Ständige Sehnsucht

 

Ist mein Sehnen eine Sucht,

die das Weite sucht, die Flucht

vor dem tristen Alltagsleben,

freudlos gefangen in Spinnweben?

 

Oder, gibt es Kraft zu gehen;

zu den Hoffnungen zu stehen;

Schritte ins Fremde zu wagen

und, trotz Kummer, nicht zu verzagen?

 

Es geht darum, sich treu zu bleiben;

sich an Widrigem zu reiben;

eigne Kanten abzuschleifen

und dabei weiter zu reifen.

 

Das Beste in sich wachsen lassen

heißt auch, das Schlechte sein zu lassen;

es aufzugeben für das Neue,

für Liebe, Freude, Frieden, Treue.

 

 

Denn hier auf der Erde gibt es keinen Ort,

der wirklich unsere Heimat wäre und wo

wir für immer bleiben könnten. Unsere

ganze Sehnsucht gilt jener zukünftigen

Stadt, zu der wir unterwegs sind.

(Hebr 13,14; NGÜ)

 

Ich sah die heilige Stadt, das neue

Jerusalem, von Gott aus dem Himmel

herabkommen, schön wie eine Braut,

die sich für ihren Bräutigam geschmückt

hat. Und vom Thron her hörte ich eine

mächtige Stimme rufen:

»Seht, die Wohnung Gottes ist jetzt bei

den Menschen! Gott wird in ihrer Mitte

wohnen; sie werden sein Volk sein – ein

Volk aus vielen Völkern, und er selbst,

ihr Gott, wird ´immer` bei ihnen sein.

Er wird alle ihre Tränen abwischen. Es

wird keinen Tod mehr geben, kein Leid

und keine Schmerzen, und es werden

keine Angstschreie mehr zu hören sein.

Denn was früher war, ist vergangen.

(Offb 21,2-4;NGÜ)

 

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