Was ist ‚Leben‘?  

 

Eine philosophische Betrachtung

 

Hallo Du,

individuell gesehen, ist Leben

eine Abfolge von erlebten Tagen.

Erlebte Tage sind gefüllt mit

Routinen und Gewohnheiten,

mit Aufgaben und Pflichten,

mit Leere und Freiräumen,

mit Bekanntem und Neuem,

mit Fragen und Antworten,

mit Erfolgen und Misserfolgen.

 

Sie bilden eine Kette aus immer wieder

neuen Erfahrungen und Erkenntnissen,

die uns reifen lassen,

die uns beweglich halten,

die uns lebensfähig machen,

die uns ausrichten.

Die uns vorbereiten

auf das plötzlich und überraschend

eintretende Neue.

 

Hat diese Lebenskette einen Sinn?

Vielleicht?

Bestimmt!

Ich hoffe es.

Ich glaube daran.

Ich baue darauf.

Wer kann und will schon sinnlos leben?

 

Welchen Sinn?

Leben ist ständige Veränderung,

Anpassung, Mitgestaltung, Transparenz.


Veränderung, durch immer wieder

andere Herausforderungen.


Anpassung
,

durch Suchen und Herausfinden,

durch Misserfolg, Korrektur und Erfolg,

eben durch Dazulernen.


Mitgestaltung
, durch
Einbringen

eigener Ideen, Gedanken, Gefühle,

Vorstellungen, Absichten

und Lösungswege;

durch kreatives, angemessenes

und liebevolles Handeln.


Transparenz
,

durch ständigen Austausch,

durch ‚Sich mitteilen‘,

‚Erfahrung weitergeben‘

und ‚gegenseitiges Respektieren‘.

 

Welches Ziel?

Individuelle und kollektive

Weiterentwicklung,

durch Erkennen von

Fehlentwicklungen und Irrtümern,

durch Erkennen des Guten,

Richtigen und Zeitgemäßem.

 

Was hilft dabei?

Ein wacher Geist,

verbunden mit Offenheit, Ehrlichkeit,

Geduld und Freundlichkeit,

verbunden mit gegenseitigem Respekt,

mit Rücksichtnahme und Wertschätzung.

 

Was ist Leben?

Das Leben ist ein andauerndes Experiment.

Die Natur ist das Experimentierfeld.

Welches Ergebnis

wird dieses Experiment haben?

Es kommt auf alle Beteiligten an,

besonders auf die Mitgestaltenden.

 

 

Wenn ich den Himmel sehe, das Werk

deiner Hände, den Mond und die Sterne,

die du erschaffen und ´an ihren Ort`

gesetzt hast, ´dann staune ich`.

(Ps 8,4; NGÜ)

 

Deine Hände haben mich geschaffen

und gebildet; schenk mir Einsicht, damit

ich lerne, deine Gebote zu befolgen.

(Ps 119,73, NGÜ)

 

So wird also jeder von uns über sein

eigenes Leben vor Gott Rechenschaft

ablegen müssen. (Röm 14,12; NGÜ)

 

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