Mein schlimmster Feind
Hallo Du,
zum schlimmsten Feind des Menschen
wird der Mensch selbst.
Er wird es aus dem,
was ihm aus seinem Umfeld vorgelebt wird.
Er wird es aus dem,
was er in seiner Familie lernt.
Er wird es aus dem,
wie sich seine Spiel- und Schulkameraden
verhalten.
Er wird es, weil das für ihn normal ist.
Er wird es, weil er das vertrauensvoll
und unkritisch übernimmt.
Als Kind weiß er noch nicht,
was richtig oder falsch ist.
Als Kind kann er nicht anders,
weil er völlig von seinen Eltern abhängig ist.
Deren Erfahrung und Verhalten
sind ihm Vorbild und Lehre.
Sie prägen sein Weltbild,
sein Denken und Fühlen,
seine Erwartungen,
Anschauungen und Umgangsformen.
Sie bilden die Grundlage dafür,
wes Geistes Kind der junge Mensch wird.
Sind sie liebevoll, offen, fürsorglich,
warmherzig, ausgeglichen, einfühlsam,
geduldig und vergebungsbereit,
dann werden es höchstwahrscheinlich
auch ihre Kinder.
Dann haben auch deren Kinder
einen guten Start ins Leben.
Sind sie aber lieblos,
hartherzig und verschlossen,
selbstbezogen und stressbeladen,
überfordert und unausgeglichen,
ablehnend oder gleichgültig,
ungeduldig und gnadenlos,
dann werden ihre Kinder das
höchstwahrscheinlich auch.
Dann stehen ihnen und ihren Nächsten
ein schwerer Lebensweg bevor.
Doch es gibt auch für sie
die Chance zur Änderung.
Niemand muss so bleiben,
wie er/sie ist.
Jeder Mensch kann dazulernen
und dadurch besser werden,
wenn er das will,
wenn er bereit ist, seine alten
Lebensgewohnheiten und Abhängigkeiten
zu verlassen.
Wenn er bereit ist,
ein neues Leben zu beginnen.
Sein neues Leben beginnt damit,
dass er nun weiß, dass er von Gott
vorbehaltlos und selbstlos geliebt wird.
Diese Liebe gibt ihm die Kraft,
ihm zu vertrauen, vom ihm zu lernen,
seine Liebe anzunehmen
und sie auch weiterzugeben.
Das ist schwer, weil er/sie das nicht kennt,
doch ein gutes, geduldiges und ehrliches
Vorbild, Jesus, ermöglichen das.
Liebe lehrt,
zwischen richtig und falsch zu unterscheiden.
Liebe lehrt
darauf zu achten, was einem selbst guttut.
Liebe lehrt,
über sich selbst kritisch zu wachen.
Was du nicht willst, dass man dir tut,
das füg auch keinem andern zu.
Oder anders ausgedrückt:
Liebe deinen Nächsten wie (sowie) dich selbst.
Liebe lehrt auch, sich schädlichen Reizen
und Informationen oder Menschen
zu entziehen und sie zu meiden.
Man muss nicht alles tun oder haben,
wonach gerade die Lust steht,
was einem gerade gefällt.
Liebe lehrt Selbstbeherrschung
und gibt Kraft dazu.
Erfolgreiches Verzichten
macht stark und bewirkt
Freude darüber.
Je häufiger das gelingt, desto weniger
erliegt man Verlockungen.
Das Haben wollen, Erleben wollen,
Sein wollen und die Gier danach, schwinden.
Das Wollen, Denken und Fühlen wird gereinigt.
Der Geist wird geläutert.
Wir haben gelernt:
Alles, was wir in uns aufnehmen
und was uns erlauben,
formt bewusst oder unbewusst
unseren Charakter und unsere Persönlichkeit!
Es ist nicht schlecht, etwas zu wollen.
Es ist nicht schlecht, Ziele zu haben.
Es ist auch nicht schlecht, strebsam zu sein.
Aber es ist schlecht, das Falsche zu wollen!
Das Falsche ist immer das, was längerfristig
für uns und andere schlecht ist und negative
Auswirkungen hat.
Also hinterfragen wir nun immer wieder:
Will ich dieses oder jenes wirklich
bewusst oder unbewusst in mir aufnehmen?
Nützt es mir und anderen?
Fördert meine weitere Entwicklung?
Dieses Hinterfragen orientiert
und filtert die neuen Erfahrungen.
Wir hören in uns hinein und erspüren,
was etwas mit uns macht.
Ob es uns gefällt oder nicht.
Ob es uns guttut oder nicht.
Das reinigt unser Wollen und das macht
uns auch einfühlsamer für andere.
Wir erkennen dadurch auch
unsere Motive für oder gegen etwas.
Erkennen ist die Vorstufe von
Dazulernen und von innerer Reifung.
Kritisches Prüfen wird zu hilfreicher Überlegung.
Kritik ist nicht mehr herzlose Ablehnung,
sondern liebevolle Unterstützung.
Unsere ‚Kritik‘ an anderen wird zum
einfühlsamen Hinweis, zu gezeigter Liebe.
