Leben in Kraft, Liebe und Besonnenheit

 

Leitvers

Denn der Geist, den Gott uns gegeben hat,

macht uns nicht zaghaft, sondern er erfüllt

uns mit Kraft, Liebe und Besonnenheit.

(2.Tim 1,7;HfA)

 

Input

Am Beispiel Jesu habe ich gelernt, dass er mit

seinem Geist in der Gemeinde sein kann,

obwohl er doch in den Himmel aufgefahren ist.

 

In meinem alten Leben dachte ich, voller Liebe

zu sein, doch ich wusste nicht, was Liebe ist.

In meinem alten Leben dachte ich besonnen

zu sein, doch meine starke Selbstbezogenheit

ist ständig in neue Fettnäpfchen getreten.

In meinem alten Leben dachte ich, Willenskraft

und Durchsetzungskraft und Muskelkraft seien

die Garanten für Erfolg.

 

Gott hat mir aber gezeigt:

Sie bewirken Misserfolg, denn sie kommen aus

Selbstüberschätzung und Überheblichkeit,

vermischt mit Gier und Geringschätzung,

Lieblosigkeit und Gleichgültigkeit.

Das Bauen auf die eigene Kraft, ist kurzsichtige

Dummheit, ist geschöntes Wunschdenken, ist

ahnungsloses Planen und Handeln.

 

Ja, ich habe viel gelernt, habe mich mächtig

angestrengt, habe Schweres auf mich

genommen, um mein Ziel zu erreichen,

um das Lebensglück für mich und meine Familie

zu pachten. Und es sah ganz danach aus, als

hätte ich es geschafft, als wäre das machbar.

 

Doch dann verließen mich die Kraft und das

Gelingen! Zerschlagen lag ich am Boden, war

am Ende meiner Kraft. Vor Verzweiflung konnte

ich nur noch stöhnen. Ich wusste weder aus

noch ein! Meine Augen waren vom Weinen

ganz verquollen. Meine Zukunftshoffnungen

brachen zusammen. Mein gesellschaftsgeprägtes

Weltbild ebenso.

 

Wohl dem, der seine Hoffnung allein auf den

Herrn setzt und den Jasagern und Lügnern

nicht glaubt.

 

Wohl dem, der den Herrn um neue Kraft bittet,

um seine segensreiche Kraft!

 

1. Seine Kraft, ist die Kraft der Liebe,

in der man wächst und gedeiht, die befreit

und weitet. Die geduldig und freundlich macht.

Die nicht verbissen will, nicht prahlt und nicht auf

andere herabschaut.

Die nicht unhöflich ist und den eigenen Vorteil

sucht.

Die sich nicht zur Unbesonnenheit reizen lässt

und die auch nicht nachtragend ist.

Die sich freut, wenn Unrecht beseitigt wird

und Wahrheit siegt.

Die Kraft der Liebe nimmt alles auf sich, verliert

nie den Glauben an das Wirken des Guten,

verliert nie die Hoffnung auf Gottes Güte und

hält deswegen bis zum Ende durch.

Seine Kraft der Liebe ist sogar bereit, schwach

zu werden und für unsere Sünden zu sterben,

damit wir neue Lebenskraft haben.

Danke Jesus.

 

2. Seine Kraft, ist die Kraft des Glaubens.

Er glaubt an das Gute in uns, an das Aufgehen des

guten Samens, den er in uns gelegt hat, an unser

Urvertrauen zu ihm, unserem Schöpfer. Und er

lässt unser Gottvertrauen durch Beweise seiner

Zuwendung, seiner Gunst und seiner Treue

anwachsen bis zu der sicheren Zuversicht, dass

er immer da ist, dass er tut, was er versprochen hat

und dass er unser Bitten hört.

 

3. Seine Kraft, ist die Kraft der Hoffnung.

Er traut uns etwas zu. Er weiß, wozu wir in Verbindung

mit ihm fähig sind. Er hofft und hilft, dass wir in diese

Verbindung finden und er weiß, dass wir uns darin

wohlfühlen werden.

