Quälgeister oder Lebensgeister
Hallo Du,
in dir und in jedem anderen Menschen
sind verschiedene Geister.
Gute, die dich und durch dich befähigen,
ermutigen, aufrichten und befreien
und Schlechte, die dich und durch dich
verängstigen, verunsichern, einschränken,
gefangen nehmen, verderben und
verbittern.
Beide sind Geister, die du mit deinen
Gedanken nährst und je häufiger du sie
denkst, ihnen in deinen Gedanken Raum
gibst, sie dir ausmalst und sie sich in dir
ausbreiten lässt,
desto stärker und mächtiger
werden sie in dir,
desto mehr besitzen
und bestimmen sie dich.
Irgendwann sind sie so stark,
dass sie sich verselbständigen und deine
Lebenseinstellung, ja sogar dein Wesen
beeinflussen und verändern –
im positiven oder im negativen Sinn.
Sie sind das Vorzeichen
deiner Lebenseinstellung!
Du entscheidest, was du denkst
und wer du dadurch bist und wirst.
Du entscheidest, ob du verstärkt
Angst oder Hoffnung hast.
Du entscheidest, ob du
über dich hinauswächst
oder ob du um dich selbst kreist
und deshalb unter deiner
eigenen Last zusammenbrichst.
Mit dieser Entscheidung bestimmst du
dein Sein und deine Zukunft.
Mit dieser Entscheidung bestimmst du
über deine Leben.
Darum achte genau darauf,
welche Einfälle und Gedanken
du zulässt und denkst,
welche Ideen und Ideale du
in dir ausbreiten lässt,
welche Erwartungen und Ziele du hast.
Verbiete dir negative Gedanken,
alle Gedanken
die dich schwächen oder einengen,
die von irgendetwas abhängig machen,
die dich zum Kämpfen gegen etwas
oder jemanden führen könnten.
Habe keine Angst, Furcht oder Bedenken,
dass irgendetwas oder irgendwer dein
Wesen zurücksetzten, missachten oder
verletzten könnte.
Niemand hat dazu die Macht –
außer du selbst,
außer du stellst dein selbstbezogenes
Möchte-gern-Ich über dein natürliches,
erhabenes, göttliches Wesen,
außer du möchtest etwas sein
oder werden, was du nicht bist
und was du auch nicht sein kannst,
weil es deinen Begabungen und
Fähigkeiten nicht entspricht,
weil es deinem Lebensweg
nicht entspricht,
weil es deinem Lebensauftrag
nicht entspricht.
Du kannst dich verändern, aber nur
in den dir in deinem Wesen
vorgegebenen Grenzen.
Die Quälgeister,
die dich versuchen,
herausfordern und besitzen wollen,
die sich in dir und durch dich
ausdrücken wollen,
sie kommen aus deinen
trügerischen Gefühlen,
aus deinen subjektiven Empfindungen
und aus deinem ichbezogenen Verstand.
Du fühlst dich zu schwach oder zu stark
und du empfindest deshalb Selbstmitleid
oder Selbstüberschätzung.
Du fühlst dich benachteiligt, übergangen,
gedemütigt und reagierst darauf,
indem du dich zwanghaft
in den Vordergrund drängst
oder dir Dinge „gönnst“,
die dein Ich streicheln.
Oft fühlst du dich leer, gelangweilt,
unausgefüllt und setzt deshalb alle
Hebel in Bewegung,
um dieses Loch, um deinen Mangel
durch Spaß, durch riskante Abenteuer
oder sonstige kurzweilige und blinde
Aktionen zu füllen.
Du tust etwas, um dich abzulenken,
etwas, was dich von deinem eigentlichen
Problem fernhält,
etwas, was dich (dein Ich) besänftigt,
etwas, was dir vorübergehende Entlastung
verschafft, aber was dich dauerhaft
nicht erfüllt, bestätigt und bestärkt.
Du wirst und bist voller Neid, Gier, Hast,
Unruhe, voller Selbstanklage, Selbst-
verurteilung und Verbitterung.
