Weshalb fällt es Menschen schwer, Christ oder Christin zu werden?

 

Euer Herz wird immer dort sein, wo ihr eure Schätze habt.   (Mt 6,21; GNB)

 

Hallo Du,

in unserer Zeit ist es nicht immer „in“, offen zu Jesus zu stehen. Wer ihn als Herrn bekennt, stößt häufig auf Unverständnis oder Ablehnung. Heute hinterfrage ich einmal, warum das so ist bzw., weshalb es für viele Menschen so schwer ist, Christ oder Christin zu werden.

Hier einige Gründe und Hürden, die dabei oft eine Rolle spielen – und auch, was die Bibel dazu sagt:

 

1.     Selbstständigkeit und Stolz
Viele möchten ihr Leben selbst bestimmen. Die Bibel sagt aber: „Gott widersteht den Hochmütigen; aber den Demütigen gibt er Gnade.“ (Jakobus 4,6). Sich Gott anzuvertrauen, bedeutet, Kontrolle abzugeben – das ist für viele eine echte Herausforderung.

 

2.     Falsche Sicherheit
Manche verlassen sich auf ihre eigene Kraft und Weisheit, auf ihr Können, Denken oder Tun, statt auf Jesus als Retter und Herrn.

 

3.     Unkenntnis oder Zweifel
Manche wissen schlicht zu wenig über Jesus. Viele haben Zweifel: Gibt es Gott wirklich? Ist Jesus wirklich auferstanden? Schon Thomas hatte Zweifel: „Wenn ich nicht in seinen Händen die Nägelmale sehe … kann ich’s nicht glauben.“ (Johannes 20,25). Zweifel sind normal – die Bibel lädt ein, ehrlich damit umzugehen.

 

4.     Angst vor Veränderung
Glaube verändert das Leben. Jesus fordert heraus: „Wer mir nachfolgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir.“ (Markus 8,34) Das klingt erstmal unbequem, weil es bedeutet, alte Gewohnheiten loszulassen.

 

5.     Negative Erfahrungen mit Autoritäten
Viele Menschen haben schlechte Erfahrungen mit Machtmissbrauch oder Kontrolle gemacht. Das erschwert das Vertrauen, sich einer höheren Autorität – auch Jesus – anzuvertrauen.

 

6.     Zeitgeist und Trends
Der Zeitgeist propagiert oft Werte, die im Widerspruch zu den Werten von Jesus stehen, z.B. „Du bist deines Glückes Schmied“.

 

7.     Gesellschaftlicher Druck
Manchmal befürchten Menschen, was andere von ihnen denken könnten. „Fürchtet euch nicht vor den Menschen …“ (Matthäus 10,28). Der Wunsch nach Anerkennung kann ein Hindernis sein.

 

8.     Missverständnisse über den Glauben
Viele denken, Christsein bedeute, perfekt sein zu müssen. Das ist nicht so! Es heißt: „Denn aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben …“ (Epheser 2,8).

 

9.     Schlechte Erfahrungen mit Kirche oder Christen
Manche Menschen haben Verletzungen oder Enttäuschungen erlebt und übertragen das auf Jesus. Jesus selbst sagt aber: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“ (Matthäus 11,28). Nicht Menschen oder Institutionen sind das Ziel, sondern Jesus selbst.

 

10.Kulturelle Prägung
Unsere Gesellschaft betont Individualismus und Selbstverwirklichung. Das steht oft im Gegensatz zur treuen Nachfolge Jesu.

 

11.Religiöse Prägung
Manche Menschen sind in anderen Religionen oder Weltanschauungen aufgewachsen, die Jesus nicht als Herrn anerkennen. Ein Wechsel fällt schwer.

 

12.Falsches Gottesbild
Manche stellen sich Gott als streng, strafend oder distanziert vor. Das macht es schwer, Jesus als liebevollen Herrn zu sehen, dem man sich gerne unterordnet. Doch Jesus sagt in Matthäus 11,29: „Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.“ Die Bibel zeigt aber: „Der HERR ist barmherzig und gnädig, geduldig und von großer Güte.“ (Psalm 103,8).

 

13.Unwissenheit über das Evangelium
Viele wissen gar nicht, was Christsein wirklich bedeutet. „Wie sollen sie aber an den glauben, von dem sie nichts gehört haben?“ (Römer 10,14).

