Die Herzenshaltung strahlt aus!

 

Hallo Du,

Kinder verstehen nicht, was Erwachsen sagen oder weshalb und worum sie streiten, aber sie haben ein feines Gespür für deren Launen, Stimmungen und Herzenshaltungen. Daran erkennen sie, ob jemand ‚gut‘ oder ‚schlecht‘ ist, ob jemand für sie gefährlich ist, ob und wem sie vertrauen können.

 

Was ist eine Herzenshaltung?

Die Herzenshaltung beschreibt die innere Einstellung oder Haltung eines Menschen – die Art und Weise, wie jemand fühlt, denkt und handelt, besonders in Bezug auf moralische Werte wie bspw., Ehrlichkeit, Respekt, Verantwortung, Gerechtigkeit, Fairness oder Mitgefühl oder Offenheit.

Es geht um die innere Ausrichtung des Herzens, die beeinflusst, wie wir mit anderen umgehen, auf Herausforderungen reagieren und das Leben insgesamt wahrnehmen.

Menschen mit einer positiven Herzenshaltung strahlen oft Wärme, Geduld und Empathie aus. Sie begegnen Situationen nicht nur mit Verstand, sondern auch mit einer inneren Überzeugung, die von ihren Werten und Gefühlen geleitet wird. Eine gute Herzenshaltung kann helfen, in schwierigen Zeiten Kraft zu finden und Beziehungen zu vertiefen.

 

Wie ist deine Herzenshaltung?

Wie ist deine grundlegende und dauerhafte innere Ausrichtung, dein „inneres Klima“, das dein ganzes Leben ausrichtet?

Wie ist deine Herzenseinstellung, deine Gesinnung, innere Haltung, Werteorientierung, Herzensneigung, Geisteshaltung, Überzeugung bzw. Mentalität?

Welches Vorzeichen hat sie? Ist sie positiv, negativ oder gemischt?

Was prägt sie? Wie wirkst du auf andere?

 

Was strahlst du aus?

Vielleicht ist es innere Unausgeglichenheit oder Unsicherheit, vielleicht sind es Anteile von Egoismus, Stolz oder Hochmut, von Neid oder Eifersucht, von Bitterkeit, Lieblosigkeit, Unbarmherzigkeit und Härte oder von Undankbarkeit, Habsucht, Gier, Heuchelei, Zorn oder Jähzorn, vielleicht Ansätze von Gleichgültigkeit, Trägheit oder Faulheit?

Nein, das will niemand hören, schon gar nicht so sein oder es zugeben. Deswegen lege ich nun den Schwerpunkt auf die positiven Aspekte der Herzenshaltung, denn Gott kann unser Herz, unsere Herzenseinstellung verändern und von Grund auf erneuern.

In Hesekiel 36,26 sagt er: „Ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist geben. Ja, ich nehme das versteinerte Herz aus eurer Brust und gebe euch ein lebendiges Herz. (HfA)   (Ein gesundes, liebevolles, offenes, weites, leidenschaftliches und mitfühlendes Herz)

 

Was bedeutet ‚Herzenshaltung‘ in der Bibel?

In der Bibel und im christlichen Glauben beschreibt ‚Herzenshaltung‘ die innere Einstellung, mit der wir Gott, anderen Menschen und uns selbst begegnen. Es geht dabei nicht nur um äußeres Verhalten, sondern vor allem um das, was uns innerlich antreibt.

In der Bibel steht das „Herz“ für das Zentrum unseres Denkens, Fühlens und Wollens – also für unsere Persönlichkeit und Motivation.

In 1.Samuel 16,7 heißt es: „Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der HERR aber sieht das Herz an.“

Gott sieht nicht nur, was wir tun, sondern auch, mit welcher Einstellung oder Motivation wir es tun.

 

 

Welche Aspekte zeichnen eine dauerhafte positive Herzenshaltung aus?

Hier einige Beispiele dafür:

 

1. Demut

  • Sich selbst nicht über andere stellen, sondern Gottes Größe anerkennen.
  • „Alle aber miteinander haltet fest an der Demut; denn Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade.“ (1. Petrus 5,5)

 

2. Dankbarkeit

  • Das Gute sehen und Gott dafür loben, auch in schwierigen Zeiten.
  • „Seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch.“ (1. Thessalonicher 5,18)

 

3. Vergebungsbereitschaft

  • Anderen von Herzen vergeben, wie Gott uns vergibt.
  • „Seid aber untereinander freundlich und herzlich und vergebt einer dem andern, wie auch Gott euch vergeben hat in Christus.“ (Epheser 4,32)

 

4. Liebe

  • Gott und die Mitmenschen aufrichtig lieben.
  • „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen … und deinen Nächsten wie dich selbst.“ (Lukas 10,27)

 

