Engel, Teufel, Gut, Böse, Himmel

 

 

Streit !!!

 

Hallo Du,

es gibt Menschen,

die streiten immer wieder.

Die müssen immer wieder streiten,

denn sie haben keinen inneren Frieden.

Sie sind unzufrieden.

Hauptsächlich mit sich selbst –

und damit auch mit vielem anderen.

Wer streitet, will etwas.

Er will immer mehr,

aus Neid oder Habsucht.

Er will mehr sein oder haben,

aber nicht viel dafür tun.

Er will es von anderen.

Er glaubt, es stehe ihm zu.

Er glaubt, er komme zu kurz.

 

Im Jakobusbrief steht zu Folgendes:

Was verursacht die

Kriege und Streitigkeiten unter euch?

Sind es nicht die vielen Begierden,

die in euch kämpfen? Ihr begehrt und habt

nichts; ihr schmiedet Pläne und tötet und

bekommt nichts. Ihr seid neidisch auf das,

was andere haben, und könnt es nicht

bekommen; also kämpft und streitet ihr,

um es ihnen wegzunehmen.

Doch euch fehlt das, was ihr so gerne wollt,

weil ihr Gott nicht darum bittet.

Und selbst wenn ihr darum bittet,

bekommt ihr es nicht, weil ihr aus falschen

Gründen bittet und nur euer Vergnügen

sucht. (Jak 4,1-2)

 

Es geht dem Streithammel auch um mehr

Aufmerksamkeit und Anerkennung,

 um das, was er als Kind zu wenig

bekommen hat.

 

Als Ausgleich zum Mangel strebt er

nach Ansehen und Status,

nach Geltung, Einfluss, Geld oder Macht,

denn er glaubt, dass das ihm helfen würde.

 

Eigentlich aber würde er lieber jemand

anderes sein, als er ist.

Wer jemand anderes sein will,

weiß nicht, wer er ist.

Er fühlt sich unbedeutend und leer;

unerkannt.

Er ist voller Ehrgeiz und orientiert

sich an falschen Zielen.

Er kennt seine Gaben nicht

oder sie sind ihm nicht gut genug.

 

Damit erschreckt er andere

und stößt sie immer wieder zurück.

Er ist anstrengend, unangenehm,

kontrollierend, rechthaberisch

und damit sehr stark selbstbezogen.

 

Er will von anderen haben,

was nur er selbst sich geben kann,

nämlich zufrieden sein mit dem,

was man hat.

 

Er weiß nicht, dass sein eigentlicher Wert

der ist,

dass er lebt und liebt,

sich lieben lässt,

sich freut und sich gibt.

 

Er weiß nicht, dass er seine Gaben

zeigen und leben darf,

um sie zu entwickeln

und um sich selbst zu erkennen.

 

Er weiß nicht, dass freiwilliges

‚Sich geben lassen‘ seliger ist,

als sich etwas zu erstreiten

oder heimlich zu nehmen.

 

Er weiß nicht,

dass Menschen ungern geben,

wenn es von ihnen erwartet

oder verlangt wird.

 

Er weiß nicht, dass man seinen Wert

aus sich selbst erhält.

Würde hat man,

man kann sie nicht erstreiten.

Vielmehr verliert man sie

in zänkischer Aggression.

Im Streit entwürdigt man sich selbst.

 

Wenn ein solcher Mensch feststellt,

dass er mit seinem offenen oder

versteckten Verlangen nicht weiterkommt,

dann wird er richtig unangenehm,

dann zeigt sich sein unausgeglichenes,

zerrissenen Inneres,

dann wütet sein kindliches,

enttäuschtes Ego, das nicht warten kann,

dann ist er kaum noch auszuhalten.

 

Er reagiert auf seine eigene Ohnmacht

mit noch mehr Streit und mit Hass

und Boshaftigkeit,

er hat ständig etwas

an anderen auszusetzen.

 

Er beweist sich selbst,

dass er im Recht und auch besser ist.

 

Um sich doch durchzusetzen,

sucht er andere,

die ihm den Rücken stärken

und ihn in seinem Verlangen unterstützen

oder er kauft sich Rechtsbeistand,

der andere zwingt das zu geben,

was er sich so dringlich ersehnt,

Liebe und Selbstachtung.

 

Dahinter verbirgt sich auch

mangelndes Vertrauen in Gottes Fürsorge.

 

Und wenn sie dann erstritten haben,

was sie wollen, dann stellen sie fest,

dass ihnen das nicht reicht.

Das Ganze beginnt von Neuem.

Ihr Fass ist leck.

 

Sich etwas mit Gewalt oder Tricks

genommen zu haben, verschafft

keine dauerhafte Befriedigung.

Vielmehr tötet es Vertrauen

und die Gemeinschaft.

Streit zerstört.

Streit vergiftet.

Streit trennt.

Der kurzzeitige Triumpf

wird zum Schrei des Gequälten;

der Pyrrhussieg ist

in Wirklichkeit eine Niederlage.

 

Die Bibel schreibt dazu:

Besser in der Wüste wohnen als bei

einer  zänkischen und zornigen Frau.

(Spr 21,19).

 

Besser im Winkel auf dem Dache sitzen

als mit einer zänkischen Frau zusammen

in einem Hause (Spr 25,24).

 

Und auch:

Wer  Streit anfängt, gleicht dem, der

dem Wasser den Damm aufreißt.

Lass ab vom Streit, ehe er losbricht!

(Spr 17,14)  

 

Eine Ehre ist es dem Mann,

dem Streit fernzubleiben;

aber die gerne streiten,

sind allzumal Toren. (Spr 20,3)

 

Aber die törichten und unnützen Fragen

weise zurück; denn du weißt, dass sie

nur Streit erzeugen. (2.Tim 2,23)  

 

Wenn kein Holz mehr da ist, so verlischt

das Feuer, und wenn der Verleumder

weg ist, so hört der Streit auf (Pr 26,20).

 

Wer sich demgemäß dem Streit entzieht,

wird als Feigling beschimpft.

Wohl denen, die keinen zänkischen,

streitsüchtigen Menschen um sich haben.

 

Streit beraubt uns all des Guten,

das Gott für uns bereithält.

Denen, die davon gequält sind,

stehe Gott bei.

Nur er kann das wenden.

 

Weiter Bibelzitate zum Thema Streit:

 

2Mo 14,14    

Der HERR wird für euch streiten,

und ihr werdez stille sein.

 

Lk 22,24    

Es erhob sich auch ein Streit unter ihnen,

wer von ihnen als der Größte gelten solle.

 

1Kor 6,1    

Wie kann jemand von euch wagen,

wenn er Streit hat mit einem andern,

sein Recht zu suchen vor den

Ungerechten und nicht vor den Heiligen?

 

1Kor 11,16  

Ist aber jemand unter euch, der Lust hat,

darüber zu streiten, so soll er wissen,

dass wir diese Sitte nicht haben, die

Gemeinden Gottes auch nicht.

 

Tit 3,9    

Von törichten Fragen aber, …

von Zank und Streit über das Gesetz

halte dich fern; denn sie sind unnütz

und nichtig.

 

Jak 3,14    

Habt ihr aber bittern Neid und Streit

in eurem Herzen, so rühmt euch nicht

und lügt nicht der Wahrheit zuwider.

 

Jak 3,16    

Denn wo Neid und Streit ist, da sind

Unordnung und lauter böse Dinge.

 

Spr 19,13

Ein törichter Sohn ist seines Vaters

Herzeleid, und eine zänkische Frau

wie ein ständig triefendes Dach.

 

 

 

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