Das Risiko zu lieben – Es lohnt sich!

 

Hallo Du,

Liebe ist ein seltsames Wort. Man kann Liebe für Menschen empfinden, aber auch für Kaffee, für sein Hobby, für erfrischenden Sommerregen oder den Geruch von frisch gemähtem Rasen. Und das Verb lieben tut so, als wäre es ein harmloses Alltagswort – dabei ist es eigentlich ein Adrenalinjunkie. Es springt ohne Vorwarnung aus emotionalen Höhenflügen, rennt los, bevor der Verstand hinterherkommt, und flüstert dem Herzen zu: „Komm, wir machen das einfach!“

Der Mut steht daneben, leicht nervös, und versucht seriös zu wirken. Aber seien wir ehrlich: Mut ist oft nur Angst, die sich ordentlich gekämmt hat. Und das Risiko steht daneben und grinst, lehnt lässig an der Wand und ruft: „Na los, trau dich doch! Was soll schon passieren?“

So stehen sie zusammen: die Liebe, eine Romantikerin, das Lieben, ein Draufgänger. Der Mut, der nervöse Held und das Risiko, der freche Motivator. Und genau dieses chaotische Team in uns führt uns mitten hinein ins wahre Leben und Erleben.

 

Das Abenteuer der Liebe im Alltag

Im Alltag zeigt sich die Liebe selten in großen Gesten. Sie versteckt sich lieber in Kleinigkeiten: im geduldigen Zuhören, im ehrlichen „Wie geht es dir wirklich?“, im Lächeln, das man schenkt, obwohl der Tag schwer war, im Mut, sich zu entschuldigen und im Risiko, sich verletzlich zu zeigen.

Alltagsliebe ist unspektakulär – und gerade deshalb so kostbar. Sie ist die Art von Liebe, die Beziehungen trägt, die Herzen wärmt, die Menschen verbindet, die Große zeigt und vergibt Sie ist das tägliche Wagnis, nicht nur zu funktionieren, sondern dabei auch noch zu fühlen, mitzufühlen und tief zu empfinden.

Und manchmal ist sie auch kurzsichtig chaotisch: Sie stolpert über Missverständnisse, verheddert sich in Erwartungen, und landet kopfüber in Situationen, die man so nie geplant hatte.

Doch genau dort, im Unperfekten, im Ungeplanten, im Mut zum nächsten Schritt, wird die Liebe lebendig, wird ‚lieben‘ zum tatkräftigen Tunwort. Sie wächst, wenn wir uns trauen, echt zu sein. Sie vertieft sich, wenn wir nicht weglaufen. Sie wird stark, wenn wir das Risiko nicht scheuen.

 

Das Abenteuer der christlichen Liebe

Die christliche Liebe ist noch einmal ein anderes Kapitel – viel größer, tiefer, radikaler. Sie beginnt nicht bei uns, sondern bei Gott, dem Schöpfer und der Menschen himmlischer Vater. Sie ist nicht abhängig von Sympathie, Stimmung oder Tagesform. Sie ist reine und selbstlose Liebe, die zuerst und vorbehaltlos liebt.

Paulus beschreibt in 1. Kor 13, in den Versen 4 – 7 (NGÜ) das Ideal dieser Liebe:

Liebe ist geduldig, Liebe ist freundlich. Sie kennt keinen Neid, sie spielt sich nicht auf, sie ist nicht eingebildet. Sie verhält sich nicht taktlos, sie sucht nicht den eigenen Vorteil, sie verliert nicht die Beherrschung, sie trägt keinem etwas nach. Sie freut sich nicht, wenn Unrecht geschieht, aber wo die Wahrheit siegt, freut sie sich mit. Alles erträgt sie, in jeder Lage glaubt sie, immer hofft sie, allem hält sie stand.

Jesus, der Sohn Gottes, hat das Risiko der Liebe nicht nur gekannt – er hat es tatsächlich auch gelebt, vorgelebt. Er hat Menschen geliebt, die ihn verraten, verlassen oder missverstanden haben. Er hat sich ihnen hingegeben, obwohl er wusste, dass es ihn alles kosten würde. Seine Liebe war nicht vorsichtig, sondern furchtlos. Nicht berechnend, sondern hingebend. Nicht abhängig vom Ausgang, sondern verwurzelt im Vater der Liebe.

Christliche Liebe ist Liebe, die nicht fragt: „Was bekomme ich dafür?“ Sondern: „Wie kann ich helfen, dienen, heilen, mittragen, vergeben?“

Und der Heilige Geist, der Geist Gottes und Jesu, ist die Kraft, die diese Liebe in uns möglich macht. Er ist die innere Gewissheit, die sagt: „Du bist geliebt – darum kannst du lieben – wie Jesus. Ich helfe dir dabei.“

Er schenkt Mut, wo Angst uns lähmt. Er schenkt Sanftheit, wo Härte uns schützt. Er schenkt Klarheit, wo Unsicherheit uns verwirrt. Er schenkt Kraft, wo wir uns schwach fühlen.

Er schenkt Frieden, wo innere Unruhe uns auffrisst und Gedanken sich im Kreis drehen. Er schenkt Geduld, wo wir am liebsten alles sofort hätten und Menschen uns herausfordern. Er schenkt Freude, wo Schwere sich breitmacht und das Leben farblos wird. Er schenkt Hoffnung, wo die Zukunft dunkel erscheint und Wege unklar sind. Er schenkt Trost, wo Verluste schmerzen und Worte nicht reichen.

Er schenkt Weisheit, wo Entscheidungen schwerfallen und wir nicht wissen, was richtig ist. Er schenkt Barmherzigkeit, wo wir eigentlich lieber urteilen würden. Er schenkt Selbstbeherrschung, wo Emotionen überkochen und wir uns selbst verlieren könnten. Er schenkt Versöhnung, wo Beziehungen brüchig sind und Stolz im Weg steht. Er schenkt Ausdauer, wo wir müde werden und am liebsten aufgeben würden.

Er schenkt Inspiration, wo Kreativität versiegt und Worte fehlen. Er schenkt Ruhe, wo der Alltag laut ist und die Seele keinen Platz findet. Er schenkt Heilung, wo Wunden tief sitzen und wir uns selbst nicht mehr verstehen. Er schenkt Vertrauen, wo Zweifel nagen und wir uns selbst nicht mehr trauen.

 

Christliche Liebe ist kein romantisches Gefühl und auch kein Risiko, sondern ein bewusster Lebensstil, eine andere Lebenseinstellung. Ein Wagnis. Ein Abenteuer. Ein Weg, der verwandelt, erfüllt und Sinn gibt.

 

Amen.

 

 

 

(Dieser Beitrag wurde im Zusammenwirken mit dem Copiloten von Microsoft erstellt)

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