Wir vergleichen uns nicht mehr mit anderen,
um festzustellen
wo wir besser oder schlechter sind,
um uns besser oder schlechter zu fühlen,
sondern wie messen uns nun am Maßstab
von Liebe, Freude und Frieden; von Geduld,
Freundlichkeit und Güte; von Treue, Nachsicht
und Selbstbeherrschung.
Dabei entdecken wir nicht nur
eigene Entwicklungsdefizite, sondern auch,
was wir von anderen noch lernen können,
wo wir ihre Hilfe brauchen.
Wir fallen nicht mehr so leicht in
Minderwertigkeit oder Selbstmitleid,
weil wir jetzt wissen:
Kein Mensch ist perfekt.
Alle sind Lernende.
Wir brauchen uns gegenseitig.
Ängste werden überflüssig.
Verständnis, Dankbarkeit und
Lebensfreude nehmen zu.
Demütig ist, wer seine eigenen
Schwächen kennt.
Mutig ist, wer fremde Hilfe zulässt.
Geduld, Ausgeglichenheit,
Nachsicht und innerer Frieden
folgen sodann.
Niemand kann sich selbst an den
eigenen Haaren aus dem Sumpf seiner
Verfehlungen ziehen.
Alleine schaffen wir das nicht.
Wir brauchen Hilfe von außen,
von vertrauenswürdigen und liebevollen,
von untadeligen und lebenserfahrenen,
von weitsichtigen und weisen Mitmenschen,
besser noch, von Gott,
der uns durch und durch kennt,
der weiß, wo es bei uns klemmt,
der uns erschaffen hat.
Er hat uns Jesus (sich in seinem Sohn),
zum Vorbild gegeben, das Bild, nach dem
wir ursprünglich geschaffen waren.
Und Jesus gibt uns seinen reinen,
kraftvollen und heiligen Geist, damit der
uns auf seinem Weg ins neue Leben führt
und auch darin unterstützt,
seine Stimme im Wort Gottes,
in den gotteingegebenen Schriften
der Bibel zu vernehmen und auf sie zu hören,
damit wir zu seinen Nachfolgern werden,
zu Vorbildern für andere.
Vorbilder, Beispielgebende, wissen um
ihre Verantwortung für Vorbildlose.
Sehende für die Blinden,
Hörende für die Tauben,
Erfahrene für die Unerfahrenen,
Erwachsene für ihre Kinder,
Demütige für die Übermütigen,
Bekehrte für die Unbekehrten.
Sie täuschen nichts vor,
verschweigen nichts
und sind voller Verständnis für die,
die noch nicht so weit sind,
denn auch sie waren einmal
noch nicht so weit und auf
ein Vorbild angewiesen.
Was hindert Menschen, ihr unglückliches,
altes Leben zu verlassen?
Vielleicht die eigene Bequemlichkeit.
Vielleicht eigenes Wunschdenken und Verblendung.
Vielleicht eine tiefverwurzelte Sündhaftigkeit.
Vielleicht Stolz, Hochmut oder Selbstüberschätzung.
Vielleicht der fehlende Mut der Verzweiflung.
Vielleicht die Liebe für sich selbst.
Vielleicht aber auch Angst
und die Ungewissheit vor Veränderung.
Bestimmt aber,
dass sie die echte und erfüllende Liebe
Gottes nie kennengelernt haben
und dass sie ihm deswegen nicht
vertrauen und nicht auf ihn hören.
Das neue Leben beginnt mit der
Entscheidung gegen das bisherige,
unangenehme und alte Leben.
Jeder Mensch ist von Gott
nur ein Gebet weit entfernt.
Jede, Gott vorgetragene Bitte,
ist gezeigtes Gottvertrauen,
ist ein Schritt zu ihm hin.
Jede erhörte Bitte,
verbindet ihn stärker mit Gott.
In Röm 10, 8 – 10 heißt es:
Gottes Wort ist dir ganz nahe; es ist in
deinem Mund und in deinem Herzen.
Das ist nämlich das Wort vom Glauben,
das wir verkünden. Denn wenn du mit
deinem Mund bekennst:
»Jesus ist der Herr!«,
und wenn du von ganzem Herzen glaubst,
dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat,
dann wirst du gerettet werden.
Wer also von Herzen glaubt,
wird von Gott angenommen;
und wer seinen Glauben auch bekennt,
der findet Rettung.
Dazulernen, macht jung.
Zu lieben, hält jung.
Geliebt zu werden, ist himmlisch.
Die Bibel ist ein spannendes Buch.
Sie ist voller Lebenserfahrung und Weisheit.
In ihr findet sich jede und jeder wieder.
In den Schwächen und Stärken.
Gottes Wort baut auf.
Gottes Wort orientiert.
Gottes Wort unterstützt.
Gottes Wort schenkt neues Leben,
neue Sichtweisen, neues Verhalten.
Es lohnt sich, Jesus zu suchen
und Glauben zu wagen.
Eine neue sinnvolle Welt voller Frieden,
Freude und Lebensglück wird geöffnet.
Jesus sagt in Joh 14,6; NGÜ:
Ich bin der Weg, ich bin die Wahrheit,
und ich bin das Leben. Zum Vater
kommt man nur durch mich.
Amen.

