Mein Götze ist …

 

Denn Widerspenstigkeit ist eine Sünde

wie Wahrsagerei, und Widerstreben ist

wie Abgötterei und Götzendienst.

Weil du das Wort des HERRN verworfen

hast, so hat er dich auch verworfen,

dass du nicht mehr König sein sollst.

(1.Sam 15,23)

 

Hallo Du,

welchem Ideal läufst du hinterher?

Welches Idol bewunderst du?

Woran hängt dein Herz?

Was ist für dich das Wichtigste?

Um was dreht sich dein Streben?

Was bestimmt dich so sehr,

dass du dich davon sklavisch

abhängig gemacht hast?

 

In vielen regiert die Selbstsucht,

die Suche nach Geltung,

Anerkennung und Bestätigung,

das Streben nach Geld,

Wohlstand oder Sicherheit,

nach Lust, Glück oder Macht.

Dafür setzen sie ihre Kraft ein.

Das wollen sie erreichen.

Ihre Suche wird zur Gier.

Sie sehen nur noch das eine Ziel

ihres Wollens und dienen ihm.

Anderes wird vernachlässigt.

Sie haben im Denken einen

Götzen aufkommen lassen

und nun läuft ihr Herz

diesem Götzen nach.

 

Und er handelte ganz abscheulich,

indem er den Götzen nachlief.

(1.Könige 21,26)

 

Sage nicht:

Mein Götze hat es getan,

und mein Götterbild

und mein gegossenes Bild

haben es befohlen.

(Jes 48,5b)

 

Sie selbst wollen es so,

aber das ist ihnen

oft nicht bewusst.

Oft sind ihre Augen nur

auf ihre Götzen,

auf die verführerischen Werte

ausgerichtet,

vielleicht auf

die Ziele und Begehrlichkeiten

ihrer Väter oder Mütter.

Sie stehen unter der Macht

derer Vorstellungen und Ziele.

Sie haben es nicht anders gelernt.

 

Und er ging ganz den Weg,

den sein Vater gegangen war,

und diente den Götzen, denen

sein Vater gedient hatte, und

warf sich vor ihnen nieder.  

(2.Könige 21,21)

 

Sie streben danach,

mit Hilfe von Götzen

etwas zu bekommen,

was nicht gut für sie ist.

Sie wollen jemand sein

und machen sich ihre Götzen,

ihre kleinen Götter,

die sie verehren,

damit sie

hervor – ragend werden,

göttlich.

 

Sie wollen sich ergötzen,

amüsieren, belustigen,

vergnügen, berauschen

und das gelingt ihnen.

Doch in ihrem Selbstglanz,

in Selbstherrlichkeit, Eitelkeit

und Hochmut, werden sie

leichtsinnig, überheblich

und verblendet.

Sie suchen die Nähe

von Gleichgesinnten,

um sich zu bestätigen

und doch bemerken sie

in ihrer Gier,

Unerfülltheit und Leere,

dass ihr Streben

unglücklich und unrein macht.

 

Sie lassen sich davon bestimmen

und finden doch keine

dauerhafte Befriedigung.

Sie verlieren ihre Freiheit und

Souveränität und werden

zu Hörigen, zu Sklaven.

Sie knechten und knebeln sich selbst.

Sie leiden und strampeln ohne Erfolg.

 

Sie dienten ihren Götzen,

die wurden ihnen zum Fallstrick.  

(Ps 106,36)

 

Man steigt zum Götzentempel

hinauf, um zu weinen.  

(Jes 15,2 2)

 

Götzendienst, das ist die Verehrung

eines falschen Gottes,

eines kraftlosen Göttleins,

der menschlicher Vorstellungskraft

entsprungen ist,

der eigenen Phantasie,

dem eigenen Wunschdenken.

 

Vergötterung und Begehrlichkeit

führen zu Götzendienst.

Selbstgemachte Götzen nehmen

in unserer Vorstellung die Stelle

Gottes ein.

Wir wollen etwas von ihnen

und deshalb dienen

und frönen wir ihnen.

 

Sein Land wurde voll von Götzen.

Man wirft sich nieder vor dem Werk

seiner Hände, vor dem, was seine

Finger gemacht haben. Da wird

der Mensch gebeugt und der Mann

erniedrigt.   (Jes 2,8-9)

 

Sie werden zuschanden und auch

zunichte, sie alle miteinander.

Sie gehen allesamt in Schmach

dahin, die Götzenmacher.  

(Jes 45,16)

 

Was wir von ihnen wollen,

kann sündhaft, fragwürdige,

unschuldig oder sogar heilig sein.

Alles, was übertrieben wird

und in unserem Herzen

den ersten Platz einnimmt,

wird zum Götzen.

Das Schlimme an Götzenbildern ist:

Man verfällt ihnen und kommt

kaum noch von ihnen los.

Meist erst durch Zusammenbruch.

 

Wie können verblendete Götzendiener

wieder sehend werden?

Letztlich durch Niederlagen.

 

Doch es gibt zwei bessere Wege:

 

1. Es gar nicht dazu kommen lassen,

    indem man dem Gebot Gottes gehorcht:

 

    Du sollst keine anderen Götter haben

    neben mir. Du sollst dir kein Götterbild

    machen, auch keinerlei Abbild dessen,

    was oben im Himmel oder was unten

    auf der Erde oder was im Wasser

    unter der Erde ist. Du sollst dich vor

    ihnen nicht niederwerfen und ihnen

    nicht dienen. (2.Mo 20, 3-5)

 

2. Oder, sich rechtzeitig an Jesus Christus

    wenden, der aus Abhängigkeit befreit

    und von falschen Werten und Zielen

    reinigt.

 

Wenn nun der Sohn euch frei machen wird,

so werdet ihr wirklich frei sein. (Joh 8,36)

 

Und sie werden sich nicht mehr unrein

machen mit ihren Götzen und mit ihren

Scheusalen und mit all ihren Vergehen.

Und ich werde sie retten aus all ihren

Treulosigkeiten, mit denen sie gesündigt

haben, und werde sie reinigen; und sie

werden mir zum Volk und ich werde ihnen

zum Gott sein. (Hes 37,23)

 

Denn ihr seid zur Freiheit berufen worden,

Brüder. Nur gebraucht nicht die Freiheit

als Anlass für das Fleisch, sondern dient

einander durch die Liebe! (Gal 5,13)

 

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