.

Aber sie kommen immer wieder.

Solange, bis sie gelöst

und überwunden sind.

Da hilft nur eines:

Man muss sich ihnen stellen.

Man sollte sie emotionslos

betrachten und analysieren

und einen Weg herausfinden.

Die Lösung liegt oft darin,

dass man etwas loslassen muss,

damit man sie loswird.

 

Gehen wir einige Beispiele durch:

 

1. Das Problem ist nicht mein Problem.

Das ist uns oft nicht bewusst.

Unbemerkt lassen wir uns Probleme von

anderen aufhalsen. Die denken, sie sind

sie los und wir ärgern uns damit rum.

Deren Probleme können wir gar nicht lösen,

weil es nicht unsere sind.

Jedes Problem will dem etwas sagen,

der es bekommt und hat.

Unsere Erkenntnis kann nur sein,

uns nicht mit den Problemen anderer

zu beschäftigen, weil wir sie nicht

lösen können. Das kann nur jeder selbst.

 

Das heißt nicht, dass wir sie uns nicht

anhören sollten. Das heißt nur.,

dass wir inneren Abstand dazu bewahren,

dass wir objektiv und bei uns bleiben.

Sie dürfen uns nicht belasten

oder vereinnahmen.

Vielleicht hilft es, wenn ich ihr Problem

mitfühlend und doch nüchtern,

mit Abstand und mit meiner Sichtweise

betrachte. Wenn überhaupt, dann kann

die ihnen helfen.

Jeder wohlgemeinte Rat ist mehr oder

weniger geraten, da der Andere ja anders

gestrickt ist als wir.

Es ist sein Problem.

Er muss sich bewegen.

 

2. Das Problem ist kein Problem.

Ich mache nur eines daraus!

Ich habe etwas falsch gehört oder

verstanden.

Ich habe etwas missverstanden.

 

3. Ich weiß zu wenig von einer Sache,

mache mir aber gefühlsmäßig meinen Reim

darauf und bin sauer, weil ich meine

Annahme für richtig halte.

 

4. Ich habe anderen etwas unterstellt,

was sie gar nicht gesagt oder getan haben.

Ich fühle mich persönlich angegriffen,

obwohl es keinen Angriff gab, vielleicht

nur eine ungeschickte Äußerung.

 

Sollte der Unmut nur bei mir gewesen

sein, dann sehe ich das ein und das

Problem ist erledigt.

Sollte ich meinen Brass schon an anderen

ausgelassen haben, dann hilft nur noch

eine demütige Erklärung mit der Bitte um

Entschuldigung.

 

5. Das Problem ist tatsächlich mein Problem!

Irgendwo liege ich schief.

Irgendetwas gefällt mir nicht.

Irgendetwas will verhindern, dass ich

weitermache wie bisher.

Irgendetwas geschieht, was mir nicht gefällt.

Irgendetwas habe ich falsch gemacht.

Oder: Ich möchte etwas verhindern,

was ich nicht mag.

Das sind die schlimmsten Probleme!

Die gehen uns nach und belasten uns.

Wir erkennen sie nicht auf Anhieb.

Sie betreffen unseren blinden Fleck,

dass, was wir nicht sehen oder hören

wollen und wir ahnen,

dass es für uns anstrengend wird.

 

Diese Probleme verlangen von uns

Änderungen, die uns nicht gefallen.

Sie nagen an unserem Stolz an unserer

Eitelkeit und an unserem Hochmut.

Mein EGO ist in Gefahr!

Ich halte mich,

meine Einstellung und Meinung,

meine Werte, Ansichten und Ziele

für richtig wichtig.

ICH will nicht einsehen oder nachgeben!

Ich habe recht und bin im Recht.

ICH WILL so bleiben, wie ich bin!!!

Wenn es in mir tobt und schreit,

wenn ich außer mir bin,

dann bin ich das Problem.

Dann will ich nichts dazulernen.

Andere würden mich als stur oder dumm

bezeichnen. Aber: Seit Jahrtausenden

überleben Menschen ihre Schwierigkeiten,

indem sie durch Loslassen Lösungen finden,

indem sie durch dazulernen sich ändern

und sich neuen Gegebenheiten anpassen.

 

6. Das Problem ist sehr groß und für mich nicht lösbar.

Auch das will erkannt werden.

Ich kann es nicht lösen!

Es übersteigt mein Wissen,

mein Können, meine Fähigkeiten.

Es ständig hin- und her zu wälzen

bringt keine Lösung.

Es beherrscht, belastet und bedroht

mich nur noch stärker.

Gegen Naturkatastrophen

sind wir machtlos.

Hier brauchen wir jemanden mit Macht,

der helfen kann und der auch hilft.

Und, wir brauchen Vertrauen, dass der uns

hilft und dass uns dadurch geholfen ist.

 

Diese Probleme gebe ich

im Gebet an Gott ab.

Er vermag viel mehr als ich.

Auf ihn und seine Güte hoffe ich.

Erstaunlicherweise hilft das.

Es setzt Geduld frei.

Es entlastet mich.

Mit Gottes Hilfe mache ich das Beste

daraus – für andere und für mich.

 

 

So lerne nun, wo es Klugheit, Tüchtigkeit

und Einsicht gibt, damit du zugleich

erfährst, wo es langes Leben und Glück,

leuchtende Augen und Frieden gibt.

(Bar 3,14;L)

 

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