Das ‚Wir‘ entzweit

 

Das Wir stirbt am Ich,

an einem unseligen Gemisch

aus Selbstsucht und Unzufriedenheit,

aus Intoleranz und Unaufmerksamkeit,

aus Vorteilnahme und Lieblosigkeit.

 

Und wo das Wir schwindet,

wo Verständnis sich entwindet,

wo Ärger aufsteigt,

wo Streit Beziehung vergeigt,

wo Geduld sich neigt

und Lieblosigkeit sich zeigt,

da Gemeinschaft entzweit,

da ist Trennung nicht mehr weit.

 

Das, durch egozentrischen Streit;

durch schlechte Gedanken

und zweifelndes Wanken;

durch überzogene Erwartung

und engstirnige Vorstellung;

durch unlautere Forderung

und entehrende Einengung;

durch Kontrolle, Rechthaberei

und Bevormundung.

 

Wenn Selbstsucht sich selbst sucht,

ist man verflucht.

Man kann sich nicht finden,

im Erblinden.

Wenn Unzufriedenheit sich setzt,

man sich selbst verletzt.

Man wird sie nicht mehr los

ohne Gnaden-an-stoß.

 

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