Beten und Fasten Teil 2 – Fasten, eine geistliche Disziplin
in Jesaja 58, 3b-7 (HfA) sagt Gott:
“Wie verbringt ihr denn eure Fastentage? Ihr geht wie gewöhnlich euren Geschäften nach und treibt eure Arbeiter genauso an wie sonst auch. Ihr fastet zwar, aber gleichzeitig zankt und streitet ihr und schlagt mit roher Faust zu. Wenn das ein Fasten sein soll, dann höre ich eure Gebete nicht! Denkt ihr, mir einen Gefallen zu tun, wenn ihr bloß auf Essen und Trinken verzichtet, den Kopf hängen lasst und euch in Trauergewändern in die Asche setzt? Nennt ihr so etwas ›Fasten‹? Ist das ein Tag, an dem ich, der HERR, Freude habe?
Nein – ein Fasten, das mir gefällt, sieht anders aus: Löst die Fesseln der Menschen, die man zu Unrecht gefangen hält, befreit sie vom drückenden Joch der Sklaverei und gebt ihnen ihre Freiheit wieder! Schafft jede Art von Unterdrückung ab! Teilt euer Brot mit den Hungrigen, nehmt Obdachlose bei euch auf, und wenn ihr einem begegnet, der in Lumpen herumläuft, gebt ihm Kleider! Helft, wo ihr könnt, und verschließt eure Augen nicht vor den Nöten eurer Mitmenschen!“
„In Jerusalem lebte damals auch eine Prophetin namens Hanna. Sie war schon sehr alt und verbrachte ihre ganze Zeit im Tempel und diente Gott Tag und Nacht mit Fasten und Beten.“ (Lk 2,37)
Sie erkannte im Kleinkind Jesus bereits den verheißenen Erlöser, den prophezeiten und vorhersagten königlichen Heilsbringer, den Befreier aus jeglicher Unterdrückung und schlechter Bindung. Und sie sprach über ihn und sein Kommen zu allen, die auf persönliche Erlösung warteten. Hanna hatte sich ganz in den Dienst Gottes gestellt, verzichtete freiwillig auf alle Annehmlichkeiten des Lebens und hatte in ihrer Gottergebenheit eine klare Weitsicht. Ihr Lebensstil zeigte tiefe Hingabe und ihren festen Glauben an Gottes Verheißungen, die das Kommen Jesu als Messias ankündigten.
Wortbedeutung von Fasten
Fasten bedeutet ursprünglich, für eine bestimmte Zeit auf Nahrung zu verzichten.
Biblisch gesehen war Fasten zunächst ein Teil der Totenklage und des Trauerns im aktuellen Bewusstsein von Endlichkeit des Lebens und auch ein bewusstes Demütigen vor Gott, in dessen Hand das Leben liegt.
Im Alten Testament werden Fasten und Verzichten zusammen auch bei religiösen Anlässen gebraucht.
Propheten und Prieser haben es eingesetzt, um Gott ganz nahe zu kommen und für seine Offenbarungen und Mitteilungen geistig aufnahmebereit zu sein.
Im Neuen Testament bekommt der Begriff ‚Fasten‘ auch die Wortbedeutung von ‚nüchtern sein‘, von ‚sich auf das Wesentliche konzentrieren‘, ‚sich nicht vom Gefühl beeinflussen lassen‘ und ‚sachlich‘ sein. (Das wäre eine gute Beschreibung für Paulus.)
Fasten wurde auch benutzte, um vor Gott den Ernst seines Schuldbekenntnisses zu bekräftigen und über die Schuld Reue und Buße zu zeigen.
Auch in den christlichen Urgemeinden wurde gebetet und gefastet. In Apg 13,2-3 wird es verwendet, um die Weisungen des Heiligen Geistes zu vernehmen, um Entscheidungsweisheit zu erhalten und um die erhaltene, heiligende Segnungskraft an andere weiterzugeben.
Die christliche Tradition kennt Fastenzeiten vor Ostern oder im Advent, die der Besinnung gewidmet sind.
Heute wird Fasten vorwiegend im Gesundheitsbereich eingesetzt, um Essgewohnheiten zu verändern, um übermäßiges Essen und Trinken zu vermeiden oder um das Körpergewicht zu reduzieren.
Wissenschaftlich wissen wir, dass Fasten nicht nur rituelles Handeln oder Körperreinigung beinhaltet, sondern auch die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert.
Welche Formen von Fasten gibt es?
