Warum nur bin ich so traurig?

Warum ist mein Herz so schwer?

Auf Gott will ich hoffen, denn ich weiß:

Ich werde ihm wieder danken.

Er ist mein Gott, er wird mir beistehen!

(Ps 42,6; HfA)

 

 

Trauern – Traurigkeit

 

Hallo Du,

warum bist du so traurig?

Was ist bei dir schief gelaufen?

Wen oder was hast du verloren?

Wonach sehnst du dich zurück?

 

Ist denn der oder das Verlorene

wirklich verloren?

Ist es nicht in deinen Erinnerungen

mit dir eng verbunden?

Macht es im Alltag nicht Platz für Neues?

Das Neue kann ebenfalls sehr gut werden.

 

Auch wenn du im Moment

in einem Jammertal bist,

deinen Kopf hängen lässt,

mutlos und traurig bist,

weil es dir nicht gut geht

und du dich nicht stark genug fühlst, d

en Kampf ums Dasein zu bestehen,

bist du nicht verlassen

und auch nicht alleine.

 

Gott hält und trägt dich,

wenn du es zulässt und ihm vertraust.

 

Du solltest dich nicht dauerhaft

in Traurigkeit zurückziehen

und in Selbstmitleid verschließen,

denn dadurch wird alles schlimmer.

 

Nach und nach würdest du deine

Selbständigkeit verlieren

und immer stärker auf Hilfe

von außen hoffen,

doch dein Verhalten weist sie zurück.

 

Helfen kannst nur du dir selbst.

Öffne dich wieder.

 

Du darfst deinen selbstgewählten Käfig

wieder verlassen, denn in der Trauer

zeigtest du Treue zum Verlorenen.

Du musst deine Tür

nicht von innen verschließen.

Deine Liebe bleibt,

auch wenn das Leben weitergeht.

Lüfte also deine Gedanken

und bewege dich wieder.

Nehme erneut am Leben teil.

Lasse dich auf andere ein.

Sie warten auf dich

und sie brauchen dich.

 

Oder willst du leiden?

Weshalb? Wozu?

Mache dir doch keine Vorwürfe

und bestrafe dich nicht selbst.

Ja, vielleicht hast du Fehler gemacht,

doch niemand ist perfekt, unfehlbar.

 

Du bist jetzt enttäuscht und ergrimmt,

du fühlst dich hilflos und ohnmächtig,

du reagierst gereizt und bist gekränkt,

du benimmst dich unbeholfen,

vielleicht auch trotzig oder kindlich.

Vielleicht bist du sogar wütend.

 

Aber, das hilft niemandem,

schon gar nicht dir.

Damit veränderst oder erzwingst

du nichts außer,

dass dein Leben baden geht.

 

Die Trauer, bedrückt und quält dich.

Sie zwingt zum Umdenken,

zu Veränderung.

Sie kann dich erkennen lassen,

was Gott für dich möchte.

 

Er möchte,

dass du Widriges überwindest,

dass du wieder lebst,

erlebst und bewirkst,

dass du weitergehst,

an deinen Erfahrungen reifst

und zum Vorbild für andere wirst.

Er möchte,

dass du ihm vertraust

und im Geschehenen nicht Bestrafung,

sondern Chancen siehst

und in den neuen Ereignissen

seine Weisheit und Güte erkennst.

Er nimmt, um anderes zu geben.

Vielleicht wirst du

von Abwegen zurückgeführt.

 

Verlust löst Trauer aus

und die zeigt dir deine Liebe

und deinen Anstand

und deine Treue.

 

Verlust führt dich

auf das Elementare zurück,

bereitet dich auf einen Neubeginn vor,

verändert deine Perspektive

und lässt dich neue Chancen erkennen.

Deshalb, nehme deinen Platz

im Leben wieder ein,

aber mache nicht so weiter wie bisher.

Gehe neue Wege

und gehe sie nicht alleine.

Lasse Gott dein Begleiter sein.

Er weiß, was du brauchst

und was dir gut tut,

was dich vollendet.

Lasse dich von ihm

in ein neues Leben mit

neuen Werten und Zielen führen.

 

Beschäftige dich mit dem,

was dir täglich begegnet,

setze dich damit auseinander

und bedenke, dass alles

irgendwann enden wird.

 

Gebe deine neu erkannte

und gereifte Liebe weiter,

denn sie überwindet,

sie zeigt, dass Gott mit dir ist,

dass er dich liebt,

dir vergeben und dich erneuert hat.

Und erkenne das Schöne und Gute,

seine Gegenwart.

Er gibt oder nimmt zu deinem Wohl,

für deine Weiterentwicklung

und denkt dabei immer an die

ewige Gemeinschaft mit dir.

 

Entziehe dich bitte

anhaltender Trauer und quäle

dich nicht mit nutzlosem Grübeln!

 

Freude und Fröhlichkeit verlängern

das Leben und machen es lebenswert.

Überrede dich selbst zur Freude

und spreche dir Mut zu.

Gehe wieder unter die Leute

und vertreibe deinen Trübsinn,

denn der hat noch niemandem geholfen,

aber schon viele gequält und umgebracht.

 

Traurigkeit kann dich auch

aus Sackgassen und Fallen befreien.

Deshalb:

Bemerke sie, reife in ihr

und überwinde sie,

denn Gott braucht dich,

das Gute in dir.

Er hat neue Aufgaben für dich,

Aufgaben, die dich stärken

und wieder fröhlich machen.

 

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