Neid

 

Hallo Du,

Neiderinnen und Neider gönnen anderen nicht,

was sie haben oder sind, beispielsweise ihren

Erfolg oder Besitz, ihr Können oder Aussehen,

Ihre Gaben und Fähigkeiten.

 

Sie wollen Gleiches haben und Anderes sein.

Sie fühlen sich minderwertig und irgendwie zu

kurz gekommen.

 

Der Volksmund kennt den Neid der Besitzlosen.

Neidisch sind nur die, die selbst nichts haben.

Ich denke jedoch, dass diese Menschen nur

glauben nichts zu haben.

Es wurde ihnen eingeredet oder sie reden es

sich selbst ein.

Sie wissen nicht, was sie haben

oder sie wissen es und es gefällt ihnen nicht.

Sie hätten gerne etwas Besonderes

und wären gerne etwas Besonderes.

Sie hätten gerne all das,

was sie an anderen bewundern.

Sie wollen selbst bewundert werden.

 

Da sie ständig im Vergleichen sind,

‚Möchte-gerne‘ sind, sind sie wie besessen.

Sie vergehen vor Neid.

Sie werden von ihm erfüllt,

bestimmt und geleitet.

Ihr Tun ist auf Lob und Anerkennung

ausgerichtet.

Innerlich sind sie zerrissen,

unzufrieden und verbittert.

In ihrer befürchteten Leere sind sie

wütend und maßlos.

 

Bescheiden werden sie nur,

wenn sie in ohnmächtigem

Selbstmitleid versinken.

 

Neid beherrscht ihr Denken und dadurch

wird ihre Minderwertigkeit noch größer.

Sie brauchen jemanden,

auf den sie herabblicken können,

den sie für schlechter halten können

als sich selbst,

an dem gemessen sie gut abschneiden.

 

Da aber jeder auch guten Seiten hat,

werden die schlecht und mies gemacht;

der Andere wird benörgelt, kritisiert

und schikaniert.

Und wenn man das lange genug macht,

dann glaubt man das selbst –

und wenn der andere sich wehrt,

dann ist das der Beweis für seine

Minderwertigkeit und die eigene Fähigkeit.

 

Jesus sagt in Mk 7,20-23; NL:

Es sind seine Gedanken, die den

Menschen verunreinigen. Denn von innen,

aus dem Herzen eines Menschen, kommen

böse Gedanken wie Unzucht, Diebstahl,

Mord, Ehebruch, Habgier, Bosheit, Hinterlist,

Vergnügungssucht, Neid, Verleumdung,

Stolz und Unvernunft.

Alle diese üblen Dinge kommen von innen

heraus; sie sind es, die den Menschen

unrein machen.“ .

 

Der Neider ist ein verquerer Kopfmensch.

Er kann nicht glauben, dass Gott auch ihn

mit allem ausgestattet hat, was er wirklich

braucht. Auch er ist etwas Besonderes.

 

Minderwertig ist man nicht, sondern macht

man sich selbst

Wer Gott Schlechtes unterstellt, weigert sich

ihn und seine Liebe anzuerkennen.

 

Da sie sich weigerten, Gott anzuerkennen,

überließ er sie ihren verwerflichen Gedanken,

sodass sie tun, was sie nie tun sollten.

Ihr Leben ist voller Unrecht, Schlechtigkeit,

Habgier, Bosheit, Neid, Mord, Streit, Betrug

und Hinterlist. Sie reden hinter dem Rücken

über andere und verleumden ihre Mitmenschen;

sie hassen Gott und sind unverschämt, stolz

und großspurig. Sie sind voller Ideen, wenn

es darum geht, Böses zu tun und ihren

Eltern sind sie ungehorsam. Sie sind

uneinsichtig, halten ihre Versprechen nicht

und sind lieblos und unbarmherzig.

(Röm 1,28 -31)

 

Ein solcher Mensch hat einen ungesunden Hang

zu Streitereien und Wortgefechten, die zu Neid,

Auseinandersetzungen, lästerlichen Reden und

bösen Verdächtigungen führen und in

dauerhaftem Streit enden.

Solche Menschen haben ein verdorbenes Denken

und kennen die Wahrheit nicht. Für sie ist das

Leben mit Gott nur ein Mittel, sich zu bereichern.

Wahrer Glaube und die Fähigkeit, mit wenigem

zufrieden zu sein, sind (aber) tatsächlich ein

großer Reichtum. (1.Tim 6,4-6)

 

Was verursacht die Kriege und Streitigkeiten

unter euch? Sind es nicht die vielen Begierden,

die in euch kämpfen? Ihr begehrt und habt nichts;

ihr schmiedet Pläne und tötet und bekommt nichts.

Ihr seid neidisch auf das, was andere haben, und

könnt es nicht bekommen; also kämpft und streitet

ihr, um es ihnen wegzunehmen. Doch euch fehlt

das, was ihr so gerne wollt, weil ihr Gott nicht

darum bittet. Und selbst wenn ihr darum bittet,

bekommt ihr es nicht, weil ihr aus falschen

Gründen bittet und nur euer Vergnügen sucht.

(Jak 4, 1-3)

 

Denn wo Neid und Streit ist, da sind Unordnung

und lauter böse Dinge. (Jak 3,16)

 

Die Gottlosen sind neidisch auf das Gut der

anderen, die Gottesfürchtigen aber bringen

ihre eigene Frucht hervor. (Spr 12,12)

 

Das bedeutet,

dass der Neid die Früchte des Geistes

im Neider verhindert.

 

Die Frucht, die der Geist Gottes hervorbringt,

besteht in Liebe, Freude, Frieden, Geduld,

Freundlichkeit, Güte, Treue, Rücksichtnahme

und Selbstbeherrschung.(Gal 5,22; NGÜ)

 

Und es weist vielleicht auch darauf hin,

dass Neider lieber keine Früchte erbringen,

weil andere darin ihre geglaubte Unfähigkeit

und Minderwertigkeit erkennen könnten.

Sie sind gehemmt und ängstlich, zwiegespalten.

Das sitzt tief.

Das ist ein Teufelskreis, der von Menschen

nicht durchbrochen werden kann.

Da braucht es göttliche Liebe und Geduld;

Glaube in die Güte und Weisheit Gottes.

 

Die Liebe ist geduldig und freundlich.

Sie ist nicht neidisch oder überheblich,

stolz oder anstößig. (1.Kor 13,4)

 

 

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