Der Glückstyp
Hallo Du,
bist du glücklich? Immer? Manchmal? Wann?
Jeder kann zu einem Glückstyp werden!
Wer im Jetzt und in Zukunft glücklich ist, ist ein Glückstyp.
Der Glückstyp weiß, dass es kein dauerhaftes Glück gibt.
Nicht alles, was wir tun, hat gleichzeitig
einen gegenwärtigen und einen zukünftigen Nutzen.
Dennoch. es geht darum, Dinge zu tun, die uns jetzt
und in Zukunft Freude machen.
Nach längerem Nachdenken habe ich folgende Bereiche
in meinem Leben gefunden, bei denen ich sowohl
im gegenwärtigen Tun, wie auch in der
dann folgenden Zukunft glücklich war und noch bin.
Besonders glückliche Episoden und Erfahrungen waren:
- Sport
Mich zu bewegen macht mich immer glücklich.
Mein Körper tut, wozu er erschaffen ist.
Er bewegt sich gern in der Natur und bewährt sich.
Er wird dadurch immer wieder geübt und gestärkt.
Das macht mir Spaß. Das ist Freude pur.
Sport hält mich stark, rüstig, beweglich und gesund.
Mein Wohlbefinden wird durch Sport immens gesteigert.
- Vater
Immer wenn ich mich mit meinen Kindern beschäftigt habe,
(und das hätte aus heutiger Sicht häufiger sein sollen),
war ich ganz im Hier und Jetzt.
Ich habe jedes Zusammensein mit ihnen genossen
und war dabei auf Entdeckungsreise
zu ihrem jeweiligen Befinden und ihrer Entwicklung,
zu ihrem ganz eigenen Wesen und ihrer Persönlichkeit,
zu ihren noch unentdeckten Begabungen,
Fähigkeiten und Möglichkeiten, zu fördernden Maßnahmen
und zu lenkenden und not-wendigen Erziehungsmaßnahmen,
wie beispielsweise Bestätigungen, Bestärkungen oder Verbote.
In allem von Liebe geleitet
und der Vater-Verantwortung für sie bewusst.
Auch heute noch, sie sind mittlerweile selbst Eltern,
genieße ich ihre Nähe.
Ich freue ich mich mit ihnen und leide mit ihnen.
Ich bin immer noch eng mit ihnen verbunden,
dränge mich aber nicht auf.
Ich versuche da zu sein, wenn sie mich brauchen
und ich ihnen nutzen kann.
(Leider ist das nur selten der Fall).
3. Lehrer
Mir wurde die Gabe zum Lehrer in die Wiege gelegt.
Zu lehren, andere beim Lernen zu unterstützen
und zu fördern, hat mir immer Freude bereitet
und tut es noch.
Darin gehe ich ganz auf.
Lernhemmnisse bei Anderen fordern mich heraus
und deren Lernfortschritte bestärken meine Gabe.
Mein Ziel dabei ist immer die Hilfe zur Selbsthilfe,
deren Eigenverantwortlichkeit und Selbstbestimmung.
Das Wachstum der Unterstützten
ist mein stiller Lohn und meine Freude.
Ihre Weiterentwicklung macht mich dankbar und glücklich.
Ich bin für sie gerne Vermittler, Verbinder und Dolmetscher.
Meine Liebe und Freude am Tun darf sie gerne anstecken.
- Denker und Dichter
Das war ich früher nicht.
Diese Gabe wurde mir erst spät gegeben.
Das wurde ich nach einem verzweifelten Not- und Sinngebet,
nach der Erfahrung, dass Innehalten,
Besinnung und Überblicken heilsam sind
und den Weg zurück zum Lebensglück,
zu verändertem das Denken, Fühlen,
Handeln und Verhalten führen.
Wer den Sinn des eigenen Lebens und Tuns hinterfragt,
kommt auch an Gott, an Glaube und an Gottvertrauen nicht vorbei.
