Krieg und Hochmut
Wer einen Krieg beginnt, will etwas kriegen,
sich etwas nehmen, einverleiben, will siegen.
Der will für sich Ruhm und Ehre vermehren
und alle, eines Besseren belehren.
Der ist voller Aggression, Gier und Verdruss!
Die Gier nach eigener Macht ist sein Genuss!
Sein Größenwahn treibt ihn, lässt ihn nicht mehr ruhn,
zwingt ihn, sich zu beweisen, Großes zu tun.
Der beschönigt auch gerne sein Vorgehen,
will, dass alle IHN achten und verstehen.
Scheinargumente werden vorgeschoben,
doch jedwede Begründung ist verschroben.
Es ist immer ein Mensch, der den Krieg beginnt
und alles daransetzt, dass er auch gewinnt.
Verliert er ihn, wäre das sein Untergang.
Gewinnt er, erstarkt sein Ego, sein Drang und Zwang.
Krieg ist verachtend, verlogen und gemein.
Deswegen ist es besser, man lässt ihn sein.
Einen Krieg zu beenden, braucht Demut und Größe,
es enttarnt vielleicht die eigene Blöße.
Not, Leid und Trauer bleiben lange bestehen,
doch der Ruhm des Siegers – wird sehr schnell vergehen.
Woher kommen die Auseinandersetzungen
unter euch, woher die Streitigkeiten? Kommen sie
nicht daher, dass in euch selbst ein Kampf tobt?
Eure eigensüchtigen Wünsche führen einen
regelrechten Krieg gegen das, was Gott von euch
möchte! (Jak 4,1; NGÜ)