5. Glauben und Vertrauen

  • Sich auf Gottes Zusagen verlassen, auch wenn Umstände schwierig sind.
  • „Verlass dich auf den HERRN von ganzem Herzen und verlass dich nicht auf deinen Verstand.“ (Sprüche 3,5)

 

6. Sanftmut

  • Ruhig und freundlich bleiben, auch wenn man provoziert wird.
  • „Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen.“ (Matthäus 5,5)

 

7. Gehorsam

  • Gottes Willen tun, auch wenn es schwerfällt.
  • „Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten.“ (Johannes 14,15)

 

8. Barmherzigkeit

  • Mitgefühl zeigen und anderen helfen, besonders den Schwachen.
  • „Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.“ (Matthäus 5,7)

 

9. Ehrlichkeit

  • Wahrhaftig sein, sich selbst und anderen gegenüber.
  • „Wer untadelig lebt, der lebt sicher; wer aber krumme Wege geht, wird ertappt werden.“ (Sprüche 10,9)

 

10. Hoffnung

  • Zuversichtlich auf Gottes Zukunft vertrauen, auch in dunklen Zeiten.
  • „Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet.“ (Römer 12,12)

 

11. Geduld

  • Warten können, ohne zu verzweifeln oder aufzugeben.
  • „Die Frucht des Geistes ist … Geduld.“ (Galater 5,22)

 

12. Freude

  • Sich an Gott und seinem Wirken freuen, unabhängig von äußeren Umständen.
  • „Freuet euch im Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch!“ (Philipper 4,4)

 

13. Reue/Buße

  • Eigene Fehler erkennen und ehrlich vor Gott bringen.
  • „Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz, und gib mir einen neuen, beständigen Geist.“ (Psalm 51,12)

 

14. Gottesfurcht

  • Ehrfurcht und Respekt vor Gottes Größe und Heiligkeit.
  • „Die Furcht des HERRN ist der Anfang der Erkenntnis.“ (Sprüche 1,7)

 

15. Zufriedenheit

  • Dankbar sein für das, was man hat, und nicht ständig nach mehr streben.
  • „Ich habe gelernt, mir genügen zu lassen, wie es mir auch geht.“ (Philipper 4,11)

 

16. Treu sein

  • Zu Gott, zu Menschen und zu eigenen Überzeugungen stehen.
  • „Wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu.“ (Lukas 16,10)

 

17. Bereitschaft zum Dienen

  • Sich selbst nicht in den Mittelpunkt stellen, sondern anderen dienen.
  • „Wer unter euch groß sein will, der sei euer Diener.“ (Matthäus 20,26)

 

18. Friedfertigkeit

  • Streit vermeiden und aktiv Frieden suchen.
  • „Selig sind, die Frieden stiften; denn sie werden Gottes Kinder heißen.“ (Matthäus 5,9)

 

19. Selbstbeherrschung

  • Eigene Gefühle und Impulse im Griff haben.
  • „Ein Geduldiger ist besser als ein Starker, und wer sich selbst beherrscht, besser als einer, der Städte gewinnt.“ (Sprüche 16,32)

 

20. Hingabe

  • Sich Gott ganz anvertrauen und ihm das eigene Leben zur Verfügung stellen.
  • „So gebt nun eure Leiber hin als ein lebendiges Opfer, das heilig und Gott wohlgefällig ist.“ (Römer 12,1)

 

21. Einfachheit/Bescheidenheit

  • Nicht prahlen, sondern schlicht und zurückhaltend leben.
  • „Sucht nicht hohe Dinge, sondern haltet euch herunter zu den geringen.“ (Römer 12,16)

 

22. Bereitschaft zur Umkehr

  • Fehler einsehen und bereit sein, neue Wege zu gehen.
  • „Kehrt um zu mir, so will ich mich zu euch kehren, spricht der HERR Zebaoth.“ (Sacharja 1,3)

 

23. Mitgefühl

  • Leiden und Freude anderer wirklich teilen.
  • „Freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Weinenden.“ (Römer 12,15)

 

24. Lernbereitschaft

  • Offen sein für Korrektur und bereit, dazuzulernen.
  • „Wer sich weisen lässt, der wird klug.“ (Sprüche 19,20)

 

25. Gerechtigkeitssinn

  • Sich für das Richtige einsetzen und Ungerechtigkeit nicht hinnehmen.
  • „Lernt Gutes tun! Trachtet nach Recht, helft den Unterdrückten!“ (Jesaja 1,17)

 

26. Mut

  • Für den Glauben und für andere einstehen, auch wenn es schwierig ist.
  • „Seid stark und mutig, fürchtet euch nicht und erschreckt nicht.“ (Josua 1,9)

 

27. Verlässlichkeit

  • Zu seinem Wort stehen und Versprechen halten.
  • „Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein.“ (Matthäus 5,37)

 

28. Freundlichkeit

  • Menschen freundlich begegnen, unabhängig davon, wie sie uns behandeln.
  • „Seid freundlich und herzlich zueinander.“ (Epheser 4,32)

