Die Milch macht’s!   (1.Kor 3,2)

 

Milch habe ich euch gegeben, keine feste Nahrung, weil ihr die noch nicht vertragen konntet. Selbst heute könnt ihr sie noch nicht vertragen (1Kor 3,2; NGÜ)

 

Hallo Du,

wenn ich mich recht entsinne, habe ich als Baby, auf dem Arm von Mama, direkt aus der Quelle, schöne, warme und nahrhafte Muttermilch bekommen. Die, war altersgerecht und vollmundig.
Die, hat mich gestillt und gesättigt. Und, die hat mich wachsen und gedeihen lassen. An fester Nahrung wäre ich damals erstickt, denn ohne Zähne kaut es sich schlecht.

 

Nun bin ich schon eine längere Zeit ‚groß‘ und ‚erwachsen‘ und an feste Nahrung gewöhnt, doch immer noch trinke ich gerne Milch und esse ich gerne Grießbrei, weil die leicht zu verdauen sind, weil das Wort Gottes manchmal wirklich eine harte und unverständliche Kost ist. Da brauche ich eine verständliche Übersetzung und nachvollziehbare Beispiele. Jemanden, der mir das Geschriebene mundgerecht serviert. Eine Auslegung, die auf meinen Entwicklungstand und auf mein partielles Wissen Rücksicht nimmt.

 

Besonders die Gottsuchenden brauchen noch Milch und Brei, anstelle einer theologisch versierten, aber unverständlichen Predigt. Ich habe vor langer Zeit in einer Pädagogikvorlesung gelernt, dass ein Lehrer und Vermittler und Prediger nur erfolgreich sein kann, wenn er Rücksicht auf den Reifegrad, die Vorstellungswelt und die Sprache seiner Schülerinnen und Schüler nimmt. Ich weiß, das ist nicht leicht, besonders nicht für ‚Fachleute‘ die ‚Fachchinesisch‘ reden, aber es ist liebevoll.

 

Weil ich schon geschmeckt habe, dass der Herr freundlich und gütig ist, bin ich, wie die neugeborenen Kindlein, begierig nach der vernünftigen, lauteren, verständlichen Milch des Wortes Gottes, um mehr von Jesus zu erfahren, damit ich weiterwachse zum Heil, d.h. hinein in Freude, Glück und Wohlergehen und hinein in das Reich Gottes, d.h. in eine feste und dauerhafte Verbindung und Gemeinschaft mit Gott, hinein in die Erlösung von meinen Sünden und hin in meine Vollendung durch Gottes Geist und Gegenwart, hinein in die treue Nachfolge Jesu, geleitet im Glauben und in Gottvertrauen. (Nach 1.Petr2, 1 -3)

 

Lieber Paulus, auch ich habe es immer wieder nötig, dass man mir die Anfangsgründe der göttlichen Worte lehrt, zum besseren Verständnis und zur Erinnerung und Vertiefung, denn ich bin ein vergesslicher Mensch und Gott möge in meiner Schwäche stark sein. Auch als wachsender ‚Erwachsener‘ brauche ich verdaubare und nährende Milch, verständliche Worte und Erklärungen, damit ich, wie du, einmal ein geistiger Lehrer für andere werden kann. (Nach Hebr 5,12)

 

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