Kains Fluch – Er hasste und mordete, weil … ?
Von Anfang an habt ihr diese Botschaft gehört:
Wir sollen einander lieben. Nicht Kain darf unser
Vorbild sein. Er war ein Kind des Teufels und
tötete seinen Bruder Abel. Und warum hat er ihn
ermordet? Weil seine eigenen Taten böse waren,
aber das Leben seines Bruders Gott gefiel.
Genau aus demselben Grund hasst euch die Welt.
Wundert euch also nicht darüber, liebe Brüder und
Schwestern. (1.Joh 3,11-13; HfA)
Hallo Du,
niemand möchte wie Kain sein und doch sind es
einige immer wieder.
Niemand möchte vom Bösen beherrscht sein und
weder Böses denken, fühlen oder tun,
denn das zieht runter und vergiftet und doch fallen
einige immer wieder in diese schlechte,
schädigende und unsägliche Rolle.
Und weshalb tun sie das?
Sie tun es aus Wut und Zorn, aus Hass und Neid.
Sie tun es, weil sie an anderen erkennen,
dass ihr eigenes Handeln schlecht und böse ist,
dass sie selbst schlecht und böse sind und
dass sie sich vom Bösen beherrschen lassen.
Es tut sie.
Und wer möchte schon schwach, schlecht, böse
und fremdgesteuert sein?
Da ist es zur eigenen Entschuldigung leichter
erträglich, in den ‚Guten‘ das Schlechte zu suchen
oder zu erzeugen; sie auf die Seite des Bösen zu
locken und sie zu bösem Tun zu veranlassen, mit
allen erdenklichen und möglichen Tricks und
versteckten Boshaftigkeiten.
Dabei werden selbst kleinste vermutete Mängel
oder Fehler gesucht und aufgebauscht.
Sie werden selbstgerecht an die große Glocke
gehängt und verleumderisch verbreitet. Der Ruf
der ‚Guten‘ wird systematisch demontiert und
gemordet.
Sie werden gequält und gemobbt, belastet und
belästigt, bis sie endlich Fehler machen und
selbst Böses tun.
Wenn das aber nicht gelingt, dann muss man sie
dringend loswerden. Im Notfall auch umbringen.
Aus den Augen – aus dem Sinn.
Dann ist ein möglicher Maßstab beseitigt und man
kann bleiben, wie man ist.
Dann wird man nicht ständig an sein eigenes
Versagen erinnert.
Nur dumm, dass das nicht dauerhaft hilft, denn
es gibt immer wieder gute Menschen und die
Schlechten versinken dabei immer mehr im
Bösen.
Sie kommen immer schwerer aus ihrer Ecke
der Verdammnis heraus. Der Fluch der
Minderwertigkeit erzürnt und beherrscht sie.
Es ist der Fluch ihrer eigenen bösen Tat.
Was man sät, das erntet man dann auch.
Der Fluch ihres bösen Handelns verfolgt und
quält sie.
Dieser Fluch durchzieht die Geschichte der
Menschheit. Kain hasste Abel.
Ismael hasste Isaak. Esau hasste Jakob.
Jakobs Söhne hassten Joseph.
Die Welt hasst Jesus. Dieser Geist hasst
auch heute noch alle, die in Christus ihr Heil
suchen und finden. Sie werden verschmäht und
verleumdet, lächerlich gemacht und mit Lügen
beschuldigt, bedroht, verfolgt und gepeinigt.
Was könnte diesen
hassenden Menschen helfen?
Erkenntnis und Ehrlichkeit.
Nicht ablenken und überspielen der eigenen
Boshaftigkeit, sondern ‚in sich gehen‘ und
’sie für möglich und real halten‘.
Sich dazu bekennen und davon abwenden.
Das messen an den Guten gibt Hinweise und
Anhaltspunkte.
In dem Bekenntnis: Ich bin böse, liegt schon
Veränderung.
Was man erkannt hat, kann man bannen und
loswerden.
Man kann sich bewusst und mit Nachdruck
davon abwenden.
Man muss sich nicht mehr wichtig nehmen oder
wichtigtun.
Hilfe und Vergebung bei Jesus suchen.
Niemand kann sich am eigenen Schopf aus
dem Sumpf ziehen.
Und weil man in dieser Situation die guten
Menschen ablehnt, die einem helfen könnten,
braucht man jemanden Übergeordneten,
jemanden, der die Kraft zur Vergebung und
Befreiung und Erlösung hat.
Sich von Jesus helfen lassen.
