Mit Blick auf Gott aus tiefster Not

 

Er zog mich aus der Grube, die mein Ende

bedeutet hätte, aus Schlamm und Morast,

er stellte meine Füße auf festen Grund

und gab meinen Schritten sicheren Halt.

(Ps 40,3; NGÜ)

 

Hallo Du,

einst, im dunkelsten Abschnitt meines Lebens,

kam es mir so vor, als befände ich mich in

einem tiefen, dunklen Erdloch. Es könnte

ein Loch aus Schmerz, Verzweiflung und

Hoffnungslosigkeit gewesen sein.

 

Gefangen in Enttäuschung und abgeglitten

in tiefes Selbstmitleid, den Blick ängstlich

nach unten gerichtet, wurde das Loch immer

tiefer und immer weiteres Unheil brach über

mich herein. Ich blickte auf das Elende und

das Elend wurde mir.

 

Und in meiner aussichtslosen Lage erinnerte

ich mich, dass ich einmal oben war, von

oben gekommen und tief gesunken bin und

dass oben eine helle Öffnung sein müsste.

 

Also erhob ich meinen Blick nach oben und

voller Überraschung sah ich nicht nur Licht,

sondern sogar ein Stückchen Himmel.

Und dabei würde mir leicht und warm.

Neue Hoffnung keimte und ich versuchte,

aus dem Loch herauszuklettern, doch

vergeblich. Trotzdem blieb mein Blick nach

oben gerichtet. Ich sank nicht mehr tiefer.

Mir wurde klar, dass nur von oben Hilfe

kommen konnte.

 

Plötzlich hörte ich von oben bedrohliches

Donnern und sah grelle Blitze zucken

und Regenwasser strömte in das Loch.

Sofort war die Angst wieder da und ich

dachte, mein letztes Stündlein habe nun

geschlagen. Doch eine Stimme in mir

sagte mir:

‚Weshalb fürchtest du dich?

Du kannst doch schwimmen.‘

 

Und so wurde das hereinströmende Wasser

zum lebenspendenden Wasser, zur Quelle

der Gnade. Das Wasser trug mich nach

oben und ich konnte aus der Grube des

Leidens entkommen. Gott sei Dank.

 

Seitdem weiß ich:

Worauf ich schaue, das wird mir, und womit

ich mich beschäftige,  das richtet mich aus.

Mit Blick auf Gott, bin ich mit seiner Liebe,

Barmherzigkeit und Gnade verbunden.

Mit Blick auf Jesus Christus werden wir

gerettet und folgen ihm nach.

 

 

Als die Morgenröte kam, drängten die

Engel Lot zur Eile:

»Schnell, nimm deine Frau und deine

beiden Töchter, sonst trifft die Strafe für

diese Stadt euch mit!« Während Lot noch

überlegte, ergriffen sie ihn, seine Frau

und seine Töchter bei der Hand, führten

sie aus der Stadt hinaus und ließen sie

erst draußen vor dem Tor wieder los.

Denn der Herr wollte Lot und die Seinen

retten. Als alle auf dem freien Feld waren,

sagte der Herr:

»Lauft jetzt, so schnell ihr könnt! Es geht

um euer Leben! Bleibt nicht stehen und

schaut nicht zurück! Rettet euch auf die

Berge, sonst seid ihr verloren!«

(1.Mose 19, 15-17)

 

Wieder ein anderer sagte: »Ich will dir

nachfolgen, Herr; doch erlaube mir, dass

ich zuerst noch von meiner Familie

Abschied nehme.« Jesus erwiderte: »Wer

die Hand an den Pflug legt und dann

zurückschaut, ist nicht brauchbar für

das Reich Gottes.« (Lk 9,61-62)

 

Sät nach dem Maß der Gerechtigkeit,

erntet nach dem Maß der Liebe! Macht

einen neuen Anfang wie der Bauer, der

ein neues, ausgeruhtes Stück Land

unter den Pflug nimmt! Es ist Zeit, dass

ihr zu mir, dem Herrn, kommt und fragt,

was ich will. Dann komme ich zu euch

und werde Glück und Segen auf euch

regnen lassen. (Hosea 10,12)

 

 

 

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