Lebt wohl, ihr Schuldgefühle!  (Mt 6,12)

 

Anfangsgebet

 

Barmherziger und liebender Gott.

Wir danken dir immer wieder

für deine übergroße Güte und

für deine Weitsicht und Weisheit.

Du bist langmütig und voller Geduld.

Und du hast Einsehen mit unserer

hilflosen Begrenztheit.

 

Wir wollen deine Gebote halten

und doch tun wir immer wieder,

was wir nicht sollten.

Im eigenen Wollen sind wir

manchmal maßlos oder ungehalten

und vergessen die Liebe

und das Wohl unserer Nächsten.

 

Wir verstoßen gegen deine Gebote

und machen uns schuldig.

Wir gehen bewusst oder unbewusst

eigene Wege und entfernen uns von dir.

Wir verletzen andere

und beschmutzen uns selbst.

Manchmal bemerken wir das

und unser Gewissen bedrückt uns.

Dann gibst du uns die Chance,

diese Schuld zu bereinigen.

Manchmal bemerken wir es nicht

und das Verhältnis mit anderen

bleibt getrübt.

 

Manchmal geraten wir

in den Kreislauf des Bösen

und finden nicht mehr heraus.

Wir werden kraftlos, mutlos,

hilflos und orientierungslos.

Wir können kaum noch schlafen.

Wir können anderen

nicht mehr in die Augen sehen.

Wir schämen uns und wollen

uns nicht mehr sehen lassen.

Wir leiden unter unserer eigenen

Schlechtigkeit und wollen wieder

zurück in die Gemeinschaft mit dir.

Wir hoffen auf dich!

 

Gnädiger Vater im Himmel.

Du sagst uns zu, dass den Menschen

alles vergeben werden kann,

jede Sünde, die sie begehen,

und jede Gotteslästerung,

die sie aussprechen.

 

Du hast deinen Sohn für uns geopfert,

damit uns vergeben werden kann

und damit wir von der Macht der Sünde

befreit werden.

Du bestätigst unsere Abbitte und Reue:

Durch Jesus, der sein Blut für uns

vergossen hat, sind wir erlöst;

durch ihn werden unsere Verfehlungen

immer wieder vergeben.

 

Herr, deine Gnade ist groß

und deine Liebe unerschöpflich.

Du vergibst alles Unrecht

und denkst nie mehr an unsere Sünden.

 

Herr, schenke uns die Glaubenskraft,

diese Gnade dankbar anzunehmen,

damit sie wirksam werden kann.

Und zeige uns immer wieder,

dass du zu uns stehst und in uns lebst.

Amen.

 

 

Fürbittgebet

 

Himmlischer Vater,

die meisten Menschen kennen dich noch nicht

und sind in ihren Wollen, in ihrer Lust oder

in ihren Gefühlen gefangen.

Herr, rufe sie zu dir und befreie sie aus ihrer Enge!

 

Viele suchen ihren Vorteil,

streben nach Wohlstand oder Macht,

unterdrücken ihr Gewissen

und benehmen sich wie die Axt im Walde.

Herr, rufe sie zu dir

und befreie sie aus ihrer Enge!

 

Manche leiden unter ihrer Vergangenheit

und können sich nicht von ihr lösen.

Sie können sich nicht selbst vergeben

und suchen lieber die Schuld bei anderen.

Herr, rufe sie zu dir

und befreie sie aus ihrer Enge!

 

Viele sind verzweifelt, niedergeschlagen

und hoffnungslos.

Sie sehen oder kennen keinen Ausweg.

Herr, rufe sie zu dir

und befreie sie aus ihrer Enge!

 

Manche sind auf der Suche

nach Lebenssinn und innerem Frieden,

aber sie wissen nicht, wer oder was

ihnen helfen kann.

Herr, zeige dich ihnen

und stärke ihr Vertrauen.

 

Manche kennen dich erst seit Kurzem,

aber sie zweifeln noch an dir.

Sie hören oder lesen dein Wort

und verstehen es nicht.

Herr, zeige dich ihnen

und stärke ihr Vertrauen.

 

Manche haben sich fest

für dich entschieden und sind

treue Nachfolger Jesu.

Sie kennen und lieben dich.

Sie sind dir gehorsam

und bitten um deine Führung.

Herr, zeige dich ihnen

und stärke ihr Vertrauen.

 

Manche sind ganz in dir geborgen,

ganz von deinem Geist durchdrungen.

Sie sind selbst zu einer Quelle von Liebe,

Erkenntnis und Güte geworden.

Deine Weisheit und Kraft strahlt aus ihnen.

Sie wissen, dass sie noch nicht vollendet sind

und dich immer wieder brauchen.

Sie bauen fest auf deine liebevolle Vergebung

und sind sich ihrer ganz gewiss.

Ihr Gewissen leitet sie.

Ängste und Schuldgefühle

bestimmen sie nicht mehr.

Herr, dahin führe uns alle!

 

Dies bitten wir im Namen Jesu,

unseres Herrn.

 

Amen

 

 

Und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir denen vergeben haben,

die an uns schuldig wurden.

(Mt 6,12; NGÜ)

 

Schreibe einen Kommentar