Andacht zur Jahreslosung für 2026

 

Werte Leserinnen und Leser der Himmelsbriefe

Auch in diesem Jahr schreibe ich eine Andacht zur Jahreslosung 2026 am Jahresende von 2025.  

Sie beinhaltet Gottes Zusage: „Siehe, ich mache alles neu!“

Sie will uns durchs neue Jahr begleiten und uns Halt, Ermutigung, Orientierung geben kann. Für Christen ist sie Leitlinie, Lebensweisheit und verlässliche Lebensberatung. Ebenfalls Ermutigung, Trost, Stärkung und Anregung zur Besinnung.

 

Gebet zur Einführung

 

Ewiger Gott,

am Ende dieses Jahres danken wir dir

für alles Gute, das hinter uns liegt:

für bewahrte Wege, für Menschen an unserer Seite,

für die kleinen und großen Zeichen deiner Treue.

Du warst da und dabei.

 

Zugleich bringen wir auch

das Schwere dieses Jahres vor dich:

Enttäuschungen und Verletzungen,

Versagen und Lieblosigkeit,

Unerledigtes und Unverstandenes.

Wir legen es in deine Hände

und bitten dich: Heile, was verwundet ist,

vergebe, was schiefgelaufen ist,

vollende Begonnenes

und schenke uns wieder deinen Frieden.

 

Wenn wir nun in das neue Jahr gehen,

bitten wir dich um Hoffnung:

Erneuere und vertiefe unseren Glauben,

stärke und festige unser Vertrauen

und lass uns zuversichtlich dein

liebevolles Geben annehmen.

Wir bauen auf dein Wort:

„Siehe, ich mache alles neu!“

 

Dankbar schauen wir zurück

und hoffnungsvoll gehen wir nach vorn – mit dir.

In Jesu Namen. Amen.

 

 

Kommen wir nun zur Losung – „Siehe, ich mache alles neu!“

 

Dieser Satz scheint pauschal und unverständlich zu sein, weil er aus dem Zusammenhang gelöst ist. Deswegen sehen wir uns den näher an.

Er stammt aus dem biblischen Buch der Offenbarung im Neuen Testament. Genauer gesagt, aus der Vision des Apostel Johannes, in der er von Gott Erkenntnis über die Zukunft der Gläubigen erhält. Im engeren Zusammenhang steht in Offb 21,4-5:

Gott wird ihnen [den Gläubigen] alle Tränen abwischen. Es wird keinen Tod mehr geben, kein Leid, keine Klage und keine Schmerzen; denn was einmal war, ist für immer vorbei.«

Der auf dem Thron saß, sagte: »Siehe, ich mache alles neu!« Und mich (Johannes) forderte er auf: »Schreib auf, was ich dir sage, alles ist zuverlässig und wahr.«

Diese Verse stehen mitten in der Beschreibung vom neuen Himmel und der neuen Erde und sie sind ein Blick in Gottes Zukunft mit uns.

Sollte jemand daran zweifeln: Diese Zusage macht der allmächtige Gott, dem kein Ding unmöglich ist, der uns immer nah ist, der treu und zuverlässig hält, was er verspricht!

Wir dürfen dieser Zusage vertrauen, auch wenn wir sie (noch) nicht verstehen. Wir dürfen um sie bitten, sie annehmen, sie prüfen und erproben. Dabei werden bemerken: Gott hält Wort! Seine Zusagen tun uns gut. Es lohnt sich, ihm weiterhin zu vertrauen.

 

Gehen wir durch den Text:

Gott wird ihnen alle Tränen abwischen – Wir alle kennen Tränen, Tod, Leid, Klage und Schmerzen und leiden darunter. Wir scheinen ihnen ohnmächtig ausgeliefert zu sein. Gott wird das beenden!

Siehe, ich mache alles neu! – Neu meint – vollkommen. Gott repariert nicht, er erneuert, macht besser, schöner, haltbarer. Er verändert grundlegend.