Hoffnung bezieht ihre Kraft daraus, dass sie bestätigt

und wirklich wird. Das bewirkt Gott. Uns motiviert es,

immer mehr auf ihn zu hoffen, auf ihn zu bauen und

etwas zu wagen.

Das setzt in uns Kräfte frei, das zu entfalten,

was er bereits veranlagt hat.

 

4. Seine Kraft ist die Kraft des Vertrauens.

Ohne Vertrauen ist eine dauerhafte Beziehung nicht

möglich. Die aber brauchen wir als Sozialwesen

zu unserem Schutz, zu unserer Sicherheit, zu

unserem Wohlbefinden.

Ohne Vertrauen sind wir dem Misstrauen ausgeliefert,

dem Argwohn, der Skepsis und den Bedenken.

Auch der Angst, der Furcht und der Sorge.

Auch dem Unfrieden, den Feindseligkeiten und

Streitereien, den Konflikten und der Zwietracht.

Bei Gott lernen wir, dass er zuverlässig ist,

dass er für uns sorgt, dass er das Beste für uns will,

dass er uns unterstützt und beisteht, ein Leben lang.

 

5. Seine Kraft ist die Kraft der Treue.

Das ist sein anhaltender Wille zu einer festen und

tragenden und gelingenden Verbindung mit uns.

Er ist der Erhabene und Ermöglichende und

Dauerhafte, wir sind die dickköpfigen, übenden

Kinder. Lebenslange Treue fällt uns schwer,

besonders wenn es den Anschein hat, dass es

uns woanders bessergehen könnte. Unsere Treue

ist oft kurzfristig auf den eigenen Vorteil bedacht.

Seine Treue ist auf ewige Zuverlässigkeit

ausgerichtet. Wegen seiner unumstößlichen

Treue wird uns immer wieder vergeben, dürfen

wir uns immer wieder an ihn wenden, wird es

uns stets helfen. Und weil uns Treue schwerfällt,

dürfen wir bitten:

Erschaffe in mir ein reines Herz, o Gott;

erneuere mich und gib mir die Kraft,

dir treu zu sein!  (Ps 51,12)

 

Da kann man nur staunen!

Und wenn uns Gottes Großzügigkeit bewusst ist,

können wir eigentlich nur noch sagen:

„Herr, ich liebe dich! Du bist meine Kraft!

Du bist meines Herzens Freude und Wonne.“

Wir sind ihm unendlich dankbar und geben

ihm gerne die Ehre.

 

Denn jeder kann nun voller Überzeugung bekennen:

Er hat mir neue Kraft geschenkt und mich beschützt.

Ich habe ihm vertraut, und er hat mir geholfen.

Jetzt kann ich wieder von Herzen jubeln!

Mit meinem Lied will ich ihm danken.   (Ps 28,7)

 

Diesen Gott wollen wir lieben, von ganzem Herzen,

mit ganzer Hingabe, mit all unserer Kraft und mit

unserem ganzen Verstand.

 

Durch ihn wissen wir:

Verlass dich nicht auf deinen eigenen Verstand,

sondern vertraue voll und ganz dem HERRN!

Denke bei jedem Schritt an ihn; er zeigt dir

den richtigen Weg und krönt dein Handeln

mit Erfolg. Halte dich nicht selbst für klug;

begegne dem HERRN mit Ehrfurcht und

meide das Böse! Das bringt Heilung für

deinen Körper und belebt dich mit neuer

Kraft! (Spr 3, 5)

 

Sein Wort in Spr 2, 8-13 ist mir persönlich zur

neuen, kräftigenden Lebensgrundlage geworden:

Wer andere gerecht behandelt und Gott die

Treue hält, steht unter seinem Schutz.

Mein Sohn, meine Tochter, wenn du auf mich

hörst, wirst du erkennen, was richtig, gerecht

und gut ist. So findest du stets den richtigen Weg.

Du erlangst Weisheit und hast deine Freude daran,

wohlüberlegt zu handeln.

Deine Umsicht und Besonnenheit werden dich

schützen und dich davor bewahren, Böses zu tun.

Dann bist du gewappnet gegen Menschen, die

mit ihren Worten andere täuschen und selbst

krumme Wege gehen.

 

Amen.

 

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