 

14.Fehlende persönliche Erfahrung
Manche warten auf ein „besonderes Erlebnis“, bevor sie glauben können. Jesus sagt: „Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!“ (Johannes 20,29).

 

15.Angst, Fehler zu machen
Manche fürchten, als Christ zu versagen. Doch: „Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt.“ (1. Johannes 1,9).

 

16.Bindung an materielle Dinge
Jesus als Herrn anzuerkennen heißt auch, ihn über Besitz, Karriere und Status zu stellen. Das fordert heraus, wie Jesus in Matthäus 6,24 sagt: „Niemand kann zwei Herren dienen… Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.“ Der Wunsch nach Sicherheit durch Besitz kann im Weg stehen. Jesus sagt: „Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.“ (Matthäus 6,21).

 

17.Angst vor Ablehnung oder Ausgrenzung
Viele fürchten, von Familie, Freunden oder Kollegen abgelehnt oder ausgelacht zu werden, wenn sie offen zu Jesus als Herrn stehen.

„Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden.“ (Matthäus 5,10).

 

18.Angst vor Kontrollverlust
Viele fürchten, die Kontrolle über ihr Leben zu verlieren, wenn sie Jesus das Steuer überlassen. Glaube bedeutet, Gott das Steuer zu überlassen. Das fällt schwer, weil wir gern alles selbst regeln wollen. „Verlass dich auf den HERRN von ganzem Herzen und verlass dich nicht auf deinen Verstand.“ (Sprüche 3,5).

 

19.Schuld- und Schamgefühle
Manche meinen, sie seien „zu schlecht“ oder unwürdig für Jesus. Doch Jesus sagt: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen“ (Johannes 6,37).

 

20.Verlust von Freiheit befürchten
Viele denken, Christsein schränkt ein. Dabei schenkt Jesus wahre Freiheit: „Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei.“ (Johannes 8,36).

 

21.Verstrickung in alte Gewohnheiten oder Süchte
Manche fühlen sich von alten Mustern gefangen. „Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur.“ (2. Korinther 5,17).

 

22.Unbewusste Bindungen
Manche sind sich gar nicht bewusst, dass sie anderen „Herren“ dienen – etwa Erfolg, Menschenmeinungen oder Süchten.

 

23.Intellektuelle Hürden
Manche finden es schwierig, Glauben und Verstand zu verbinden. Doch: „Denn bei Gott sind alle Dinge möglich.“ (Markus 10,27). Oder sie haben Fragen oder Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Bibel oder der Auferstehung Jesu. Sie wollen erst alles rational verstehen, bevor sie sich Jesus anvertrauen. Johannes 20,25: „Wenn ich nicht in seinen Händen die Nägelmale sehe … will ich’s nicht glauben“.

 

24.Glauben als „Kindersache“ abtun
Manche halten Glauben für naiv oder überholt. Jesus sagt: „Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen.“ (Markus 10,15).

 

25.Angst vor Verpflichtungen
Viele fürchten, dass der Glaube sie zu Dingen „zwingt“, die sie nicht wollen. Doch Jesus sagt: „Mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.“ (Matthäus 11,30).

 

26.Negative Vorbilder
Wenn Christen scheinheilig oder lieblos wirken, schreckt das ab. Jesus kritisiert religiöse Heuchelei: „Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist fern von mir.“ (Matthäus 15,8).

 

27.Sorgen um die eigene Vergangenheit
Manche denken, ihre Geschichte sei ein Hindernis. Doch Paulus schreibt: „Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.“ (2. Korinther 5,17).

 

28.Überforderung durch die Bibel
Die Bibel erscheint manchen zu komplex oder widersprüchlich oder zu unverständlich. Doch: „Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg.“ (Psalm 119,105). Manchen hilft es, eine Bibelübersetzung und heutiger Sprache zu lesen, z.B. die Bibeln ‚Hoffnung für alle‘ (HfA) oder die ‚Neue Genfer Übersetzung‘ (NGÜ).

 

29.Mangelnde Begegnung mit Jesus
Wer Jesus nie persönlich erlebt hat, hat oft keinen inneren Antrieb, ihn als Herrn anzuerkennen. Die bewusste Begegnung mit Jesus verändert Herzen.

