Liebe ist bescheiden

 

Hallo Du,

viele meinen zu wissen, wie man liebt,

aber was Bescheidenheit ist

und wie man bescheiden ist,

das wollen viele nicht wissen.

 

Manche sagen, „bescheiden sein“,

ist zurückhaltend sein.

Das mag sein, aber in Verbindung

mit Liebe ist das nicht möglich,

denn Liebe muss fließen,

sie muss sich zeigen und gelebt werden,

sonst würde sie verkümmern

oder ins Gegenteil verkehren,

sonst wäre sie wie ein Licht,

wie eine helle Lampe,

die in einem dunklen Zimmer

in einer verschlossenen Kiste

versteckt wird.

 

„Bescheiden sein“ bedeutet hier:

–  dankbar sein für das, was ist und wie es ist,

–  glücklich sein mit dem, was man ist und wird,

–  zufrieden sein, mit dem was man hat

    oder bekommt,

–  nichts oder nur wenig von anderen

    erwarten oder verlangen,

–  sich nicht großtun, aufspielen

    oder in den Vordergrund drängen.

 

Das ist liebevoller Umgang mit sich selbst,

ohne inneren Druck oder Zwang,

sondern „ausgeglichen sein“,

mit sich im Einklang sein,

in seiner Mitte ruhen.

Und das ist auch ein

liebevoller Umgang mit anderen,

der Raum schafft,

sich menschlich zu begegnen,

Gemeinsamkeiten zu entdecken

und zu pflegen,

Freude und Leid miteinander zu teilen

und füreinander einzustehen.

 

Liebe gibt sich,

aber drängt sich nicht auf.

Liebe lässt geschehen

und freut sich daran.

Liebe gibt Freiraum

zum Entfalten und Wachsen.

Dazu braucht man

innere Reife und Stärke,

dazu braucht man aber auch

die Sicherheit und Gewissheit,

selbst geliebt, gesegnet

und ausgezeichnet zu sein.

 

 

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