Träge Trübsinnigkeit

 

Wir dürfen uns darauf verlassen,

dass Gott unsere Gebete erhört,

wenn wir ihn um etwas bitten, was

seinen Versprechungen entspricht.

Und weil Gott solche Gebete ganz

gewiss erhört, dürfen wir auch darauf

vertrauen, dass er uns gibt, worum

wir ihn bitten“. (1. Joh 14-15)

 

Hallo Du,

warum bist Du lustlos und ohne Schwung?

Warum bewegst Du Dich so ungern,

sowohl mit Deinem Körper,

als auch in Deinem Denken?

Dein Verstand steht auf der Stelle.

Die Standhaftigkeit ist übertrieben.

Sie ist eine Fessel für Dein Wesen.

 

Diese Trägheit macht Dich

bequem und faul.

Sie macht Dich

lethargisch und phlegmatisch,

stumpf, stumpfsinnig,

teilnahmslos und untätig.

Sie trübt Deine Sinne

und Deine Gedanken;

sie vernebelt Dein Gemüt

und Deine Weitsicht;

sie verschleiert Deine Ziele

und hemmt Dein Handeln.

 

Welcher Kummer

hat Dich dorthin gebracht?

Welches Selbstmitleid

hält Dich dort fest?

Welcher Quälgeist

lässt Dich nicht mehr los?

 

Lässt Du Dich etwa von Deinen

subjektiv getrübten Eindrücken leiten?

Verlässt Du Dich etwa auf Deine

eingeschränkte Sinne?

Glaubst Du nicht mehr an

positive Veränderungen für Dich?

Nimmst Du die scheinbaren Umstände

als Omen oder Auflagen

für Deinen Lebensweg?

 

Du bist doch kein Umstandskrämer,

der ständig mit oberflächlichen

Äußerlichkeiten hadert.

Du musst die belastenden

Gegebenheiten nicht akzeptieren.

Du musst Dein Leid nicht tragen.

Du musst nicht leiden.

 

Nein, Du sollst und darfst leben

und das Leben genießen,

Du musst es nur für Dich selbst zulassen.

Du darfst Dich freuen und tanzen;

du darfst lachen und weinen,

denn das befreit.

Es befreit Dich von Deinen

eigenen Fesseln, von Fesseln,

die Du Dir unbewusst

selbst auferlegt hast.

 

Dein Kummer hat Dir die Freude geraubt.

Dein Verhältnis zu Dir selbst ist gestört.

Dein Selbstvertrauen ist beeinträchtigt,

Deine Selbstsicherheit ist geschwunden.

Du erkennst Gott nicht mehr in Dir.

Angst und Verzweiflung sind jetzt in Dir.

Angst, dass Dir so etwas Schlimmes

noch einmal passiert

und Verzweiflung darüber,

dass Du nicht verstehst,

wie so etwas passieren konnte.

 

Deine Traurigkeit drückt auf

Dein Gemüt und Deine Stimmung.

Deine Unsicherheit unterdrückt

Dein fröhliches unbekümmertes Wesen.

Du traust Dir nicht mehr viel zu.

Du sagst Dir:

‚Wer nichts macht,

macht auch nichts falsch’.

Aber nur der,

der aufsteht und weitergeht,

kommt vorwärts;

Nur der kommt aus seinem

seelischen Tief wieder heraus

und fängt neu an.

 

Nur wer seine Last abwirft,

entgeht der Bedrückung.

Nur wer seinen Kummer loslässt,

macht Platz für Freude.

Nur wer wieder aufsteht,

bleibt nicht niedergeschlagen.

Nur wer das Leben neu erlebt, lebt.

 

Sehe das Positive,

das es ja auch gibt!

Vertraue auf Dein Wesen

und auf Deine Stärken

und Dein Lebensmut

und Deine Lebensfreude

werden zurückkommen.

Halte Dich nicht länger

mit Gedanken gefangen,

sondern genieße die Freiheit.

Nutze die neuen

Möglichkeiten und Gelegenheiten.

Denke nicht lange darüber nach,

ob Du etwas sollst, kannst oder darfst,

sondern tue es einfach.

Was soll schon schief gehen?

Im schlimmsten Fall

bleibst Du genau da, wo Du schon bist,

im Elend der Trübsinnigkeit und Trägheit,

in der Bekümmertheit und Trübseligkeit.

 

Gefällt es Dir etwa, zu leiden?

Bist Du glücklich

in deiner Selbstbeschränkung?

 

Gott möchte, dass es Dir gut geht!

In dauerhafter Traurigkeit

kannst Du ihn nicht ehren.

In der triefer Befangenheit

kannst Du ihm nicht danken.

In der schwelender Krankheit

kannst Du ihn nicht loben.

 

Stehe deshalb sofort auf

und gehe wieder,

im Vertrauen auf sein Wort.

Zögere nicht,

denn nur wenn Du Dich bewegst,

kann Gott in Dir wirken.

Nur wenn Du Fehler machst

und aus ihnen lernst,

kommst Du weiter.

 

Auch wenn Deine Umgebung

und Deine Sinne

Dir etwas anderes sagen:

Gott hat Dir bereits alles gegeben,

was Du brauchst.

Du musst es nur haben wollen

und es von ihm annehmen.

 

Lasse Dich nicht länger von

den Umständen täuschen,

sondern vertraue darauf,

dass Deine Sorgen und Probleme

bereits gelöst sind

und handle entsprechend.

Deine Zurückhaltung

und deine falsche Bescheidenheit

machen Dich krank.

Deine Vorsicht behindert Dich.

Das, was Du Dir versagst,

lässt Dich versagen.

Deine eigene Beschränkung

macht Dich beschränkt.

 

Fröne nicht Deinem Leid

und lasse Dich nicht hängen,

Bausche Deine Probleme

nicht auf und suhle Dich nicht darin,

Ertrinke nicht im Schmutz

des Selbstmitleids,

sondern verbanne all dies

aus Deinem Denken und Empfinden.

Es zieht Dich nur immer wieder

hinunter in die Finsternis.

 

Wende Dich doch an Gott,

denn er hilft Dir heraus.

„Wir dürfen uns darauf verlassen,

dass Gott unsere Gebete erhört,

wenn wir ihn um etwas bitten,

was seinen Versprechungen entspricht.

Und weil Gott solche Gebete ganz

gewiss erhört, dürfen wir auch darauf

vertrauen, dass er uns gibt, worum

wir ihn bitten“.  (1. Joh 14-15)

 

„Lobe den Herrn, meine Seele, und

was in mir ist, seinen heiligen Namen!

Lobe den Herrn, meine Seele,

und vergiss nicht alle seine Wohltaten!

Er vergibt dir alle Schuld und heilt

alle deine Krankheiten.

Er erlöst dein Leben aus Trübsal,

Finsternis und Tod und er krönt dich

mit Gnade und Erbarmen“.

(Ps 103,1-4)

 

 

 

 

 

 

 

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