Wert der Arbeit
Hallo Du,
jeder möchte, dass seine Arbeit
sinnvoll ist und gewürdigt wird.
Sinnvoll ist sie,
wenn das Ziel ehrenwert ist,
wenn sie dazu beiträgt, dass für möglichst
viele Menschen etwas besser wird und
wenn sie mit der eigenen Begabung
zusammenpasst.
Gewürdigt wird sie,
wenn sie bewirkt, was man erhofft,
wenn sie Entlastung, Anerkennung
und Dankbarkeit bewirkt
und wenn das,
was man zusätzlich und persönlich
in die Arbeit investiert hat,
nämlich Herzblut,
also Formen der eigenen Liebe,
wie z.B. Fleiß, Sorgfalt, Zuverlässigkeit,
Kreativität, o.a. erkannt werden.
Das Tüpfelchen auf dem i wäre,
wenn die Würdigung zu dem
zurückkehren würde,
der sich die Mühe gemacht hat.
Roboter produzieren herz- und seelenlos.
Menschen bedenken, beachten,
beschließen und bearbeiten.
Sie bringen sich selbst ein
und sie verbinden ihren Namen,
ihren Verstand, ihre Gefühle und ihre Ehre
mit „ihrem“ Wirken und mir dem Produkt,
das sie erarbeiten.
Unzufriedenheit entsteht,
wenn die Ziele nicht klar sind,
wenn der Sinn nicht zu erkennen ist,
wenn man gegen seine
Überzeugung arbeiten muss,
wenn die Produktionsmittel
nicht angemessen sind,
wenn die Anforderungen
zu hoch oder zu niedrig sind,
wenn die empfundene Arbeitsbelastung
zu hoch oder zu niedrig ist,
wenn die Spielräume für
persönliche Zusätze zu eng sind,
wenn die Arbeit und die Person
nicht angemessen gewürdigt werden,
wenn das Arbeitsklima gleichgültig,
förmlich oder gar misstrauend ist,
wenn das Verhältnis zwischen den
zusammenarbeitenden Menschen
kühl, distanziert, überfordernd, ungerecht,
abwertend oder gar verachtend ist,
wenn Herzblut nicht erwünscht ist
oder nicht beachtet wird,
wenn persönliche Vorbehalte bestehen.
Die Eigenmotivation ist hoch, wenn
man verantwortlich mitgestalten darf.
Die Eigenmotivation ist niedrig, wenn
man zu eng geführt wird und im Detail
vorgeschrieben bekommt, wie etwas
zu erledigen ist.
Motivation ist die verknüpfende Beziehung
zwischen Mensch und seinem Können
in Bezug auf den zu bearbeitenden
Gegenstand oder Sachverhalt oder
einem Ereignis und der Zielerreichung.
Sie gibt die persönliche Verbundenheit an
und ist ein Gradmesser für
Arbeitsintensität und Eigenengagement.
Sie macht Sachliches persönlich
und baut dazu eine Beziehung auf.
Der Wert der Arbeit wird entwertet,
wenn sie keine Relevanz hat,
sinnlos wird und keine Würdigung findet.
Damit sterben auch
das Engagement und die Motivation
undsomit auch die Sorgfalt und Qualität.
Wer zu viel gängelt und kontrolliert,
schadet sich selbst.
Wer misstraut,
setzt schlechte Absicht voraus.
Wer aber zutraut, ermutigt,
überlässt und anerkennt,
der multipliziert das Gute
und erntet Dank und Unterstützung.
Die Chance, etwas tun zu dürfen
und sich darin zu bewähren
ist Voraussetzung für eigene
Weiterentwicklung und Vervollkommnung,
sie ist die Grundlage für
Erkenntnis und Orientierung,
für Erfolg oder Misserfolg,
für Bestätigung oder Verfehlung,
für Selbsterfahrung.
Ohne Übung keine Vollendung,
ohne Bewährung keine Stärkung,
ohne Chance keine praktische Erfahrung,
ohne Selbsterkenntnis kein Lernfortschritt
und keine Reifung.
Arbeit adelt, besonders dann,
wenn man sich darin wiederfindet.
„Gehorcht euern Vorgesetzten!
Begegnet ihnen ohne Anmaßung mit
dem nötigen Respekt und dient ihnen
so aufrichtig, wie ihr Christus dient.
Bei eurer Arbeit geht es nicht darum,
anderen zu imponieren.
Ihr sollt euch vielmehr als Diener Christi
betrachten, die bereitwillig und gern den
Willen Gottes erfüllen.
Denkt daran:
Ihr arbeitet nicht für Menschen, sondern
für unseren Herrn Jesus Christus! Er wird
euch den Lohn geben, den ihr verdient,
ganz gleich, ob ihr nun als Vorgesetzte
oder Untergebene euren Dienst tut.
Das sollen vor allem die nicht vergessen,
deren Anweisungen andere auszuführen
haben. Schüchtert eure Untergebenen
nicht mit Drohungen ein.
Denkt immer daran, dass ihr denselben
Herrn im Himmel habt wie sie. Vor ihm
sind alle Menschen gleich.“ (Eph 6, 5 – 9)