Die häufigste Form des Fastens ist, für eine bestimmte Zeit auf Essen oder alkoholische Getränke zu verzichten. Es kann sich dabei um vollständiges Fasten (nur Wasser) oder teilweises Fasten, bspw. dem Verzicht auf bestimmte Speisen wie Fleisch oder Süßigkeiten handeln.
Nahrungsfasten soll den Körper entgiften und liebgewonnene aber schädliche Essgewohnheiten durchbrechen.
In der heutigen Welt kann Fasten auch Verzicht auf Medien wie Fernsehen, soziale Medien oder das Internet oder Computerspiele bedeuten.
Fasten kann auch ein bewusster Verzicht auf bestimmte Annehmlichkeiten wie Komfort oder Luxusgüter sein.
Manchmal ist es auch hilfreich, im sozialen Bereich zu fasten, um mehr Zeit in der Stille und im Gebet zu verbringen, um sich für eine Weile Beziehungen oder Aktivitäten zu entziehen, um zu sich selbst zurückzufinden und um den Wert von Beziehungen zu erkennen.
Manche Menschen praktizieren Schweigefasten, bei dem sie für eine bestimmte Zeit auf Sprechen verzichten, um sich zurückzunehmen, um sich auf das Zuhören zu konzentrieren oder um es zu erlernen oder um in der wortlosen Stille Gottes Stimme besser zu vernehmen.
Fasten kann auch bedeuten, ganz bewusst auf negative Gedanken, Klatsch, Ärger oder andere schädliche Gewohnheiten und Verhaltensweisen zu verzichten, weil sie inneren Unfrieden erzeugen und den Mitmenschen schaden. Dieses Sündenfasten ist eine Form von Umkehr und Neubeginn, kann der Beginn von ‚geistlichem Wachsen‘ und ‚zu Gott finden‘ sein.
Suchtverhalten wird durch Fasten bewusst gemacht und vielleicht dadurch angegangen und beendet.
Was ist das Ziel von Fasten?
Das Ziel des geistlichen Fastens ist u.a., sich auf Gott zu konzentrieren, geistliche Disziplin zu üben und/oder unsere Verbindung mit Gott zu festigen. Fasten ist also nicht nur körperlicher Verzicht, sondern auch eine ‚heilige‘ geistliche Übung. Dazu einige zentrale Aspekte:
Fasten hilft, sich auf Gott zu konzentrieren und seine Gegenwart intensiver zu erleben. Es ist eine Zeit, in der man sich bewusst von weltlichen Ablenkungen zurückzieht, um sich auf das Gebet und die Gemeinschaft mit Gott zu konzentrieren und die Beziehung mit Gott zu vertiefen.
Fasten wird oft mit Buße und Umkehr verbunden und ist ein Ausdruck von Reue und des Wunsches, sich von Sünden abzuwenden. Joel 2,12-13 sagt: „Doch auch jetzt noch, spricht der HERR, kehrt um zu mir von ganzem Herzen mit Fasten, mit Weinen und mit Klagen!“
Durch Fasten erkennen wir unsere hilfreiche und wohltuende Abhängigkeit von Gott und demütigen uns vor ihm. Wir erweisen ihm Respekt und zeigen Ehrfurcht vor seiner Heiligkeit und Gnade. Wir beziehen ihn in unser Leben ein.
Fasten zeigt, dass wir unsere Bedürfnisse und Wünsche unter Gottes Willen und seine Pläne stellen. In Matthäus 6,16-18 spricht Jesus über das Fasten: „Wenn ihr fastet, so seht nicht düster drein wie die Heuchler; denn sie verstellen ihr Angesicht, damit sie vor den Leuten als Fastende erscheinen. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn dahin. Wenn du aber fastest, so salbe dein Haupt und wasche dein Angesicht, damit du nicht vor den Leuten als Fastender erscheinst, sondern vor deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der im Verborgenen sieht, wird dir’s vergelten.“
Fasten wird oft mit intensivem Gebet verbunden. Das verstärkt das Gebet und zeigt Ernsthaftigkeit und Hingabe. In Daniel 9,3 heißt es: „Und ich wandte mein Angesicht zu Gott, dem Herrn, um zu beten und zu flehen mit Fasten, in Sack und Asche.“
Fasten und Gebet bereiten uns auf besondere Aufgaben oder Herausforderungen vor. Jesus fastete 40 Tage in der Wüste, bevor er seinen öffentlichen Dienst begann (Matthäus 4,1-2).