Liebe, Hoffnung, Mitgefühl, Vergebung und Achtung
bekommen eine ganz neue, eine sinnvolle Bedeutung.
Man kann dann nicht mehr weiterleben wie bisher.
Man sucht nach neuen Erkenntnissen, neuen Wegen,
neuen Möglichkeiten.
Man wird wieder Lernender, wieder Kind, und hat Freude
an neuen Wegen und Zielen, an einem neuen,
ganz anderen Leben.
Man schaut genauer hin, hört aufmerksamer zu
und blickt hinter den Horizont.
Man ist plötzlich wieder im Hier und Jetzt, in der Gegenwart,
die ihre Schönheit entfaltet
aus dem bisherigen Werden, der Vergangenheit, und
aus dem, was sich aus dem Jetzt in der Zukunft entwickeln kann.
Das ist faszinierend und erfüllend.
Das erfüllt mich mit Freude und mit Dank. Darin finde ich mein Glück.
Ich wurde zum Glückstyp,
weil ich mein altes, beschränktes Denken überwunden habe,
weil ich mich täglich neu von Gott beschenken lasse,
weil ich gelernt habe, mich an den vielen Kleinigkeiten zu erfreuen,
die das Leben für uns alle bereithält.
Ich sehe auch das Negative,
lasse es aber mich nicht mehr beherrschen.
Vielmehr suche und finde ich in allem das Positive
und helfe mit, dass es auch anderen deutlich wird.
Es ist gut und richtig, immer mal wieder eine
Lebensinventur vorzunehmen.
Dazu ermutige ich euch.
Die gibt Kraft und Entschlossenheit zur Umkehr,
zur eigenen Ver-Änderung.
Das hilft dabei, aus ausweglosen Sackgassen
herauszukommen beziehungsweise,
erst gar nicht in sie hineinzugeraten.
Mein Leben und Erleben ist ein Geschenk!
Er mag liebevoll oder lieblos verpackt sein.
Aber darauf kommt es nicht an!
Wichtig ist der Inhalt!!
Viele lassen sich von anderen füllen,
die ja nur wissen können,
was für sie selbst schön und gut und richtig ist,
die vielleicht mich zu dem machen wollen,
was sie nicht geworden sind.
Klüger ist es, das zu entdecken,
was Gott in uns gelegt hat
und es anzunehmen,
was mit unserer Zeugung an Positivem,
an Begabungen, Fähigkeiten und Möglichkeiten
in uns gelegt wurde und es zu entwickeln,
zu vollenden und im Leben einzusetzen.
Das macht glücklich!
Jesus sagt:
Glücklich sind, die erkennen,
wie arm sie vor Gott sind,
denn ihnen gehört sein himmlisches Reich.
Glücklich sind, die über diese Welt trauern,
denn sie werden Trost finden.
Glücklich sind, die auf Frieden bedacht sind,
denn sie werden die ganze Erde besitzen.
Glücklich sind, die Hunger und Durst
nach Gerechtigkeit haben,
denn sie sollen satt werden.
Glücklich sind, die Barmherzigkeit üben,
denn sie werden Barmherzigkeit erfahren.
Glücklich sind, die ein reines Herz haben,
denn sie werden Gott sehen.
Glücklich sind, die Frieden stiften,
denn Gott wird sie seine Kinder nennen.
Glücklich sind, die verfolgt werden,
weil sie nach Gottes Willen leben;
denn ihnen gehört sein himmlisches Reich.
Glücklich könnt ihr euch schätzen,
wenn ihr verachtet, verfolgt und verleumdet werdet,
weil ihr mir nachfolgt.
(Mt 5, 3-11; HfA)
Du zeigst mir den Weg zum Leben.
Dort, wo du bist, gibt es Freude in Fülle;
ungetrübtes Glück hält deine Hand ewig bereit.
(Ps 16,11; NGÜ)


