Und sie werden alle von Gott gelehrt sein

 

Hallo Du,

jeder, der von Gott gehört und gelernt hat,

wird zu ihm hingezogen!

 

Diese Aussage ist eine Feststellung

und ein Versprechen.

Wer von Gott hört, hört auch,

dass es noch eine andere Welt gibt

als die, in der wir leben, uns abmühen

und doch nicht so recht vorwärts kommen.

Wir erleben Mühe und Last,

Schwierigkeiten und Widersprüche,

Unfreiheit, Abhängigkeit und Zwang,

Hilflosigkeit und Ohnmacht.

Wir sehnen uns nach Ruhe,

Unabhängigkeit, Harmonie

und innerem Frieden.

Wir wünschen uns Freundlichkeit,

Herzlichkeit, Menschlichkeit und Zeit,

Zeit um geduldig, freundlich, herzlich

und menschlich sein zu können,

Zeit um uns angemessen und würdig

im Leben zu bewähren.

 

Wir brauchen Anregungen und Impulse,

denn die halten uns wach und wendig.

 

Wir brauchen Herausforderungen um

über uns selbst hinauszuwachsen,

aber keine Überforderung, denn die macht

uns auf Dauer nur schwach und krank.

 

Wir brauchen das Licht eines Leuchtturms,

das uns vor Klippen im Leben warnt

und uns den rechten Weg weist.

 

Wir brauchen einen weitsichtigen

und weisen Gott,

der weiß, wie wir funktionieren

und der weiß, was für uns gut ist.

 

Wer von Gott hört, erhält Kraft.

Wer das Gute von Gott hört,

möchte mehr über ihn erfahren

und möchte ihn kennen lernen.

Wer Gottes weise Führung, Kraft und

Gnade erlebt hat,

der ist davon überzeugt, dass es ihn gibt,

dass er ihn bewacht und führt,

dass er nur das Beste für ihn will und tut.

 

Wie oft glauben wir, wir könnten uns

selbst helfen und tun es auch,

wir freuen uns, dass wir uns für

oder gegen etwas entschieden haben,

wir freuen uns,

dass wir aktiv geworden sich,

wir freuen uns, auch wenn der Erfolg

(noch) nicht offensichtlich ist.

Doch nach einiger Zeit,

rückblickend, stellen wir fest,

dass wir (trotz Anfangseuphorie)

doch nicht so toll waren und vielleicht

in einer Sackgasse gelandet sind.

 

Das muss nicht so sein,

aber oft genug ist es so.

Wir bewegen uns und kommen

doch nicht wirklich voran.

Wir investieren Kraft

und sehen kaum Erfolge.

Wir denken uns unser Handeln schön

und haben doch keine Befriedigung.

 

Wer zuhört, erwartet nichts.

Wer zuhört und dabei offen

und lernbereit ist,

der langweilt sich nicht,

vielmehr wird durch das Gehörte

latentes Wissen geklärt und neu gefügt,

verborgene Fähigkeiten und Begabungen

werden geweckt und entwickelt.

 

In den Worten Gottes findet man

Bestätigung und Stärkung,

man wird vertrauensvoll und mutig,

neu ausgerichtet und selbstsicher,

man weiß sich geliebt,

verstanden und angenommen

und man erfährt sich als ein sinnvoller,

wichtiger Teil eines größeren Ganzen.

 

Wer zuhört, möchte das Gehörte

prüfen und herausfinden,

wie es wirkt und was es bewirkt,

ob es richtig oder falsch ist,

wie man sich dabei und danach fühlt,

wie es auf Dauer wirkt

und ob das Leben damit besser gelingt.

 

Und je mehr ich mich auf Gott einlasse,

je mehr ich von ihm höre oder von ihm lese,

je häufiger ich mit ihm spreche,

je öfter ich seine Gegenwart in mir

und um mich herum verspüre,

desto mehr nehme ich von ihm an

und desto mehr werde ich von Gott gelehrt.

 

Seine Worte sind für uns Nahrung;

sie nähren unseren Geist,

sie verbinden uns mit ihm,

sie machen uns gelassen,

liebevoll und geduldig,

sie führen uns auf den Weg,

den wir schon immer gehen wollten,

von dem wir aber bis dahin nicht wussten,

wie wir ihn finden.

Seine Worte bestätigen das Gute

in uns und ermutigen uns,

es zu tun und darin zu bleiben.

 

Mit Gott finden wir unseren Platz im Leben

und werden von Harmonie, Freude und

Freundschaft umgeben,

weil wir mit uns selbst in Harmonie,

Freude und Freundschaft leben

und andere so sein lassen können,

wie sie sind;

auch deswegen,

weil wir nicht mehr um Liebe,

Aufmerksamkeit und Bestätigung kämpfen,

sondern sie großzügig

an andere verschenken,

weil wir selbst eine Fülle

(weit mehr als wir brauchen)

davon haben.

 

Arm ist, wer etwas hat,

davon aber nichts geben möchte.

Reich ist, wer reichlich gibt

ohne sich zu fragen, ob er genug hat.

 

Durch Gottes Wort werden wir geformt,

gebildet und neu ausgerichtet.

Einbildung weicht,

Werte klären und relativieren sich,

falsche Vorstellungen und Erwartungen

werden ersetzt,

falsches Denken, Fühlen und Handeln

werden aufgelöst,

falsches Hören und Verstehen

werden korrigiert,

alles Falsche wird allmählich

durch Weisheit ersetzt.

 

Bisher Blinde werden sehend

und bisher Taube hörend.

So werden wir gereinigt und echt,

ein neuer Mensch.

So werden wir zum Bild Gottes,

zu seinen Kindern,

zu seinen erwachsenen und

verantwortungsbewussten

Söhnen und Töchtern.

 

Es steht geschrieben in den Propheten:

»Sie werden alle von Gott gelehrt sein.«

Wer es vom Vater hört und lernt, der

kommt zu mir.

(Joh 6,45; L nach Jesaja 54,13)

 

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