Voraussetzungen dafür sind:
Ständigen Kontakt mit ihn zu halten,
Seine Hilfe auch anzunehmen,
Sich auf seinen Rat einzulassen,
Kritik anzunehmen und darüber nachzudenken,
Sich auf seine Alternativen einzulassen,
Gottes hilfreiche Gebote zum Guten zu
beherzigen.
Loslassen und sich zum Guten verwandeln
lassen
Verwandlung ist ein mühsamer, aber lohnender
Weg.
Ziele sind Reinigung und innerer Frieden.
Inhalte sind liebevoll, geduldig, nachsichtig und
vorbildlich zu werden.
Der Preis für Verwandlung ist:
Gott zu gehorchen und sich von ihm etwas
sagen zu lassen,
Altes loszulassen und Neues wachsen zu
lassen und anzunehmen.
Wachstum benötigt Boden, Wasser, Licht, Luft
und Zeit.
Es benötigt Vertrauen, Gottes Wort, Erkenntnis
und Einsicht sowie Raum und Zeit.
Es benötigt Gelegenheiten, Möglichkeiten und
Erfolge, Freude, Bestätigung und Ausdauer,
denn es ist noch kein Meister vom Himmel
gefallen.
Liebe gegen Hass
Dem Fluch und Geist des Hassens und der
Selbstzerstörung entkommt man durch Liebe,
durch angenommen werden von Gott und durch
Gemeinschaft mit ihm, durch seine Vergebung
und durch Rückkehr in seine Geborgenheit
und durch die aufopfernde Tat von Jesus, dem
Erlöser.
Er war durch und durch gut und ließ sich von den
Bösen wegen seines ‚gut seins‘ bestrafen.
Er nahm es auf sich, damit auch die Bösen gut
werden können.
Jesus Christus hat für unsere Sünden gelitten und
gebüßt und sich für unsere Errettung vom Bösen
kreuzigen lassen.
Er hat Schmach auf sich genommen, obwohl sie
unberechtigt war.
Mit seinem Blut und Tod hat er für die
Boshaftigkeit der Menschen bezahlt und sie teuer
für Gott und ihr Heil erkauft.
Weshalb?
Damit sie zu dem werden, was ihnen Angst
gemacht hat;
damit auch sie vor Gott gerecht gemacht und
angenommen werden,
damit auch sie gottgerecht, gut, liebevoll und
gottgefällig werden, zum Vorbild für andere.
Damit der Fluch zu Segen verwandelt wird.
Den Hass der Welt können sie dann in Liebe
ertragen. Um dahin zu gelangen sind sie viele
kleine, innere Tode gestorben. Sie sind gereift
und gewachsen zu begeisterten Nachfolgern
Jesu.
Die Bibel sagt uns:
Wenn sich die Leute in Sicherheit wiegen und
sagen werden: »Überall ist Ruhe und Frieden«,
wird sie das Ende so plötzlich überfallen wie die
Wehen eine schwangere Frau. Es wird für
niemanden mehr einen Ausweg aus dem
Verderben geben.
Doch ihr, liebe Brüder und Schwestern, lebt ja
nicht in der Finsternis. Also kann euch der Tag, an
dem der Herr kommt, auch nicht wie ein Dieb in
der Nacht überraschen.
Ihr alle lebt im Licht; ihr gehört zum hellen Tag
und nicht zur Nacht mit ihrer Finsternis.
Darum lasst uns nicht schlafen wie die anderen!
Wir wollen hellwach und nüchtern bleiben!
Wer schläft, tut das in der Nacht, und die Säufer
feiern nachts ihre Trinkgelage.
Wir aber gehören zum hellen Tag und wollen
besonnen und kampfbereit sein. Dazu brauchen
wir als Brustpanzer den Glauben und die Liebe.
Die Hoffnung auf Erlösung wird uns wie ein Helm
schützen.
Denn Gott hat uns nicht für den Zorn und das
Gericht bestimmt, sondern zur Rettung durch
unseren Herrn Jesus Christus.
Christus ist für uns gestorben, damit wir für immer
zusammen mit ihm leben – und zwar ganz gleich,
ob wir bei seinem Kommen noch am Leben oder
schon gestorben sind.
So ermutigt und tröstet einander, wie ihr es ja
auch bisher getan habt.
Liebe Brüder und Schwestern! Wir bitten euch
darum, all die anzuerkennen, die sich für euch
einsetzen. Der Herr hat ihnen die Leitung eurer
Gemeinde anvertraut, und sie bewahren euch
vor falschen Wegen. (1. Tess 6, 3-12)
