Man darf träumen

 

Mit 15 wollte ich 25 sein.

Mit 25 lieber schon 30

  und mitten im turbulenten Leben.

 

Das Angenehme darf bleiben.

Das Unangenehme,

  möchte lieber auf 50 springen.

Im Blick zurück abgeklärt.

Im Blick nach vorn noch kraftvoll,

  schon ein wenig ergraut,

  schon ein wenig weise.

 

Des Alltags einerlei stört.

Die Wiederholungen langweilen.

Der Geist braucht Freiheit.

Die Arbeit geht in Rente.

 

Hoppla, schon 70?

Wie die Zeit vergeht.

Viel zu schnell.

 

Ich wünsche mich zurück – auf 60.

Schon leicht im körperlichen Abbau.

Trotzdem noch fit

  zum Aufleben,

  zum Ausleben,

  zum Neues anfangen,

  zum darin aufgehen.

 

Und plötzlich bin ich 80.

Geschwächt.

Vergesslich.

Genügsam.

 

 

Könnte ich doch wieder ein Kind sein.

Nicht, um noch einmal zu leben.

Um bei Kräften zu sein.

Um sorglos zu sein.

Um gesund zu sein.

Um zuversichtlich zu sein.

 

Welch ein Glück:

Ein Kind Gottes bin ich schon.

Das sind wir in jedem Alter.

 

Für ihn spielt das Alter keine Rolle.

Nur unser Herz.

Nur unsere Ergebenheit.

Er ist immer für uns da!

 

 

 

Gott redet durch Träume,

durch Visionen in der Nacht,

wenn tiefer Schlaf auf

die Menschen fällt.

(Hi 33,15; HfA)

 

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