Völlerei – Gier nach Essen

 

Hallo Du,

ich bin die Völlerei,

die Gier mehr zu essen als Dir gut tut.

Ich weiß nicht, ob Du mich kennst,

aber wenn ja, dann sollst Du wissen,

dass ich Dich verhöhne.

 

Ich nutze Dein natürliches Grundbedürfnis

nach Nahrung und übersteigere

Deinen Hunger, um Dir zu zeigen,

wo es bei Dir nicht stimmt

und auch, um Dir die Chance zu geben,

Deinen seelischen Mangel zu füllen

und durch Überwindung Deiner Schwäche

zu wachsen.

 

Ich weiß, dass Du mich nicht mit

Deinem Willen alleine bezwingen kannst.

Und das ist gut so, denn Dein

Mangel und Deine Leere sitzen tiefer.

Tief in Deinem Unterbewusstsein

wirst Du von Deinem Bauch gesteuert.

Mit Deinem Bauch verspürst Du Angst,

die Angst zu kurz zu kommen,

eine Angst, körperlich, seelisch

oder geistig zu verhungern

und das gleicht Dein Unterbewusstsein

mit Gier und übermäßigem Essen aus.

 

Aber Du spürst, dass das nicht hilft.

Trotz des vielen Essens bleiben

Unzufriedenheit, Angst und Leere,

tritt keine andauernde Befriedigung ein.

Das macht mich in dir noch stärker.

Die Gier wird größer und Dein

Gewissen plagt Dich auch noch.

 

Mit Deinem Fressverhalten lassen sich

quälende Gefühle nicht zustopfen

und Ärger oder Enttäuschungen

kann man so auch nicht loswerden.

Dein Stress bleibt!

Dein Selbstmitleid schreit:

‚Verwöhne mich!‘

‚Du gönnst Dir ja sonst nichts!’

 

Sich vollzustopfen, schadet nur

und ist kein Ersatz für fehlende

Anerkennung oder mangelnde Liebe.

 

Du schlingst und schluckst

alles in Dich hinein, –

ohne es zu genießen.

Genau da liegt das Problem.

 

Lasse Dir doch Zeit.

Beziehe nicht alles auf Dich selbst.

Du musst nicht alles

als Kritik oder Abwertung verstehen.

Verdaue Deinen Ärger

und scheide ihn wieder aus.

Sage, was Dir nicht gefällt

und begründe es.

Überprüfe deine Ansprüche.

 

Anderen geht’s auch nicht

besser oder schlechter als Dir.

Sie gehen nur anders

mit ihren Problemen um.

 

Verändere Deine ängstliche Einstellung,

sei nicht so misstrauisch

und nehme vertrauensvoll Rat und Hilfe an.

 

Vor allem aber habe Geduld

und nehme Dir Zeit,

Zeit zum Essen,

Zeit zum Genießen,

Zeit zum Verstehen und

Zeit zum Danken.

 

Genieße jeden Bissen,

kaue und schmecke ganz bewusst,

erlebe jeden Augenblick bewusst

und sehe das Positive darin.

 

Danke Gott für das,

was du schon hast

und was er dir weiterhin gibt,

damit du neue Kraft, neuen Mut

und neue Ziele erhältst,

um dein Leben erfolgreich zu gestalten.

Er möchte nicht,

dass du dick und unglücklich wirst

und dadurch leidest.

Vielmehr möchte er dir den

‚Zwang zu essen‘ und die

‚Angst, zu kurz zu kommen‘ nehmen.

Bitte ihn doch einfach darum

und übergebe ihm dein Problem

Sage ihm, was dich belastet

und dass du deine Sucht

loswerden möchtest.

Sage es ihm immer wieder,

denn damit entfernst du von ihr,

von mir.

 

Lasse Gott in dir wirken.

Mit jedem Verzicht, der dir gelingt,

erkennst du seine Hilfe

und gewinnst du an Selbstdisziplin,

Selbstvertrauen und Stärke.

Mit vielen kleinen Verzichtschritten

findest Du langsam und stetig

zurück auf den richtigen Weg,

zurück zu dir,

zu deinem wunderbaren Wesen..

 

 

Schreibe einen Kommentar