Was gefällt Gott?
Hallo Du,
heute Morgen, in der stillen Zeit, bin ich der interessanten Frage nachgegangen: Was gefällt Gott? Ich dachte nach und mir fiel manches ein. Aber stimmt das auch? Weiß ich wirklich genau, was Gott gefällt? Ich muss darüber schreiben und vorher tiefer in diese scheinbar schwierige Frage eintauchen. Wer sucht, der findet. Und mit fällt auf, ich sollte mit einer Selbstfrage beginnen:
Was gefällt mir?
Z.B.: Glücklich zu sein, zu lachen, mich zu bewegen, dazuzulernen, gesund zu sein.
Z.B.: Etwas geschenkt zu bekommen, anderen etwas zu schenken, Freunde zu haben.
Z.B.: Zu lieben und geliebt zu werden, gesehen, beachtet und gewürdigt zu werden.
Z.B.: In anderen das Besondere zu sehen und es zu fördern.
Z.B.: Etwas zu wissen und zu können, es anzuwenden und dabei Erfolg zu haben.
Z.B.: Meine Talente und Begabungen weiterzuentwickeln und einzusetzen.
Je länger ich überlege, desto mehr fällt mir ein, was mir gefällt und was ich mag. Aber gleichzeitig ist es mir peinlich, mich so im Mittelpunkt zu sehen. Deswegen frage ich jetzt auch:
Was gefällt dir?
Vielleicht das Gleiche? Das, vielleicht in einer anderen Reihenfolge?
Sehr wahrscheinlich gefällt dir vieles andere.
Was ist dir wichtig und wertvoll?
Welche Gefühle und Vorlieben hast du?
Was zeichnet dich aus?
Was fällt dir dazu ein?
Was kann ich von dir lernen?
Weshalb mich das interessiert?
Weil ich nicht alleine auf dieser Erde lebe,
weil ich über meinen Horizont hinausdenke,
weil wir uns austauschen und ergänzen könnten, damit aus der Unterschiedlichkeit nicht Angst und Ablehnung entstehen, sondern eine bewusste, erfreuende und ermutigende Einstellung und vielleicht auch Gemeinschaft.
Was hat das mit Gott zu tun? Vielleicht gefällt ihm das.
Was gefällt Gott?
Für mich ist Gott mein himmlischer Vater, der liebende Vater, den ich nicht hatte.
Er freut sich, wenn ich mich freue und er hat Verständnis, wenn ich neben mir bin.
Er interessiert sich für mich und nimmt an meinem Leben teil.
Er hört zu, wenn ich mit ihm rede, wenn ich frage oder bitte und gibt Antwort.
Er tut, was er verspricht und ist da, wenn ich Hilfe brauche.
Er berät uns, wenn wir um Rat bitten.
Er führt uns mit erhabener Weisheit und Weitsicht.
Er freut sich, wenn seine Gaben in uns entdeckt und gefördert werden.
Er ist gerecht und sieht nicht nur mich, sondern gleichzeitig auch dich und alle Anderen. Er plant, denkt und fügt für uns alle. Ihm gefällt, was wir gemeinsam tun und erreichen, wenn wir füreinander da sind.
Ist das meine persönliche Meinung? Ja und Nein.
Meine Meinung ist beeinflusst von seinem biblischen Wort, von seinem Denken und Wollen, von seinen Hinweisen und Geboten, von seinem liebevollen Wesen und vom Vorbild und Geist Jesu.
Ich muss nicht vermuten, was Gott gefällt. Wir können es in der Bibel nachlesen
Gott gefällt, wenn wir ihn als obersten Herrn, als Schöpfer, Lenker und persönlichen Helfer anerkennen (2.Mo 20,2) und uns ihm unterordnen und an ihm orientieren. (Ps 141,7)
Gott gefällt, wenn wir uns an seine Gebote halten.
Doch denen, die mich lieben und sich an meine Gebote halten, bin ich gnädig. Sie und ihre Nachkommen werden meine Liebe über Tausende von Generationen erfahren. (2.Mo 20,6)
Gott gefällt unser Gehorsam ihm gegenüber.
Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der HERR von dir fordert: nichts als Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott.“ (Micha 6,8)
Gott gefällt, wenn unser Glaube der tragende Grund für das ist, was wir hoffen, denn dann zeigt sich jetzt schon, was wir noch nicht sehen. (Hebr 11,1)
Gott gefällt unser Vertrauen in ihn.
