Gott ist weise und gerecht
Oh Herr, mein Gott,
du, meine Hoffnung auf Erlösung und Rettung,
du, mein gerechter Vater im Himmel.
Ich rufe zu dir in großer Not
und ich suche dich in tiefer Verzweiflung.
Sorgen, Wut und Ängste bedrängen mich,
Zweifel, Unsicherheit und Unentschiedenheit zernagen mich,
unruhige Träume wecken mich und rauben mir den Schlaf.
Meine Gedanken kreiseln immer wieder um das Gleiche.
Sie sind wie festgefahren. Sie denken sich selbst.
Meine Widersacher verletzen und missachten mich.
Sie treiben mich immer wieder in die Enge und verhöhnen mich.
Ich werde beleidigt, gedemütigt und zurückgesetzt.
Meine Ehre wird mit Füßen getreten,
doch sie sind obenauf.
In ihrer Selbstherrlichkeit und Selbstgerechtigkeit
missbrauchen sie deine Gaben und wenden sie gegen mich.
Sie wollen mich mürbe machen, klein kriegen und vernichten,
und dabei sind ihnen alle Mittel recht.
Sie tun Böses und haben ihre hämische Freude daran.
Herr, du bist gerecht und freundlich.
Du bist meine einzige Hoffnung.
Von dir erbitte ich Heil und inneren Frieden.
Du wendest dich denen zu, die dich suchen.
Du siehst meinen Jammer und hörst mein Stöhnen.
Verschreckt und beschämt schleiche ich durch die Gegend,
denn ich fühle mich nicht mehr mit dir verbunden.
Ich fühle mich allein und verlassen.
Ich bin mir deiner nicht mehr sicher.
Du entschwindest mir immer mehr,
denn meine Feinde ziehen mich in ihren Sumpf
von Haltlosigkeit und abgrundtiefer Schlechtigkeit.
Ich bin wie gelähmt, ermüdet und ermattet,
doch meine Gedanken toben, wüten und hassen.
Sie suchen die Rache mehr als dich.
Herr, mein allmächtiger Gott,
weise diese hochmütigen und überheblichen Menschen zurecht.
Lähme ihre lästernden und vergiftenden Zungen
und zerbreche ihr machthungriges Gebaren.
Sie entehren sich selbst und merken es nicht.
Lasse sie in den Spiegel der Selbsterkenntnis schauen,
damit sie vor ihrem Zerrbild erschrecken.
Reiße ihnen die Maske des Biedermannes vom Gesicht,
damit sie das Böse in sich erkennen.
Herr. sie wollen dich nicht kennen,
und indem sie mich verhöhnen, verhöhnen sie auch dich.
Herr, ich lobe deine unendliche Weisheit
und deine unbeeinflussbare Gerechtigkeit,
ich lobe deine übergroße Güte und Barmherzigkeit.
Mein Vertrauen in dich ist wie vom Sturm zerfetzt
und meine Liebe zu anderen ist wie weggeblasen.
Ich vergesse mich und weiß nicht mehr, wer ich bin.
Ich bin nur noch ein Schatten meiner selbst,
von deinem Ebenbild weit entfernt;
und doch bist du treu und liebst du mich,
und doch darf ich auf dich hoffen und bauen.
Herr, ohne dich, vergehe ich; ohne dich, bin ich tot.
Richte du mich wieder auf und schenke mir deinen Frieden,
damit ich wieder zu Kräften komme.
Festige du meinen Glauben
in deine großzügige Gnade und in dein Wohlwollen,
indem du mir Ehre erweist und dich mir erneut zuwendest.
Schenke mir neue Kraft, Zuversicht und Gelassenheit,
damit ich in schweren Situationen vor dir bestehe.
Lasse mich mutig aufstehen und, auf dich schauend,
meinen Feinden entgegentreten.
Mit dir kann ich die Dämonen zertreten.
Du gibst mir Sicherheit. Mit dir bin ich stark.
An deiner Seite siegen Wahrheit und Gerechtigkeit.
Mit dir überwinde ich meine bösen Reaktionen
und quälenden Gedanken.
Herr, ewig möchte ich deine Größe und Güte preisen
und dir lobsingen aus dankbarem Herzen.
Alle sollen von deiner Liebe und deinem Beistand erfahren
und alle sollen meine Liebe und Treue zu dir erkennen.
Hab Dank, dass du mich schützend umgibst
und mich mit neuem Glauben und neuer Zuversicht anfüllst.
Hab Dank, dass du die Feinde in mir durchschaust,
sie besiegst und in die Flucht schlägst.
Das Licht deiner Wahrheit entlarvt ihre Boshaftigkeit.
Dein Licht blendet und verbrennt sie.
In deinem Licht können sie nicht bestehen.
In deinem Licht wird meine Liebe wieder hell und bunt.
Es erleuchtet meinen Weg, sodass ich wieder erkenne,
wie es weitergeht.
In deiner Gegenwart werde ich neu und heil.
Herr, du mein Schöpfer und himmlischer Vater,
dein Name sei gepriesen in alle Ewigkeit.
Amen.