 

30.Glaube wird oft als Privatsache gesehen
In unserer Gesellschaft ist Religion oft Privatsache – das macht es schwer, offen dazu zu stehen oder darüber zu reden.

 

31.Angst vor Enttäuschung

Manche haben Angst, dass Gott ihre Erwartungen nicht erfüllt oder dass Gebete „unbeantwortet“ bleiben. Die Bibel ermutigt aber dazu: „Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden.“ (Matthäus 7,7), damit Antworten oder Hilfen gegeben werden.

 

32.Überwältigung durch das Leid in der Welt
Viele fragen: „Wie kann Gott das zulassen?“ Auch in der Bibel ringen Menschen mit dieser Frage, z.B. im Buch Hiob. Dieses Ringen kann zu neuen und hilfreichen Erkenntnissen führen.

 

33.Fehlende Gemeinschaft
Allein fällt es schwer, im Glauben zu wachsen. Glauben braucht Gemeinschaft und Beziehung, ein miteinander und aneinander Wachsen. „Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.“ (Matthäus 18,20).

 

34.Zeitmangel und Ablenkung
Der Alltag ist voll, Glaube scheint „keinen Platz“ zu haben. Doch: „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes … so wird euch alles andere zufallen.“ (Matthäus 6,33).

 

35.Falsche Prioritäten
Materielle Dinge, Karriere oder Hobbys stehen oft im Vordergrund. Jesus fragt: „Was hilft es dem Menschen, die ganze Welt zu gewinnen und nimmt doch Schaden an seiner Seele?“ (Markus 8,36).

 

36.Falsche Vorstellungen von Freiheit
Viele glauben, Freiheit bedeute, niemanden über sich zu haben. Wir können uns auch selbst unfrei machen. Echte Freiheit finden wir in der Beziehung zu Jesus. Johannes 8,36: „Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei“.

 

37.Gewohnheit und Bequemlichkeit
Das Leben ohne Jesus als Herrn und Ratgeber ist oft bequemer, weil es keine Herausforderung oder Veränderung verlangt. Alte Gewohnheiten aufzugeben, fällt schwer.

 

38.Unklarheit über den nächsten Schritt
Manche wissen nicht, wie sie konkret mit Glauben oder Gottvertrauen anfangen sollen.

 

39.Angst, die eigene Identität zu verlieren
Manche Menschen befürchten, dass sie als Christ oder Christin ihre Individualität oder Persönlichkeit aufgeben müssen. Doch die Bibel macht Mut: Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen.“ (Epheser 2,10).

 

 

Liebe Leser,

falls ihr noch kritisch gegenüber Jesus, der Bibel oder dem tatsächlichen Wirken und Handeln Gottes seid:

In welchen der genannten Gründe haben ihr euch wiedergefunden?

Ihr müsst euch deswegen nicht schämen. Ich war früher auch so und habe mich irgendwann damit nicht mehr wohlgefühlt.

Ich wurde gläubig und habe meine späte Entscheidung für Jesus nie bereut. Das Leben mit ihm ist beeindruckend und voller Wunder.

 

Außerdem: Christ bzw. Christin zu werden, ist immer eine individuelle und freiwillige Entscheidung – und muss es auch sein, weil uns meist nur das wirklich wichtig, was wir selbst auch wirklich wollen!

 

Euch kann ich sagen: Glücklicherweise ist es nie zu spät, Christin oder Christ zu werden! Bei Jesus gibt es keinen Bonus für Langzeitgläubige. Führ ihn zaält nur, dass wir zu ihm kommen und uns bewusst für ihn entscheiden! Das Schöne bei ihm ist: Alle erhalten den gleichen Lohn, die gleichen Hinweise, Erkenntnisse, Vergünstigungen und Geschenke. Gott sei Dank!

 

Für die erfahrenen Glaubensgeschwister, bietet dieser Beitrag, neben eventuell neuen Impulsen, wieder die Möglichkeit, ihn an andere weiterzugeben. Vielen Dank dafür.

 

 

 

(Dieser Beitrag wurde erstellt im Zusammenwirken mit dem Chatbot des ERF-Bibleserver.)

Schreibe einen Kommentar