Gott hat nur an den Menschen Gefallen, die ihm fest vertrauen. Ohne Glauben ist das unmöglich. Wer nämlich zu Gott kommen will, muss darauf vertrauen, dass es ihn gibt und dass er alle belohnen wird, die ihn suchen. (Hebr 11,6)
Gott gefällt, wenn wir uns von seinem Geist befruchten lassen.
Der Geist Gottes bringt in unserem Leben nur Gutes hervor: Liebe, Freude und Frieden; Geduld, Freundlichkeit und Güte; Treue, Nachsicht und Selbstbeherrschung. (Gal 5. 22-23)
Gott gefällt, wenn wir uns ihm hingeben und ihm dienen.
Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude im Heiligen Geist. Wer darin Christus dient, der ist Gott wohlgefällig und auch von den Menschen geschätzt. (Röm 14,17-18)
Gott gefällt, wenn wir ein Leben führen, das von Gerechtigkeit und Frieden und Freude geprägt ist! Was bedeutet das?
Es bedeutet, dass wir unser tägliches Handeln, Denken und Verhalten an Gottes Wollen ausrichten.
Gerechtigkeit bedeutet, dass wir in Übereinstimmung mit Gottes Geboten leben und liebevoll, fair und ehrlich mit anderen umgehen.
Frieden bedeutet, dass unser inneres und äußeres Leben in Harmonie mit Gott und unseren Mitmenschen geschieht. Jesus sagt in Matthäus 5,9: „Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heißen.“
Aus der festen Beziehung mit Gott und aus dem tiefen Dank für sein Geben entsteht echte, tief empfundene, aufrichtige und beständige Freude, die fest in uns verankert ist. Sie ist unabhängig von äußeren Umständen oder mitmenschlichen Gefälligkeiten.
Gott legt großen Wert auf Liebe und Barmherzigkeit.
Er hat mehr Interesse an unserem Herzen und unserer Beziehung zu ihm, als an lieblosem Einhalten seiner Gesetze und Gebote oder einem Tun, um ihm zu gefallen. Das wäre geheuchelte Zustimmung.
Jesus sagte in Gleichnissen:
Ein Mann ging von Jerusalem nach Jericho. Unterwegs wurde er von Räubern überfallen. Sie schlugen ihn zusammen, raubten ihn aus und ließen ihn halb tot liegen. Dann machten sie sich davon. Zufällig kam bald darauf ein Priester vorbei. Er sah den Mann liegen und ging schnell auf der anderen Straßenseite weiter. Genauso verhielt sich ein Tempeldiener. Er sah zwar den verletzten Mann, aber er blieb nicht stehen, sondern machte einen großen Bogen um ihn. 33 Dann kam einer der verachteten Samariter vorbei. Als er den Verletzten sah, hatte er Mitleid mit ihm. Er ging zu ihm hin, behandelte seine Wunden mit Öl und Wein und verband sie. Dann hob er ihn auf sein Reittier und brachte ihn in den nächsten Gasthof, wo er den Kranken besser pflegen und versorgen konnte. (Lk 10, 30-34)
Und der König wird antworten und zu ihnen sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan. (Mt 25,40)
Liebe bedeutet für Gott, dass wir uns seine und die Liebe Jesu zu Herzen nehmen:
Liebe ist geduldig, Liebe ist freundlich. Sie kennt keinen Neid, sie spielt sich nicht auf, sie ist nicht eingebildet. Sie verhält sich nicht taktlos, sie sucht nicht den eigenen Vorteil, sie verliert nicht die Beherrschung, sie trägt keinem etwas nach. Sie freut sich nicht, wenn Unrecht geschieht, aber wo die Wahrheit siegt, freut sie sich mit Alles erträgt sie, in jeder Lage glaubt sie, immer hofft sie, allem hält sie stand. (1.Kor 13, 4-7)
Barmherzigkeit bedeutet für ihn, anderen Mitgefühl, Güte, Gnade und Erbarmen zu zeigen, besonders gegenüber denen, die in Not sind oder die Fehler gemacht haben. Es geht Gott darum, dass wir Liebe und Vergebung auch praktizieren, danach handeln.
Liebe und Barmherzigkeit sind herausragende Eigenschaft von Gottes Wesen. Jesus sagt uns: Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist. (Lk 6,36)
Was wir von Gott/Jesus Christus erhalten, sollten wir an unsere Mitmenschen weitergeben. Wir sollten aktiv auf ihre Bedürfnisse eingehen und ihnen in Liebe und Mitgefühl begegnen.