Siehe – Ihr werden es sehen, bemerken und erkennen. Es wird so kommen!

ich mache – Gott, der Allmächtige macht es – nicht wir, weil wir es nicht können.

alles – Alles, was durch Menschen aus dem Ruder gelaufen ist. Er baut eine neue Welt voller Liebe und Geborgenheit, Güte und Führung, ohne Nöte und Sünden, mit unbegrenzten Möglichkeiten und ewiger Verbundenheit mit ihm.

Schreib auf, was ich dir sage – Es ist wichtig. Dazu stehe ich. Das ist verbindlich, nachprüfbar, zuverlässig und wahr!

 

Wann geschieht das?

Die Verheißungen der Offenbarung beziehen sich auf die Zeit, wenn Jesus wiederkommen wird, um die Gläubigen für alle Ewigkeit zu sich zu holen. Vermutlich ist das nach unserem Tod.

Was hilft uns das jetzt?

Diese Ewigkeit beginnt mit unserer Umkehr und Hinwendung zu Jesus. Er ist es, der uns nach und nach von Unreinheiten, aus schlechten Bindungen und von üblen Einstellungen befreit und behutsam in ein neues Leben mit ihm führt – wenn wir das wollen.

Wichtig ist: Gott verlangt nichts von uns. Gott erwartet nichts von uns. Er lässt uns immer die freie Entscheidung, ob wir ihm folgen wollen oder nicht.

Geduldig wartet er auf uns und bleibt dabei immer liebevoll, freundlich, friedfertig, hilfsbereit, gütig, verständnisvoll, zugetan und nachsichtig. Er lässt uns Zeit und schenkt immer wieder neue Chancen und Gelegenheiten, ihn kennenzulernen und auf ihn zu hören.

 

Neues entsteht in uns und um uns herum, wenn wir Veränderung wollen und für uns zulassen; wenn wir darum bitten, darauf hoffen und Gott sowie seiner Güte und seinem Geben zuversichtlich Vertrauen.

Vertrauen ist wie eine Tür, durch die etwas in unser Herz und unseren Kopf kommen darf. Vertrauen ist eine Reise oder auch das Licht in der Finsternis.

 

‚Siehe, ich mache alles neu‘ meint:  Du kannst es schon sehen und bemerken. Ich habe bereits damit angefangen. Ich räume eure inneren Hindernisse, falschen Erwartungen, eure Ungeduld und Unzufriedenheiten schon jetzt aus dem Weg. Ich mache euch nach und nach zu zufriedenen, einsichtigen und vollendeten Menschen!

Wir dürfen vertrauen, dass Gott tut, was er sagt.
Wir dürfen ihn mutig bitten.
Wir dürfen alles Neue ausprobieren, bevor wir es annehmen.

 

Neues könnte entstehen beispielsweise in Bezug auf

–       auf ein neues Herz und einen neuen Geist

–       auf einen neuen Lebensstil oder ein anderes Verhalten

–       auf veränderte Wünsche oder Prioritäten

–       auf die Sensibilität für Unrecht und Sünde

–       auf neue Denk- und Sichtweisen

–       auf Hoffnung und Zuversicht

–       auf den Umgang und die Gemeinschaft mit anderen

–       auf charakterliche Veränderungen: „Die Frucht des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Nachsicht und Selbstbeherrschung

–       oder in der Verbindung mit und der Einstellung zu Jesus.

 

Besinnung

Gehe doch mal in dich und überlege, was du im vergangenen Jahr an Neuem bekommen hast und auch, was du dir für das kommenden Jahr an Erneuerung wünschst.

 

Zusammengefasst will Gott in der Losung uns in einfacher Sprache sagen:

Sei getrost, ich bin mit dir. Ich stehe dir bei und stärke dich. Du bist mir so wichtig, dass ich dich und dein Wesen erneuere und vollkommen mache für unser Zusammensein in einer sorglosen und wunderbaren Ewigkeit.

 

Amen.

 

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