Fasten übt und verbessert die Selbstdisziplin. Wir lernen, körperliche Bedürfnisse zu kontrollieren, Störungsquellen abzustellen und feste Zeiten für Bibelstudium, Einkehr, Besinnung und Gebet im Tagesablauf einzuplanen.
Fasten verhilft zur geistigen Klarheit und zur Konzentration auf das Wesentliche. Es hilft die eigenen Grenzen zu erkennen und für all das, was uns überfordert, um Gottes Führung und Fügung zu bitten. Beim Fasten werden wir für Signale von innen und außen besonders sensibilisiert und sind dadurch besonders empfänglich für Gottes Stimme, Gebote, Hinweise, Zusagen, Prophetien und Verheißungen.
Wofür ist Fasten gut?
Wer fastet, übt sich im Verzicht und in Selbstbeherrschung. Wer nicht mehr verzichten kann, ist verweichlicht und verwöhnt. Fasten trainiert das Verzichten und stärkt Bereiche wie Zielstrebigkeit, Überwindung, Durchhaltevermögen und Ausdauer. Wer gelernt hat, auf Erlaubtes zu verzichten, der hat auch die Kraft, Unerlaubtem zu widerstehen und Gefährliches zu meiden.
Ich sage das nicht, um euch auf meine Not aufmerksam zu machen. Schließlich habe ich gelernt, in jeder Lebenslage zurechtzukommen. Ob ich nun wenig oder viel habe, beides ist mir durchaus vertraut, und ich kann mit beidem zufrieden sein: Ich kann satt sein und hungern; ich kann Mangel leiden und Überfluss haben. Alles kann ich durch Christus, der mir Kraft und Stärke gibt. (Phil 4,11-13: HfA)
Wie sollen wir fasten?
Die Bibel gibt uns einige klare Anweisungen, wie wir fasten sollen:
Fasten sollte nicht aus Stolz oder zur Schau geschehen, sondern aus einem demütigen und aufrichtigen Herzen. Jesus sagt in Matthäus 6,16-18: „Wenn ihr fastet, so seht nicht düster aus wie die Heuchler; denn sie verstellen ihr Angesicht, damit sie vor den Leuten als Fastende erscheinen. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn dahin. Wenn du aber fastest, so salbe dein Haupt und wasche dein Angesicht, damit du nicht vor den Leuten als Fastender erscheinst, sondern vor deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der im Verborgenen sieht, wird dir’s vergelten.“
Geistliches Fasten sollte immer mit Gebet und Buße verbunden sein. Es ist eine Zeit, Gott zu suchen, Sünden zu bekennen und um seine Führung bitten.
Geistliches Fasten sollte einen klaren Zweck haben, sei es, Gottes Willen zu suchen, für eine bestimmte Situation zu beten oder geistliche Erneuerung zu erfahren.
Geistliches Fasten geht über den Verzicht auf Nahrung hinaus. Es beinhaltet auch, Barmherzigkeit und Gerechtigkeit zu üben und Bedürftigen zu helfen. Jesaja 58,6-7 sagt: „Ist nicht das ein Fasten, an dem ich Gefallen habe: dass ihr ungerechte Fesseln losmacht, dass ihr die Knoten des Jochs löst, dass ihr die Unterdrückten freilasst und jegliches Joch zerbrecht? Besteht es nicht darin, dass du dem Hungrigen dein Brot brichst und die Elenden ohne Obdach ins Haus führst?“
Was macht Fasten mit uns
Beim Fasten geschieht Positives in uns, im körperlichen, geistigen und geistlichen Bereich.
Fasten ist heilender Stress für den Körper, weil fehlende Nahrung bzw. fehlender Input ihm Mangel, eine Notsituation, die Abweichung vom ‚Normalen‘ signalisieren. Genau das aber soll Fasten erreichen, denn dadurch werden die Sinne geschärft, die Aufmerksamkeit und das Körpergefühl gesteigert, die Widerstandskraft gegen Unbill und die Anpassungsfähigkeit an neu Situationen erhöht sowie hochtrabende Wunschvorstellungen und Ziele ernüchtert. Fasten erdet und ermöglicht Neubeginn.
Fasten geht einher mit willentlicher Disziplin und Selbstbeherrschung. Ohne die sind Fasten und Entzug nicht möglich. Der Geist versagt dem Körper und sich selbst etwas und zeigt damit seine Stärke und Änderungsbereitschaft. Der Körper aber weiß nicht, dass dieses Fasten nur vorübergehend stattfindet und er lernt, sich dem Verstand zu fügen. Aber auch der Verstand neigt zur Dominanz. Auch er lernt beim Fasten, sich dem höheren Ziel des ganzheitlichen, geistigen Wohlbefindens unterzuordnen und demütig zu werden.
