Gott oder Jesus? – Gott in Jesus!

 

Und wer mich sieht, sieht den, der mich gesandt hat. Ich bin als das Licht in die Welt gekommen, damit jeder, der an mich glaubt, das Licht hat und nicht in der Finsternis bleibt.  (Joh 12,45-46; NGÜ)

 

Hallo DU,

diese beiden Bibelverse betonen die enge Verbindung zwischen Jesus und Gott, dem Vater. Jesus erklärt, dass wer ihn sieht, auch den Vater sieht. Das bedeutet, dass Jesus das vollkommene Abbild Gottes ist und seine Worte und Taten die Natur und den Willen Gottes offenbaren.

 

Das bringt mich zu der grundsätzlichen Frage:

Wozu brauchen wir ein vollkommenes Abbild von Gott, wenn wir doch in Gott das Original haben?

 

Gott, der Vater, ist doch allein groß und wunderbar!

Gott ist die vollkommene Liebe (1. Joh 4,8). Seine Liebe ist bedingungslos und zeigt sich in seinem Handeln und seiner Fürsorge für uns.

Gott ist vollkommen heilig und rein (1. Petr 1,16). Seine Heiligkeit bedeutet, dass er von allem Bösen frei und moralisch vollkommen ist.

Gott ist allmächtig und hat die Kontrolle über das gesamte Universum (Jer 32,17). Es gibt nichts, was er nicht tun kann.

Gott weiß alles – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft (Ps 147,5). Er kennt unsere Gefühle, Gedanken und Herzen.

Gott ist überall gleichzeitig gegenwärtig (Ps 139,7-10). Es gibt keinen Ort, an dem wir von seiner Gegenwart getrennt sind.

Gott ist gerecht und fair in all seinen Wegen (Ps 89,15). Er sorgt dafür, dass Gerechtigkeit geschieht.

Gott ist barmherzig und voller Mitgefühl (Eph 2,4-5). Er vergibt uns unsere Sünden und zeigt uns immer wieder seine Gnade.

Gott ist treu und hält seine Versprechen (2. Tim 2,13). Wir können uns auf ihn immer verlassen, egal was passiert.

Gott ändert sich nicht (Jak 1,17). Seine Liebe zu uns, seine Natur und seine Verheißungen, Zusagen und Versprechen, bleiben immer gleich und ewig gültig.

 

Deswegen frage ich mich und hier auch Nikodemus*, den theologischen Chatbot auf www.bibleserver.com:

 

Weshalb musste Jesus in die Welt kommen, wenn er (nur) das Abbild Gottes ist?

Nikodemus* antwortet:


Das ist eine tiefgründige Frage, die das Herz des christlichen Glaubens berührt. Jesus kam in die Welt, um mehrere zentrale Aufgaben zu erfüllen:

Offenbarung Gottes: Jesus ist das vollkommene Abbild Gottes (Hebräer 1,3). Durch sein Leben, seine Lehren und seine Taten zeigt er uns, wie Gott wirklich ist. Er macht Gottes Liebe, Gnade und Wahrheit für uns sichtbar und greifbar.

Erlösung der Menschheit: Die Bibel lehrt, dass alle Menschen gesündigt haben und von Gott getrennt sind (Römer 3,23). Jesus kam, um diese Trennung zu überwinden. Durch seinen Tod am Kreuz nahm er die Strafe für unsere Sünden auf sich und ermöglichte uns die Versöhnung mit Gott (2. Korinther 5,18-19).

Sieg über Sünde und Tod: Durch seine Auferstehung hat Jesus den Tod besiegt und uns die Hoffnung auf ewiges Leben gegeben (1. Korinther 15,55-57). Er zeigt, dass der Tod nicht das letzte Wort hat und dass wir durch ihn neues Leben haben können.

Vorbild für ein gottgefälliges Leben: Jesus lebte ein Leben in vollkommener Hingabe an Gott und Liebe zu den Menschen. Er ist uns ein Vorbild, dem wir nacheifern sollen (1. Petrus 2,21).

 

Ich bemerke und lerne:

Gott schickte Jesus nicht als ein Ersatz für sich oder als eine Erinnerung an sich, sondern er hatte erbarmen mit unserer beschränkte menschliche Sicht- und Verständnisweise. Gott ist für unser Denken und Verstehen viel zu groß. Wir versuchen vielleicht, ihn zu verstehen und zu erfassen aber er ist völlig anders, als wir es uns vorstellen können. Und: Wir vermuten ihn irgendwo im Himmel und somit weit weg von uns. Das macht ihn irgendwie ‚fern‘ und ‚unnahbar‘.

In Jesus, einem Menschen wie wir selbst, kommt Gott zu uns ‚herab‘, um uns ganz nah zu sein. Mit seinem Geist wohnt er sogar in uns.

 

 

Ich frage Nikodemus*:

Welche besondere Bedeutung hat die Menschwerdung Jesu für uns?

 

Nikodemus* antwortet:

Gott vermittelt uns Menschen durch Jesus eine einzigartige und kraftvolle Botschaft der Liebe und Erlösung. Die Menschwerdung Jesu hat tiefgehende Bedeutungen, beispielsweise:

Durch Jesus wurde Gott Mensch und lebte unter uns (Johannes 1,14). Das zeigt uns, dass Gott nicht fern oder unnahbar ist, sondern unsere menschlichen Erfahrungen, Leiden und Freuden teilt. Jesus versteht unsere Herausforderungen, weil er sie selbst erlebt hat (Hebräer 4,15).

