Selbstverständlich?
Ist es wirklich selbstverständlich,
dass wir bestes Trinkwasser
aus der Leitung erhalten,
dass wir reichlich zu essen haben,
dass wir ein festes Dach
über dem Kopf haben,
dass wir nicht frieren müssen,
dass wir eine soziale
Grundversorgung haben,
dass es uns ziemlich gut geht,
dass wir uns gegenseitig absichern,
dass wir uns anständig benehmen?
Nein, das ist es nicht!
Auch bei uns gibt es Menschen,
die an diesen Segnungen nicht teilhaben.
Weltweit ist das sogar nur
eine kleine Minderheit.
Ohne Frage, unstreitig und zweifellos,
ist unser Lebensstil
ein besonderes Geschenk,
teilweise entstanden
durch fruchtbaren Boden
und genügend Regen,
teilweise erworben
durch Fleiß und Disziplin,
teilweise ermöglicht
durch Solidarität und Verzicht,
teilweise eingeleitet
durch weise politische Führung,
teilweise erhalten
trotz Neid, Zwietracht oder Egoismus.
Es versteht sich nicht von selbst,
dass wir aus uns heraus
auch an andere denken,
dass wir bereit sind,
anderen etwas abzugeben,
dass Gemeinschaftauch uns
absichert und verbindet.
Gott sei Dank dafür.
Wer um etwas streitet,
will etwas und ist darin gefangen.
Wer aber willig gibt,
ist befreit von Habsucht und Gier.
Er ist frei,
selbstlos zu verzichten
und dankend anzunehmen.