Beim Nahrungsfasten wird zunächst der Darm geleert und von Schlacken und schädlichen Bakterien und Pilzen befreit. Das entgiftet den Körper. Durch reduzierte, ausgewählte, vielseitige und gesunde Nahrung wird die Darmflora neu aufgebaut. Das ist innere körperliche Reinigung. Zusammen mit der aufgebrachten Kraft zur Enthaltsamkeit und der Freude über die eigene Selbstüberwindung erhalten wir Gefühle von Bestätigung, Leichtigkeit, Klarheit und neuer Dynamik.
Durch den Verzicht auf immer wieder neue, vielleicht ablenkende äußere Reize, werden der Verstand und die Gefühle entlastet und von ständig neuen Entscheidungszwängen befreit. Das ist innere geistige Reinigung und Entlastung.
Beim geistlichen Fasten werden die Einflüsse von außen weitgehend reduziert, nicht nur zur Entlastung, sondern auch zum Zeitgewinn, z.B. fürs Bibellesen und Gebet. Beides soll zu geistlicher Reinigung und Erneuerung führen. Gereinigt und erneuert sind wir von alten Lasten befreit und auch dazu ermutigt, die täglichen Herausforderungen mit neuer Kraft anzugehen.
Beim geistlichen Fasten zieht man sich bewusst zurück, um sich zu besinnen, um sich auf das Gebet und die Gemeinschaft mit Gott zu konzentrieren und um seine Nähe und Gegenwart intensiver zu erleben. Diese Konzentration erleichtert, Gott, Jesus bzw. den Heiligen Geist zu vernehmen. Das tiefe Eintauchen in deren Realität, in ihr Wesen, in ihr Wort und in ihre Heiligkeit, vertieft die geistliche Verbindung, den Glauben und erleichtert Erkenntnis.
Beim geistlichen Fasten und dem Eintauchen in Gottes Wort und Wille, werden Zusammenhänge klar sowie geistliche Erkenntnis möglich. Es erlaubt, die Hintergründe von Gottes Handeln zu erkennen, darin seine Güte und Weitsicht, die Weisheit seines Tuns zu sehen und seine Stimme besser wahrzunehmen.
Beim geistlichen Fasten erleben wir unsere Abhängigkeit von Gott hautnah und beantworten sie mit Gottvertrauen. Wir erinnern uns an Gottes früheres Geben und Führen. Wir suchen ihn immer wieder und bauen auf ihn und seine Zusagen. Wir sprechen mit ihm und hören auf ihn. Wir erleben, dass Gott uns in Schwächen trägt. Das vertieft unseren Glauben. In 2. Korinther 12,9 sagt Paulus: „Meine Gnade ist alles, was du brauchst. Denn meine Kraft kommt gerade in der Schwachheit zur vollen Auswirkung.“
Fasten ist oft auch bekennen von Sünden. Die Beichte befreit und erleichtert. Sie ermutigt zum Neuanfang mit Gottes Hilfe.
Neben den geistlichen Vorteilen hat Fasten auch gesundheitliche Vorteile. Wir sind gesünder und widerstandsfähiger. Der Körper ist entgiftet und die körpereigene Abwehr ist gestärkt. Wir erlernen neue Essgewohnheiten und das Körpergewicht normalisiert sich. Wir erlernen neue Verhaltensgewohnheiten und das Leben wird sicherer, vernünftiger und weniger risikoreich.
Fasten kann sogar emotionale Heilung bewirken, indem es uns unterstützt, uns von negativen Emotionen zu lösen und dabei hilft, zu Gelassenheit, Ausgeglichenheit und innerem Frieden zu finden.