Jesus gibt uns ein lebendiges Beispiel dafür, wie ein Leben in völliger Hingabe an Gott aussieht. Seine Taten und Worte sind ein direktes Vorbild für uns, wie wir in Liebe und Gerechtigkeit leben können. (Von einem Vorbild zu lernen, ist viel leichter).

Die Menschwerdung Jesu war notwendig, um uns Erlösung zu vollbringen. Nur durch seinen Tod und seine Auferstehung konnte die Sünde besiegt und der Weg zu Gott geöffnet werden (Römer 5,8-10).

Jesu Kommen erfüllte zahlreiche alttestamentliche Prophezeiungen, die auf den Messias hinwiesen. Das stärkt den Glauben und das Vertrauen in Gottes Plan und Verheißungen.

Jesus initiierte einen neuen Bund zwischen Gott und den Menschen. Im Gegensatz zum alten Bund, der auf dem Gesetz beruhte, basiert der neue Bund auf Gnade und Glauben (Hebräer 8,6-13). Durch Jesus haben wir nun direkten Zugang zu Gott.

In Jesus vereinen sich göttliche und menschliche Natur. Diese Einheit zeigt, dass Gott die Kluft zwischen Himmel und Erde überbrückt hat und uns in eine tiefere Gemeinschaft mit ihm einlädt.

Jesus ist die Verkörperung von Gottes Liebe. Sein Leben und sein Opfer am Kreuz sind der ultimative Ausdruck dieser selbstlosen Liebe (Johannes 3,16). Dies zeigt uns, dass Liebe nicht nur ein Gefühl, sondern eine Handlung ist.

Durch Jesus wurde Gottes Gerechtigkeit erfüllt. Er nahm die Strafe für unsere Sünden auf sich, sodass wir gerecht vor Gott stehen können (2. Korinther 5,21).

Jesus verkündete das Kommen des Reiches Gottes und zeigte, wie dieses Reich durch Gerechtigkeit, Frieden und Freude im Heiligen Geist verwirklicht wird (Römer 14,17).

 

Ich erkenne und Lerne:

Jesus ist für uns der lebendige, sichtbare und anfassbare Gott. Als Mitmensch kennt er unsere Schwierigkeiten und als Vorbild Gottes sehen wir, wie er mit diesen irdischen Herausforderungen umgeht. Er lebte in vollkommener Hingabe an Gott und in aufopfernder Liebe zu den Menschen. Ihm sollen wir nacheifern.
Auch Christus hat ja für euch gelitten und hat euch damit ein Beispiel hinterlassen. Tretet in seine Fußstapfen und folgt ihm auf dem Weg, den er euch vorangegangen ist.“ (1. Petrus 2,21; NGÜ).

Durch Jesus werden wir Mitglieder im Reich Gottes. Dieses Reich wird bereits im Diesseits schon durch Gerechtigkeit, Frieden und Freude im Heiligen Geist verwirklicht.

 

Nikodemus* sagt dazu:

Gerechtigkeit: Im Reich Gottes geht es um eine tiefe, innere Gerechtigkeit, die über das bloße Befolgen von Gesetzen hinausgeht. Es bedeutet, in einer rechten Beziehung zu Gott und unseren Mitmenschen zu stehen. Diese Gerechtigkeit wird durch den Glauben an Jesus Christus ermöglicht (Römer 3,22).

(Jesus macht unseren Geist und unser Wesen gott-gerecht. Wir zeigen das immer mehr in unserem Verhalten und Handeln, dann, wenn wir fair, ehrlich und liebevoll mit anderen umgehen).

Frieden: Der Frieden im Reich Gottes ist mehr als die Abwesenheit von Konflikten. Er ist ein innerer Friede, der aus der Versöhnung mit Gott kommt (Philipper 4,7). Dieser Friede befähigt uns, auch in schwierigen Zeiten ruhig und zuversichtlich zu bleiben. Er zeigt sich in unseren Beziehungen, wenn wir Vergebung üben und Konflikte auf liebevolle Weise lösen.

(Unsere Versöhnung mit Gott und die daraus entstehende tiefe Verbindung mit ihm als unserem Vater im Himmel und unserem Urvater, ermöglichen uns, ihm gegenüber dankbar und vertrauensvoll zu sein, uns in einem offenen, ehrlichen und fruchtbaren Vater-Kind-Verhältnis zu fühlen und zu befinden).

Freude im Heiligen Geist: Die Freude im Reich Gottes ist eine tiefe, beständige Freude, die aus der Gegenwart des Heiligen Geistes in unserem Leben kommt (Galater 5,22). Diese Freude ist unabhängig von äußeren Umständen und gibt uns Kraft und Hoffnung. Sie zeigt sich, wenn wir dankbar sind und das Leben mit anderen teilen.

(Diese Freude ist eine Frucht des Heiligen Geistes. Man könnte auch sagen: Wer den Geist Gottes nicht hat (und noch im eigenen Geist verhaftet ist), der hat auch diese unabhängige, inneren und strahlende Freude nicht).

 

Amen.

 

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