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Karsamstag 2025   6:00 Uhr

 

denn sie wissen nicht, was sie tun!   (Lk 23,34)

 

Hallo Du,

Sie sehen nur sich selbst, rangeln, zanken und streiten – oft um Nichtigkeiten. Sie wissen nicht was sie tun.

Sie unterstellen und beschimpfen, beleidigen und übergehen, erkennen nicht an und lassen nicht gelten. Sie wissen nicht was sie tun.

Sie kämpfen, wüten, toben, manipulieren, tricksen, hintergehen, belügen und betrügen. Sie wissen nicht was sie tun – und wollen es auch nicht wissen.

Sie glauben zu wissen, zu können, berechtigt zu sein, erwarten und fordern zu dürfen, Recht zu haben und im Recht zu sein. Sie wissen nicht was sie tun.

Sie bespucken und peinigen, unterstellen und misshandeln, mobben und dissen, verleumden und rufmorden. Sie wissen nicht was Sie tun.

Sie sind stolz, selbstherrlich, hochmütig, überheblich, rechthaberisch, verletzend und verblendet. Sie wissen nicht was Sie tun.

Sie fordern Bestätigung ihres EGO, Geltung und Anerkennung, Vorteile und Selbstverwirklichung, Unterwerfung und Würdigung. Sie wissen nicht was Sie tun und auch nicht, dass Gott sie liebt, anerkennt, würdigt und einmalig erschaffen hat.

 

Sie wurden belogen und belügen.

Sie wurden missachtet und missachten.

Sie wurden verletzt und verletzen.

Die Wunden sitzen tief.

Trotz, Groll, Wut und Zorn beherrschen sie. Blind schlagen Sie um sich und treffen oft die Falschen. Das ist ihnen egal. Sie ringen nach Luft und Raum und ersticken doch im eigenen Wüten.

 

Vater, vergib Ihnen!

Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!

Vater, lassen Sie erkennen.

Vater, schenke Ihnen deine Liebe und Weisheit.

Vater, schenke ihnen innere Ruhe, Frieden und Vertrauen.

 

Vater vergib ihnen, denn Sie wissen nicht, was sie tun, warum sie es tun und wohin das führt.

Vergebe ihnen, weil es zu weiterer Belastung führt, in Seelennot, Schuld, Sünde und Verdammnis, in Ferne von dir, in Verlorenheit, Krankheit und Tod.

 

Sie, die Menschen, das könnten auch wir sein.

Vielleicht nicht immer so krass und heftig.

Vielleicht nicht immer so direkt und unverschämt.

Vielleicht manchmal auch absichtlich.

 

Vater vergib uns, denn auch wir wissen oft nicht, was und weshalb wir etwas Schlechtes tun.

Vater vergib auch uns jede Unfreundlichkeit, Lieblosigkeit und Unbesonnenheit, jede Gleichgültigkeit und Unverantwortlichkeit, jede Ungeduld und Ungerechtigkeit.

 

Das bitten wir in Jesu Namen.

Er ist für unsere Schuld gestoben, zu Vergebung unserer Sünden, damit wir frei zu dir, himmlischer Vater, kommen und mit dir vertrauensvoll und aufrichtig reden dürfen.

 

Amen.

 

 

 

Zusammen mit Jesus wurden auch zwei andere Männer zur Hinrichtung geführt, zwei Verbrecher. Als sie an die Stelle kamen, die ›Schädel‹ genannt wird, kreuzigten die Soldaten ihn und die beiden Verbrecher, den einen rechts und den anderen links von ihm. Jesus aber sagte: »Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.« Die Soldaten warfen das Los um seine Kleider und verteilten sie unter sich.  (Lk 23, 32-34; NGÜ)

 

»Kommt zu mir, ihr alle, die ihr euch plagt und von eurer Last fast erdrückt werdet; ich werde sie euch abnehmen. (Mt 11,28; NGÜ)

 

Doch wenn wir unsere Sünden bekennen, erweist Gott sich als treu und gerecht: Er vergibt uns unsere Sünden und reinigt uns von allem Unrecht, ´das wir begangen haben`.(1.Joh 1,9; NGÜ)

 

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