Ich bin nicht mehr ICH

 

Hallo Du,

geht es dir auch manchmal so,

dass du dich und dein Verhalten nicht mehr kennst,

dass du dich über dich selbst wunderst,

dass du dir vielleicht fremd vorkommst,

dass du nicht mehr du selbst zu sein glaubst?

 

Wichtig ist das Vorzeichen deiner Veränderung.

Gefällst du dir im Anders sein

oder ist dein Anders sein eher negativ?

 

Beobachte dich genau.

Lasse negative Veränderungen in dir nicht zu.

Wehre den negativen Anfängen,

bevor sie zu stark werden.

Mache dir bewusst, woher sie kommen.

Finde deren Ursache und kläre sie,

dann verschwinden auch deren Auswirkungen

und Belastungen.

Lasse positive Veränderungen zu,

auch, wenn sie dich zunächst verunsichern.

Wir Menschen fühlen uns meist nur dann

sicher und vertraut, wenn alles bleibt wie es ist,

sogar, wenn es nicht gut ist.

Hauptsache wir kennen es und es erschreckt

uns nicht mehr.

Vor Neuem haben wir grundsätzlich Angst,

denn wir wissen nicht, was es mit uns macht,

wie es sich entwickelt und was letztlich

dabei herauskommt.

 

Aber ungute Zustände ändern sich nur,

wenn wir zulassen, dass sie sich ändern,

wenn wir sie loslassen,

wenn wir bereit sind, uns zu verändern,

damit sie sich verändern können,

wenn wir bereit sind,

Neues zuzulassen und auszuprobieren

und dafür Altes abgeben.

 

Oft dürfen wir denken und sagen:

Welch ein Glück, dass ich nicht mehr ICH bin.

So gefalle ich mit viel besser. Gott sei Dank.

Und je häufiger wir das feststellen und denken,

desto mehr werden wir verändert,

desto mehr finden wir unser wirkliches Ich.

 

Ich bin fest davon überzeugt,

dass wir von Natur aus gut sind und dass diese Natur

sich immer wieder durchsetzen möchte.

Leider aber sind wir von außen her beschmutzt,

vergiftet und fehlgeleitet und dadurch im Kopf verdreht

und falsch ausgerichtet.

Leider werden wir immer wieder von außen

heruntergezogen und umgedreht und wir wissen nicht,

wie wir uns dagegen wehren sollen.

Unser ‚normales’ Verhalten ist eine Rolle oder Maske,

eine Reaktion auf das, was sich an Unrat in uns

angesammelt hat und was uns von außen begegnet..

 

Wie aber werde ich im Inneren rein?

Wie finde ich hinter der Maske mein wirkliches Ich?

 

1. Man muss sich gut beobachten.

    Alles was uns bedrückt und bedrängt, was zu

    etwas zwingt und was Unruhe in uns erzeugt,

    ist nicht gut für uns. Wir müssen uns diesen

    Einflüssen entziehen.

    Alles, was uns anhaltend befreit, fröhlich macht

    und beschwingt, was uns beruhigt, ausgleicht

    und geschmeidig hält, was uns in Bewegung hält

    und leben lässt, was unsere Liebe aus und

    heraus fließen lässt, ist gut und wichtig für uns.

    Es darf in uns wachsen, sich ausbreiten und

    uns verändern.

 

2.  Man muss gut prüfen, was man von außen aufnimmt.

Was uns beschmutzt, sind meist die Probleme anderer,

die auf uns abgewälzt oder uns angehängt werden,

weil sie besser dastehen wollen

und weil sie selbst unfähig sind, sie zu lösen.

Und niemand glaube, dass er sie doch lösen könnte.

Er hat keine Ahnung, worauf er sich einlässt

und welche verzwickten Hintergründe

diese Probleme beim anderen bewirken.

Der Trick des Problemüberträgers ist doch,

sich über die Lösungsohnmacht des anderen lustig

zu machen und sich selbst damit herauszureden,

dass andere diese Probleme auch nicht lösen können.

Jeder muss seine Probleme selbst lösen!!!

Der Schlüssel zur Lösung liegt immer in der Person

selbst. Ursachen für Probleme sind meist Ängste,

falsche Grundwerte, falsche Ansichten, Einstellungen,

Überzeugungen und Erwartungen!

 

3. Man muss gut prüfen, was nach außen kommen darf.

Oft haben wir ein Problem mit uns selbst,

weil wir ein Problem des anderen verinnerlicht haben,

weil wir eine fremde Erwartung angenommen haben

und sie erfüllen möchten,

weil wir glauben sie erfüllen zu müssen,

damit wir geliebt und anerkannt werden.

Das erzeugt Spannungen in uns und führt zu

Unzufriedenheit mit uns selbst. Und das macht das

fremde Problem zu unserem Problem.

Das lässt uns Dinge tun, die wir eigentlich gar

nicht tun wollen; Dinge, die uns anschließend leidtun

und belasten.

 

Was wir mit unseren Sinnen aufnehmen,

das beeinflusst und formt uns; das richtet uns aus.

Was wir denken, sagen und tun, das verfestigt uns;

das legt uns (öffentlich) fest;

davon kommen wir so leicht nicht mehr runter.

 

Wer sind wir wirklich?

Wen finden wir,

wenn wir alle Rollen und Masken ablegen?

 

Wir finden immer einen liebenswerten Menschen;

einen normalen Menschen mit Stärken und Schwächen;

einen besonderen Menschen mit ganz eigenen Mischung

aus Wesenszügen, Begabungen und Erfahrungen;

einen Menschen, bei dem nur die Stärken zählen sollten

und bei dem sich die Schwächen dadurch kompensieren.

 

Was uns wichtig macht ist, was wir sind,

nicht was wir sein wollen.

Was uns unwichtig macht ist, was wir nicht sind,

aber sein wollen.

 

Wir sind, was im Reinen aus uns heraus fließt;

was wir spontan und echt empfinden, fühlen,

denken und tun.

Wir sind das oft noch verborgene Licht

und nicht unser Schatten.

Wir sind das unverfälschte, kindliche Wesen,

das uns ausmacht, das Gott in uns gelegt hat..

Wir sind anders, als wir oft denken.

Wir sind göttlich, genau so gewollt wie gemacht.

 

Ich habe mich in meiner alten, einengenden Haut

nicht mehr wohl gefühlt und deshalb zugelassen,

dass ich ein anderer werde.

 

Gott sei Dank – ich bin nicht mehr ICH!!!

 

Ich bin nicht mehr der Sklave der mich bestimmenden

wollenden Menschen und Umstände.

Ich lebe aus mir heraus, aus meiner eigenen Mitte,

aus meinem Herzen, aus meiner Liebe,

aus dem in mich gelegten Vermögen.

Ich verbinde mich offen mit allen, was mir begegnet

und prüfe es.

Ich lebe aus dem tragenden Vertrauen zu Gott,

aus der führenden Verbindung mit Jesus

und aus der begeisternden Inspiration

des himmlischen Geistes.

 

Endlich bin ich der, der in mir gesteckt hat

und nicht heraus kommen konnte.

Endlich bin ich frei und mutig genug,

der zu sein, der ich nur sein kann.

Endlich bin ich der, der ich von Anfang an war.

 

 

 

 

Schreibe einen Kommentar