Von Gott nichts wissen wollen?
Hallo Du,
es gibt viele Menschen, die Gott nicht kennen und deswegen keinen Bezug zu ihm haben. Menschen neigen dazu das abzulehnen, was sie nicht kennen. Sie ändern jedoch ihre Meinung, wenn sie für sich Vorteile erkennen oder wenn sie in Not sind und keinen anderen Ausweg sehen. Das sind die Menschen, bei denen die Frohe Botschaft der Liebe und Gnade Gottes in Jesus Christus auf fruchtbaren Boden fallen kann.
Es gibt auch Gründe, weshalb Menschen von Gott wirklich nichts wissen wollen oder ihn sogar ablehnen. Diese Gründe können sehr individuell und vielfältig sein. Hier sind einige mögliche Ursachen:
Negative Erfahrungen: Manche Menschen haben negative Erfahrungen mit Religion oder religiösen Institutionen gemacht, die sie dazu veranlassen Gott abzulehnen. Diese Erfahrungen können Missbrauch, Heuchelei oder Intoleranz von Gläubigen umfassen. Eigentlich lehnen sie diese Menschen ab, die lieblos und unverantwortlich handeln, die ihre Stellung oder ihr Wissen missbrauchen, die nicht echt und ehrlich sind oder die sich unfreundlich, ungeduldig, herrisch oder hochmütig verhalten
Wissenschaftlicher Rationalismus: Manche Menschen sind überwiegend Kopf- und Verstand bestimmte Rationalisten. Sie verlassen sich nur auf empirische Beweise und rationale Erklärungen, nur auf das, was sie selbst geprüft und für richtig befunden haben. Sie sind vorsichtig und sicherheitsgeprägt. Was nicht folgerichtig und logisch ist, muss falsch sein. Sie setzen Glaube mit Nichtwissen gleich und deshalb als leichtsinnig und gefährlich. Die zunehmend wissenschaftlich geprägte Welt unterstützt deren Einstellung und Haltung. Sie haben Schwierigkeiten an etwas zu glauben, das sie nicht sehen, anfassen oder messen können. Das Problem dieser Menschen ist, dass sie ungern Vertrauen wagen, um noch Unbekanntes zu prüfen und sich davon überzeugen zu lassen, denn nur so kann man den Horizont weiten und das Wissen mehren.
Leid und Ungerechtigkeit: Manche Menschen meinen, das Vorhandensein von Leid und Ungerechtigkeit in der Welt geschehe durch Gott oder er lasse es bewusst zu. Tatsächlich aber geschieht viel Unheil durch kranke, gottlose oder irregeführte lieblose Menschen, die ihren freien Willen als Machtinstrument benutzen, um andere einzuschüchtern, zu demütigen, zu beherrschen oder zu benutzen. Sie glauben damit Stärke zu zeigen, sich zu bestätigen und Vorteile für sich zu bekommen. Da aber kaum ein Mensch immer nur gut, selbstlos, geduldig und fehlerfrei ist, müsste Gott alle Menschen bestrafen oder ausmerzen. Der gütige und allmächtige Gott, hat eine andere Strategie: Er baut darauf, dass Menschen aufgrund ihres Leids und ihrer Hoffnung einsichtig werden und freiwillig zu ihm kommen um sich helfen zu lassen, ihrer alten Einstellungen, Verhaltensweisen und Gewohnheiten abzulegen.
Unabhängigkeit und Selbstbestimmung: Viele Menschen möchten unabhängig und selbstbestimmt leben und sich nicht an vermutliche religiöse Vorschriften oder moralische Vorgaben gebunden fühlen. Diese Freigeister lassen sich ungern etwas sagen und verharren lieber auf egoistischer Selbstverwirklichung und Selbstverherrlichung. Sie lassen sich nicht in ihrer falsch verstandenen Freiheit einschränken, und meinen ein Recht zu haben das tun zu dürfen, was immer sie wollen. In Wirklichkeit sind sie aber Sklaven ihres Wollens. Nur diese Selbsterkenntnis befreit sie zu Offenheit und Mitmenschlichkeit.
Fehlende spirituelle Erfahrungen: Menschen, die keine eigenen Erlebnisse mit tiefgreifender universeller Verbundenheit, beim Überwinden von Grenzen des Gewöhnlichen, mit dem überraschenden Erlebnis eines tiefen inneren Friedens oder mit unerwarteter Hilfe gemacht haben, können Schwierigkeiten haben, an Gott zu glauben.
Solche Erlebnisse können sich einstellen bspw. bei einem entspannenden Spaziergang in der Natur, beim Beobachten des Sonnenuntergangs, bei einem erhebenden Fernblick von einem hohen Berg, beim Staunen über die Schönheit von Blumen oder der Anmut von wilden Tieren oder im Gebet bzw. in der Meditation mit einer unerklärlichen Verbindung mit etwas Größerem oder in Träumen oder Visionen mit ungeahnten Einblicken und geistigen Erweiterungen.
Kulturelle und soziale Einflüsse: In einigen Kulturen oder sozialen Kreisen ist der Glaube an Gott, verbunden mit Gottvertrauen und Nachfolge weniger verbreitet oder wird sogar abgelehnt. Die meisten Menschen passen sich den Überzeugungen und Werten ihrer Umgebung an um ‚normal‘ zu sein oder um zumindest so zu erscheinen.
Um eine offenere Haltung gegenüber dem Glauben zu entwickeln, können folgende Denkansätze hilfreich sein:
– Offene und respektvolle Gespräche: Dialoge, die auf Respekt und Verständnis basieren, können helfen, Vorurteile abzubauen und neue Perspektiven zu eröffnen.
– Positive Beispiele: Menschen, die ihren Glauben authentisch und liebevoll leben, können inspirieren und zeigen, dass Religion eine Quelle des Guten sein kann und kein Gefängnis ist.
– Persönliche Erfahrungen: Das Teilen eigener spiritueller Erfahrungen kann anderen helfen, eine tiefere Verbindung zum Glauben zu finden und ermutigen, eigene Erfahrungen zu sammeln.
– Bildung und Information: Das Bereitstellen von Informationen bzw. von Literatur zu Auswirkungen von Glauben und dessen positive Rückwirkungen auf das eigene Sein, Denken, Tun und Verhalten kann das Verständnis und die Akzeptanz für Gott fördern.
Wer an den Sohn Gottes glaubt, der hat das ewige Leben. Wer aber nicht auf ihn hört, wird nie zum Leben gelangen, sondern Gottes schützende Hand wird ihm für immer entzogen. (nach Joh, 3,36; HfA)