Du vergleichst dich mit anderen
und stellst fest,
dass sie es im Leben leichter haben,
dass sie bessere Beziehungen haben,
dass sie schöner, gescheiter oder besser
sind als du selbst und dass du das,
was sie haben auch haben möchtest bzw.
dass du das ja bereits hast und
dass es von anderen nur nicht anerkannt
und gewürdigt wird.
Damit läufst du hinter deinem Glück
und dir selbst her.
Damit machst du dein eigenes Wesen
selbst schlecht und verurteilst dich zur
Abhängigkeit von dem scheinbaren Wohl
und der Anerkennung anderer.
Oder aber,
du bist voller Habsucht, Hochmut, Zweifel,
Zwietracht oder Überheblichkeit.
Du hast entdeckt,
dass du dein Minderwertigkeitsgefühl
durch Erfolg, durch eigenes Tun,
durch Cleverness, Trickserei, Dreistigkeit,
Gerissenheit oder Rücksichtslosigkeit
kompensieren kannst.
Du benutzt dazu deine Intelligenz
und deinen Fleiß, die guten Seiten an dir,
zwingst sie unter deinen Verstand
und nennst es Disziplin.
In Wirklichkeit kommt das aber aus
dem Verstandesdiktat, der Ichsucht,
jemand wichtiges sein zu wollen.
Du läufst hinter etwas her,
was real gar nicht existiert,
was nur in deinem Kopf und in
deinen Gedanken ist,
was sich in deinem Verstand
und in deinem Gedächtnis
eingenistet hat.
Und jeder normale Mensch fragt sich,
warum du so komisch bist,
so gehemmt, verklemmt, verquer
oder so aufsässig, hartnäckig
und rücksichtslos.
Manche Menschen kompensieren
ihre eingebildete Schwäche auch durch
eine aufgesetzte, unechte Schein-Stärke.
Wenn das auch bei dir so sein sollte,
dann gibst du vor mehr zu sein als du bist.
Du gibst dir einen Anschein ohne selbst
das Licht zu sein.
Du versteckst dich hinter verschiedenen
Masken und schauspielerst, täuschst
und belügst andere und dich selbst.
Du wirst dich dadurch nie
selbst kennenlernen,
deine guten Seiten
und deine Besonderheiten,
deine anregenden, erfrischenden,
inspirierenden Lebensgeister,
die liebevolle, unerschöpfliche Quelle
deines Lebens,
denn du läufst ja ständig
vor dieser Erkenntnis davon
und das nur aus Angst,
du könntest minderwertig
oder durchschnittlich sein,
du könntest anderen
und dir selbst nicht genügen,
du seiest eine Niete im Leben,
ein Mensch ohne besonderen Wert.
Merkst du,
dass dies alles aus deinen Gedanken
und deinem Denken kommt, aus deinem
emotional gefärbt und getrübten Verstand
der sich kindlich kindisch behaupten will?
Vielleicht wurde es dir in deiner Erziehung
immer wieder so gesagt und eingeredet.
Damals warst du noch unerfahren.
Aber warum glaubst du es?
Warum glaubst du es heute noch?
Das muss doch gar nicht stimmen!
Andere Menschen sind keine Hellseher.
Sie können nicht wissen,
welche Schätze in dir schlummern,
die darauf warten,
gehoben zu werden,
das Licht der Welt zu erblicken,
sich zu entwickeln und zu zeigen,
zur allgemeinen Freude
eingesetzt zu werden.
Sie wollen es aber auch gar nicht wissen,
denn sie fürchten,
dass sie im Vergleich mit dir schlecht
abschneiden,
dass sie sich dadurch selbst schaden
und zurücksetzten,
dass sie dadurch selbst weniger
Aufmerksamkeit erhalten,
dass ihr ICH dadurch nicht mehr so hell
glänzen könnte.
Jeder denkt doch in erster Linie
an sich selbst, an seinen eigenen Vorteil.
Du auch?
