Die Weisheit spricht …
Die Weisheit spricht:
„Verzage nicht!
Noch weißt du nicht,
dass Wahrheit besticht.
Lasse dich von mir leiten.
Lasse dein Herz von mir weiten.
Lasse dich von mir berühren
und zu weisen Entscheidungen führen.
Klug ist, wer auf mich hört,
wer Vertrauen nicht zerstört,
wer erst denkt und danach spricht,
wer durch Umsicht und Weitsicht besticht.
Der Weise weiß, dass er fast nichts weiß,
dass Dazulernen – erfordert Fleiß,
dass Herzensgüte löst und verbindet
und ihren Ursprung in Christus findet.
Wer nichts erwartet, selbstlos denkt,
wen Gottes Geist und Liebe lenkt,
wer sich in seinem Wollen beschränkt,
der ist schon mit Gottes Geist beschenkt.“
Hält sich jemand von euch für klug und
weise? Dann soll das an seinem ganzen
Leben abzulesen sein, an seiner
Freundlichkeit und Güte.
Sie sind Kennzeichen der wahren Weisheit.
Seid ihr aber gehässig, voller Neid und
Streitsucht, dann braucht ihr euch auf eure
angebliche Weisheit nichts einzubilden.
In Wirklichkeit verdreht ihr so die Wahrheit.
Eine solche Weisheit kann niemals von Gott
kommen. Sie ist irdisch, ungeistlich, ja
teuflisch. Wo Neid und Streitsucht herrschen,
da gerät alles in Unordnung; da wird jeder
Gemeinheit Tür und Tor geöffnet.
Die Weisheit aber, die von Gott kommt, ist
vor allem aufrichtig; außerdem sucht sie den
Frieden, sie ist freundlich, bereit nachzugeben
und lässt sich etwas sagen. Sie hat Mitleid mit
anderen und bewirkt Gutes; sie ist unparteiisch,
ohne Vorurteile und ohne alle Heuchelei.
(Jak 3, 13-17; HfA)