Was hat Fasten mit Selbstbeherrschung zu tun
Fasten und Selbstbeherrschung sind eng miteinander verbunden. Beim Fasten verzichtet man bewusst, um sich auf geistige oder spirituelle Ziele zu konzentrieren. Dieser Verzicht erfordert Selbstdisziplin und Selbstbeherrschung. Es geht dabei beispielweise
um körperliche oder gedankliche Kontrolle: Durch jeden bewussten Verzicht lernen wir, die eigenen Bedürfnisse besser wahrzunehmen, zu prüfen und notfalls zu kontrollieren und zurückzustellen, um nicht mehr jedem begehrlichen Impuls folgen zu müssen.
um geistige Stärke: Fasten ist eine Form der Konzentration auf das Wesentliche. Es hilft, den Geist zu stärken, zu lenken und Ablenkungen und Versuchungen zu widerstehen, indem man sich z.B. intensiv auf Gebet, Besinnung oder Meditation konzentriert. Der unbändige freie Wille wird gezügelt, die Fähigkeit, bei der Hauptsache zu bleiben wird gefördert und verlockende Versuchungen verlieren an Reiz.
um Demut und Dankbarkeit: Fasten erdet, macht bescheiden und bringt zum Ursprünglichen zurück. Wir alle brauchen immer mal wieder fremde Hilfe und Unterstützung. Besonders wertvoll sind die, wenn sie uns geschenkt werden. Das aber ist nicht selbstverständlich. Schon gar nicht für Menschen, die lieber alles aus eigenem Können oder aus eigener Kraft regeln wollen. Die haben fremde Hilfe noch nicht zu schätzen gelernt. Selbstbeherrschtes Fasten kann dazu beitragen, darüber Erkenntnis zu gewinnen und die evtl. noch nicht vorhandene Demut und Dankbarkeit zu entwickeln.
um die spirituelle Vertiefung: Spirituelle Vertiefung und Erkenntnis wird durch innere Unruhe, Ungeduld, Gleichgültigkeit, Gedankenlosigkeit, Desinteresse oder Ablenkung immer wieder verhindert. Zweifel werden geschürt und geistliches Wachsen durch Erfolgserlebnisse und durch Gottes Geben bleibt aus. Ohne Disziplin und Selbstbeherrschung gibt man schnell auf und das Leben verliert sich weiterhin in der Suche nach und im Auskosten von weltlichen Zielen.
Wie man fastet
Geistliches Fasten ist eine ganz persönliche Sache und eine heilige, intensive Hinwendung zu Gott, jedoch keine spontane und launige Entscheidung. Es sollte von Zuversicht und Freude getragen sein. Deswegen überlege, warum du fasten möchtest. Möchtest du näher zu Gott kommen, für eine bestimmte Sache intensiv beten oder für einen evtl. Fehler Buße tun?
Bereite dich geistlich und körperlich auf das Fasten vor. Lese in der Bibel über das Fasten (z.B. Matthäus 6,16-18, Daniel 9,3) und bete um Gottes Führung bei deinem Fasten-Vorhaben.
Entscheide, wie lange du fasten möchtest. Es kann ein Teil des Tages, ein ganzer Tag oder mehrere Tage sein.
Entscheide, welche Fastenart du wählst:
Vollfasten, den Verzicht auf alle Nahrungsmittel, nur mit Wasser oder anderen Flüssigkeiten.
Teilfasten, den Verzicht auf bestimmte Lebensmittel oder Mahlzeiten.
Medienfasten, den Verzicht auf Medienkonsum.
Nutze die Zeit des Fastens, um intensiv zu beten, mit Gott zu reden und in der Bibel zu lesen. Suche dabei Gottes Nähe und sei empfänglich für seine Stimme.
Beende das Fasten langsam und achtsam, besonders wenn du länger gefastet hast. Beginne mit leichten, gesunden und frischen Mahlzeiten, damit sich eine neue und gesunde Darmflora entwickeln kann.
Sei dir bewusst, dass Fasten etwas ganz Persönliches ist und ein Zurschaustellen des Fastens den Erfolg verhindert.
Jesus sagte in Matthäus 6,16-18: „Wenn ihr aber fastet, so seht nicht düster drein wie die Heuchler; denn sie verstellen ihr Angesicht, damit die Leute merken, dass sie fasten. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon empfangen. Wenn du aber fastest, so salbe dein Haupt und wasche dein Gesicht, damit du nicht vor den Leuten als Fastender erscheinst, sondern vor deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der im Verborgenen sieht, wird dir’s vergelten“
Du zeigst mir den Weg zum Leben. Dort, wo du bist, gibt es Freude in Fülle; ungetrübtes Glück hält deine Hand ewig bereit. (Ps 16,11; NGÜ)
Zu dieser Beitragsreihe gehören weiterhin:
Beten und Fasten Teil 1 – Beten, das Gespräch mit Gott
Beten und Fasten Teil 3 – Beten und Fasten, hingebende Heilungskraft
(P.S.: Dieser Beitrag ist sehr komplex, deswegen wurden Antworten der künstlichen Intelligenz im ERF Bibleserver teilweise einbezogen.)