Dem stehen in dir deine
positiven Lebensgeister gegenüber,
deine besonderen Begabungen,
Fähigkeiten und Eigenschaften,
die dein wahres Wesen und deine
Persönlichkeit ausmachen,
die in dir durch Schöpfung und Vererbung
verankert sind,
die sich in deinem Charakter ausdrücken
möchten,
die entdeckt, geweckt, genährt und
entwickelt werden möchten,
die darauf warten, von der Dominanz
der Quälgeister befreit zu werden,
damit sie wachsen und sich in dir
ausbreiten können,
die deine Hilfe und Umkehr benötigen,
damit sie erkennbar, wirksam
und tragfähig werden können.
Sie warten darauf,
dass du Selbsthygiene betreibst,
dass du deine Gedanken
kontrollierst und steuerst,
dass du sie willkommen heißt,
dass du sie zulässt
und ihnen Denkraum gibst,
dass du sie stark werden lässt,
dass du sie endlich
er-wachsen werden lässt.
Wie macht man das?
Stelle dich (dein Ich) in deinen Gedanken
nicht mehr in den Mittelpunkt.
Sehe alles nicht nur aus deiner Perspektive.
Beweise dich nicht immer wieder,
sondern entstolze dich.
Werde selbstlos und entdecke
dein wahres Ich.
Lasse dein ich-bezogenes Samenkorn
sterben, damit du als neue Pflanze
viele neue Samen hervorbringen kannst.
Vertraue darauf,
dass auch du etwas Besonderes
hast und bist,
dass Gott dich von Geburt an
zu etwas Besonderem gemacht hat.
Vertraue darauf,
dass dieses dein Besonderes
für alle Menschen wichtig ist,
dass es sich zeigen darf, soll und muss,
dass es natürlich, also ohne Übertreibung,
aus dir herausströmen wird,
dass es, je mehr du es selbstlos aus Liebe,
also zur Unterstützung und Freude von
anderen einsetzt,
dich angenehm und wundervoll verändert,
dass du darin deine Lebensaufgabe findest,
die dich mit Freude und Dankbarkeit erfüllt.
Du kannst nur das geben, was du hast.
Du hast nur, was dir gegeben ist.
Du wirst mit deiner einmaligen Veranlagung
und mit deiner persönlicher Erfahrung
in der Gemeinschaft gebraucht.
Niemand kann dich ignorieren,
denn du bist und lebst.
Das st grund genug, es nicht zu dürfen.
Lebenskonkurrenz ist kurzsichtig.
Lebensergänzung aber, führt zu weiser
und gelingender Gemeinschaft.
Jeder wartet darauf,
das Besondere in dir zu erkennen,
denn dadurch fällt es ihm leichter,
sich selbst zu erkennen.
Jeder wartet darauf,
deine Aufmerksamkeit
und deine Zuwendung zu erhalten,
um an deinen Besonderheiten
teil zu haben.
Jeder ist bereit, aus seinem Wesen das
großzügig zu geben, was andere brauchen,
denn in seinem Wesen liegt
ungeahnter und unerschöpflicher Überfluss.
Von sich (seinem Ich) zu geben,
ist das Erfüllenste, was es gibt.
In seinem göttlich gegebenen Wesen
gebraucht zu werden,
ist die Grundlage für unsere Liebe,
ist die Grundlage für
den uns erfüllenden göttlichen Geist,
der uns zum Guten verwandelt,
der in unserem Leben nur Gutes bewirkt,
nämlich Freude, Frieden und Geduld,
Freundlichkeit, Güte und Treue,
Besonnenheit und Selbstbeherrschung
in Gedanken, im Sprechen und im Tun,
was sich wiederum befreiend und erlösend
auf andere überträgt und ihnen dabei hilft,
sich (ihr wahres, göttliches Ich) zu finden
und dadurch fruchtbringend ’sie selbst‘
zu sein.
Alles liegt in dir.
Alles ist dir bereits gegeben.
Ent-wickle es selbstbewusst,
mutig und entschlossen.
Entwickle es im Vertrauen auf Gott
und mit der Steuerung deiner Gedanken.
