Emotionale Dürreperioden
Hallo Du,
fühlst du dich schlapp, ausgetrocknet und mutlos?
Wirst du von Ausweglosigkeit und Zweifel geplagt?
Bist du zwischen Hoffen und Bangen hin und her gerissen?
Was hat dich verunsichert? Was hat dir den Antrieb geraubt?
Weshalb fühlst du dich verlassen und ohne Freude?
Welche Laus ist dir über die Leber gelaufen?
Ist dir der Spaß am Erleben verloren gegangen?
Ist dir der Mut zum Weitergehen genommen worden?
Wer oder was engt dich ein? Was verbietest du dir?
Du bist doch DU – und niemand kann dich lähmen.
Wie lange wird das kleine, motzende Kind in dir
noch schmollen und dich ausbremsen?
Lasse es wieder spielen.
Lasse es wieder unbesorgt lachen, suchen und erkunden.
Lasse es wieder herumtollen und anregendes Neues finden,
egal was es ist und wohin es dich führt.
Wie sonst,
willst du wieder auf einen grünen Zweig kommen?
Wie sonst,
soll befruchtender Regen und Segen in deine innere Dürre kommen?
Wie sonst,
könntest du wieder am Leben und Erleben teilnehmen und dazugehören?
Ohne Nahrung verhungert der Geist und verödet die Hoffnung.
Ohne Anregung trocknet die Phantasie ein und verkümmert die Kreativität.
Ohne Bewegung gibt es kein Vorwärtskommen, kein Wachstum.
Kämpfe doch nicht gegen dich selbst, sondern vertraue dir und deinen Gaben.
Hadere auch nicht mit Gott, mit anderen oder mit deinem Schicksal.
Es gibt mehr, als den alten, scheinbar sicheren und festgetrampelten Weg.
Es gibt immer einen neuen Weg, einen durch interessante, blühende Landschaften.
Jedes Ende ist ein Anfang.
Jede Dürrezeit ist fruchtbar.
Jede Leidenszeit ist eine Lern- und Wechselzeit.
Hauptsache: Wir gehen weiter.
Hauptsache: Wir lassen uns nicht unterkriegen.
Hauptsache: Wir geben nicht auf!
Suchen wir doch in der eigenen Leere die Samen der Erkenntnis.
Suchen wir auch den Rat ehrlicher Freunde und Freundinnen.
Suchen wir auch das Gebet und bitten wir dich
um Öffnung, Befreiung und Weisheit.
Wir werden das Belastende und Beleidigende und Lähmende erkennen.
Wir werden die Störmanöver des Bösen durchschauen.
Wir werden achtsam und geläutert zu unserer Bestimmung zurückfinden.
So befreit vom emotionalen Ballast und den eigenen Zwängen,
wird sich die Not wenden.
In der Kargheit und Dürre der dürren Wüste entstehen Klarheit,
Sicherheit und Ordnung.
Im Chaos der eigenen Wildnis
und im Gestrüpp der sich aufbäumenden und niederbrechenden Gefühle
wachst das unscheinbare, zarte und nützliche Pflänzchen
der heilenden Barmherzigkeit,
der Barmherzigkeit für sich selbst und für andere,
der Barmherzigkeit für die eigene, menschliche Unvollkommenheit
und die duldende Barmherzigkeit für die so erfrischende, kindliche Naivität.
Denn wann immer unser Gewissen uns anklagt, ´dürfen wir wissen`:
Gott in seiner Größe ist barmherziger als unser eigenes Herz, und ihm
ist nichts verborgen. ´Er, der uns durch und durch kennt, sieht nicht nur
unsere Verfehlungen. ` (1.Joh 3,20; NGÜ)

