Mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht  

 

Hallo Du,

hast du ein leichtes Leben oder mühst du dich auch ab?

Machst auch du immer wieder Fehler und hast die

Konsequenzen zu tragen?

 

Manchmal fühle ich mich wie ein Hamster im Laufrad,

der sich abstrampelt und doch nicht vorankommt.

Manchmal auch wie Sisyphos aus der griechischen

Mythologie, der für seine ständige Aufmüpfigkeit und

Verschlagenheit den Göttern gegenüber damit bestraft

wurde, dass er auf ewig einen Felsblock den Berg

hinaufwälzen muss, der dann, fast am Gipfel, jedes

Mal wieder ins Tal herunterrollt.

 

Ja, das Leben ist oft kein Zuckerschlecken, besonders

nicht für Erwachsene. Unser Los ist, dass wir das Leben

selbst meistern müssen. Wir müssen entscheiden und

handeln und sollten dabei immer das Richtige tun.

Aber wer von uns ist schon allwissend und fehlerfrei?

Wir können wir mit unserem begrenzten Wissen und

Können nie die ‚richtige‘ Entscheidung treffen. Also

entscheiden und handeln wir immer mit Risiko.

Wir handeln nach dem Prinzip von Versuch und Irrtum,

in der Annahme, dass wir vielleicht ‚richtig‘ liegen.

Wir hoffen, dass unsere Entscheidungen gut enden

werden. Aber im Grunde wissen wir nicht, was wir tun.

Ja, wir können andere zu Rate ziehen und uns damit

absichern, aber auch die wissen und können nicht alles.

Letztlich müssen wir selbst entscheiden und handeln.

Diese Last müssen wir tragen. Dieses Joch ist uns

auferlegt. Es schränkt unsere Freiheit ein. Wir scheinen

ihm schicksalhaft unterworfen zu sein.

 

Wegen unserer Beschränktheit sind und bleiben in jeder

neuen Situationen Lernende und auf Versuch und Irrtum

angewiesen. Das bedeutet: Wir machen zwangsläufig

viele Fehler und haben dabei wenig Erfolg. Das macht

das Leben mühselig und beladen. Das belastet uns.

 

Muss das so sein und bleiben oder gibt es vielleicht

einen leichteren Weg, unser Leben zu meistern und

bessere Entscheidungen zu treffen?

 

Viele Betriebe senken das Risiko des Scheiterns durch

strenge Hierarchie und lückenlose Überwachung.

Die Mitarbeiter*innen werden ständig kontrolliert.

Doch das verunsichert und verängstigt. Die Angst vor

Fehlern erzeugt Fehler und zu viel Kontrolle entmündigt

und entwürdigt, sie wertet ab.

 

Jesus bietet uns eine optimale Lösung an. Er sieht die

überforderten Menschen und ruft ihnen zu:

»Kommt zu mir, ihr alle, die ihr euch plagt und von

eurer Last fast erdrückt werdet; ich werde sie euch

abnehmen. Nehmt mein Joch auf euch und lernt

von mir, denn ich bin gütig und von Herzen

demütig. So werdet ihr Ruhe finden für eure Seele.

Denn das Joch, das ich auferlege, drückt nicht, und

die Last, die ich zu tragen gebe, ist leicht.«

(Mt 11, 28-30: NGÜ)

 

Jesus sagt nicht, dass er uns die Last abnimmt, dass

er uns vom Joch der Arbeit und von der Verantwortung

befreit. Er bietet uns eine Tragehilfe an, die die Schulter

nicht aufscheuert, die unser Tragen erleichtert und den

Rücken nicht krümmt. Er bietet uns Hilfe an. Er bietet

uns sich selbst an, als Berater, als Unterstützer,

als Mitträger und Friedensgeber.

Das Joch, dass er uns auferlegt ist, von ihm zu lernen.

Er ist kein einschüchternder und verängstigender

Vorgesetzter, der gleich abmahnt und feuert.

Er ist ein gütiger, geduldiger, verständnisvoller und

immer freundlicher Lehrer, der unsere Schwächen

kennt und sich nicht als strenger Vorgesetzter aufspielt.

 

Aber, sind wir bereit von ihm zu lernen?

Lassen wir uns von ihm etwas sagen?

Sind wir bereit, auf seinen Rat zu hören

und seine Unterstützung anzunehmen?

Vertrauen wir ihm?

 

Nur wer vertraut, ist bereit Hilfe und Rat anzunehmen.

Nur wer vertraut ist bereit, seine Unabhängigkeit und

Selbstbestimmung einzuschränken und Neues,

kennenzulernen und anzunehmen.

Nur wer vertraut ist bereit, auf andere zu hören und

sich anleiten zu lassen.

Vertrauen bedeutet:

Jesus zu glauben und von ihm zu lernen.

Das ist der Preis, das sanfte und leichte Joch Jesu,

um wieder Ruhe zu finden für unsere geschundenen

Seelen. Wer dazu bereit ist, der entscheidet sich, ein

Schüler von Jesus zu werden. Wer dazu bereit ist,

der bekennt mit seinem Mund vor anderen, dass nun

Jesus sein Lehrer und sein Herr ist. Und der glaubt

auch von ganzem Herzen, dass Jesus Gottes Sohn ist,

der für seine Sünden und Fehler gestorben ist und durch

Gott von den Toten auferweckt wurde, damit e/sie von

Irrtum und falschen Bindungen, Einstellungen und

Ansichten befreit, gerettet wird.

„Wer auf ihn vertraut, steht fest und sicher im Leben.“

(Jesaja 28,16)

 

Voraussetzung für unser Vertrauen ist, Jesus besser

kennenzulernen. Durch Glauben an seine Fähigkeiten

und Möglichkeiten wird uns seine Hilfe zuteil.

Wer diese Erfahrung gemacht hat, wer immer wieder

seine Unterstützung bekommen hat, der weiß, dass

Jesus ihre/seine Lasten mitträgt, dass er ihn/sie in

allem begleitet und dass er uns mit seinem Wort in

unserem Denken, Entscheiden und Handeln berät.

 

Wer sich auf Jesus eingelassen hat, der erkennt seine

behutsame und einfühlsame Liebe, sein unaufdringliches,

freundschaftliches und sanftmütiges Wesen und seine

weitsichtige Denk- und Verhaltensweise. Der wird und

ist von ihm überzeugt. Der ist bereit, ihn als Vorbild

anzunehmen, seinem Beispiel zu folgen und aus

seinem Geist der Liebe heraus in ‚seinem Sinne‘ zu

handeln. Der hat die Liebe und das Wesen Jesu

verinnerlicht.

Dadurch werden eigene Entscheidungen immer

fundierter, weitsichtiger und verantwortungsbewusster.

Sie berücksichtigen nicht nur die eigenen Interessen,

sondern das Wohl aller. So ist es uns auch ergangen.

Wir lieben nun alles, was uns umgibt. Diese Liebe

macht uns hilfsbereit und demütig und sie gibt uns

Kraft, andere dabei zu unterstützen zu Jesus zu finden,

sein sanftes Joch anzunehmen und sein liebevolles

Geben zu genießen.

 

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