 

29. Ausdauer/Treue im Gebet

  • Dranbleiben, auch wenn sich nicht sofort etwas verändert.
  • „Seid beharrlich im Gebet und wacht in ihm mit Danksagung.“ (Kolosser 4,2)

 

30. Großzügigkeit

  • Freigiebig teilen, ohne Berechnung.
  • „Einen fröhlichen Geber hat Gott lieb.“ (2. Korinther 9,7)

 

31. Empfänglichkeit für Gottes Reden

  • Offen sein für Gottes Führung und Impulse.
  • „Rede, HERR, denn dein Knecht hört.“ (1. Samuel 3,10)

 

32. Vertrauen trotz Unsicherheit

  • Auch in schwierigen oder unklaren Situationen auf Gott setzen.
  • „Ich aber hoffe dennoch, dass ich das Angesicht Gottes schauen werde.“ (Psalm 27,13)

 

33. Verzicht/Bereitschaft zum Opfer

  • Eigene Wünsche zurückstellen, wenn es Gott oder anderen dient.
  • „Wer mir nachfolgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach.“ (Lukas 9,23)

 

34. Eifer für Gott

  • Leidenschaftlich für Gottes Sache leben.
  • „Lasst nicht nach in eurem Eifer, seid brennend im Geist, dient dem Herrn!“ (Römer 12,11)

 

35. Geduld mit sich selbst

  • Sich selbst Fehler zugestehen und Gottes Geduld mit uns annehmen.
  • „Der HERR ist barmherzig und geduldig und von großer Güte.“ (Psalm 103,8)

 

36. Weisheit suchen

  • Entscheidungen im Licht von Gottes Wahrheit treffen wollen.
  • „Wer aber von euch Weisheit mangelt, der bitte Gott, der jedermann gern gibt.“ (Jakobus 1,5)

 

 

Zum Schmunzeln

Bei einem Bibelseminar hatte sich eine junge Frau immer wieder neben mich gesetzt. Um das zu begründen sagte sie mir: „Nicht, dass du denkst, ich will etwas von dir! Ich möchte neben dir sitzen, weil du eine angenehme und ruhige Ausstrahlung hast. “ (Sie hatte wahrscheinlich Jesus in mir erkannt.) Das konnte ich gut verstehen. Mir geht es bei einigen Menschen genauso.

 

 

Weshalb ist die Betrachtung der eigenen Herzenshaltung wichtig?

Sie ist wichtig, weil die Herzenshaltung beeinflusst, wie wir denken, fühlen und handeln. Unsere innere Haltung formt unsere Wahrnehmung von der Welt und sie bestimmt, wie wir auf Herausforderungen, Beziehungen und Lebensentscheidungen reagieren. Die Herzenshaltung bestimmt den Lebensweg.

Wir alle sind Menschen mit Stärken und Schwächen, mit Ecken und Kanten, mit mehr oder weniger ausgeprägten Fehlern, Eigenarten oder Vorlieben. Manche fühlen sich damit wohl, andere leiden darunter. Selbsterkenntnis kann den Horizont weiten und neue Einsichten eröffnen.

Wer seine Herzenshaltung reflektiert, versteht sich selbst besser, erkennt seine Defizite und wird für Veränderungen bereit. Was wir dabei erkennen, kann heilsam erschreckend sein. Es kann dazu führen, dass wir unsere Befangenheit und Ohnmacht erkennen und nicht länger darin verharren wollen.
Das wäre ein guter Zeitpunkt, um Hilfe zu bitten, um Jesus um Erneuerung zu bitten, damit wir echt und unverfälscht leben und fähig werden, mit schwierigen Situationen, Rückschlägen oder Stress umzugehen und daraus gestärkt hervorzugehen.

Die Erkenntnis der eigenen Herzenshaltung hilft, Beziehungen zu verbessern und die Lebensqualität mit mehr Freude, Gelassenheit und Erfüllung zu steigen.

 

 

Lassen wir unseren inneren Kompass auf dem Weg mit Jesus immer wieder neu ausrichten.

Jesus ruft und zu: Kommt alle her zu mir, die ihr euch abmüht und unter eurer Last leidet! Ich werde euch Ruhe geben. Vertraut euch meiner Leitung an und lernt von mir, denn ich gehe behutsam mit euch um und sehe auf niemanden herab. Wenn ihr das tut, dann findet ihr Ruhe für euer Leben.   (Mt 11, 28-29; HfA)

Gott verspricht: „Ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist geben. Ja, ich nehme das versteinerte Herz aus eurer Brust und gebe euch ein lebendiges Herz, ein gesundes, liebevolles, offenes, weites, leidenschaftliches und mitfühlendes Herz. (nach Hesekiel 36,26)

 

 

 

(Dieser Beitrag wurde erstellt im Zusammenwirken mit dem Chatbot des ERF-Bibleserver.)

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